KW 50: von der Leyen will Partnerschaft mit Afrika vertiefen, Baldige Einnahme von Tripolis befürchtet, Mehr Einsatz im Kampf gegen Korruption

– NEWS –

von der Leyen will Partnerschaft mit Afrika vertiefen: Ursula von der ist erstmals als EU-Kommissionspräsidentin nach Afrika gereist. Anstatt Peking, Washington, Tokio oder Delhi zum Ziel der ersten Reise ins außereuropäische Ausland zu machen, hat sich die Christdemokratin bewusst für Afrika entschieden. In Addis Abeba traf sie sich mit dem Präsidenten der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat. von der Leyen sagte, sie strebe eine neue “Partnerschaft auf Augenhöhe” mit Afrika an. Der Kampf gegen den Klimawandel steht dabei ganz oben auf der Liste.
sueddeutsche.de

Baldige Einnahme von Tripolis befürchtet: Die Lage in Libyen spitzt sich zu. Laut Informationen der Vereinten Nationen sind die Rebellen kurz davor die Hauptstadt Tripolis einzunehmen. Dort sitzt die von den Vereinten Nationen anerkannte libysche Regierung. Die libysche Brega Petroleum Marketing Company (BPMC) teilte mit, dass der Betrieb eingestellt und Angestellte in Tripolis in Sicherheit gebracht worden seien.
dw.com

Mehr Einsatz im Kampf gegen Korruption: Entwicklungshilfeminister Gerd Müller hat von den Afrikanischen Staaten mehr Einsatz im Kampf gegen die Korruption gefordert. Die einzelnen Länder müssten hier mehr tun. „Korruption wird nicht toleriert“, betonte Müller. „Meine Botschaft ist klar: Wer sich gegen Korruption und für gute Regierungsführung, Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte engagiert, der kann auf uns zählen.“
epochtimes.de

Chinesische Investoren beteiligen sich an Fintechs: Die Tech-Industrie in Afrika ist zum Zielobjekt ausländischer Investoren geworden. So haben ihm November Fintechs mit Fokus auf den nigerianischen Markt satte 360 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Fast die Hälfte der im November verzeichneten Investitionen stammte dabei aus China – nämlich genau 170 Millionen Dollar. Im Fokus der chinesischen Investitionen standen die beiden Payment-Startups Palmpay und O-Pay.
t3n.de

Reisebericht: Wir sind Kolonialisten taz.de
Bundesheer-Seelsorger in Afrika oe.at
Ex-Daimler-Chef Zetsche engagiert sich für Natur in Afrika t-online.de

– BACKGROUND –

Vorreiter im Kampf gegen Klimakrise: Die Klimakrise ist in vielen Teilen Afrikas bereits deutlich spürbar. Die Menschen dort nehmen das zum Anlass innovativ zu werden, um die Folgen in den Griff zu bekommen. Im Bereich der erneuerbaren Energien haben viele afrikanische Länder große Schritte getan, weit mehr als wirtschaftlich vergleichbare in Asien oder Südamerika. Laut der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) ist Afrika derzeit auf dem Weg, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 um 290 Prozent zu steigern. Ein Projekt, das dazu beiträgt kommt aus Sambia. Dort gehen gerade sogenannte Off-The-Grids durch die Decke. Das sind kleine Systeme, die ihre Energie meist aus integrierten Solarzellen beziehen. Diese Off-Grids arbeiten autonom. Es gibt sie in den verschiedensten Bereichen, zum Beispiel als kleine Kocher oder um Wasser zu reinigen.
wetter.de

Wichtige Wahlen 2020: In vier Ländern stehen im nächsten Jahr richtungsweisende Wahlen an. In Angola, Äthiopien, Südafrika und Simbabwe können die Wähler ihre Stimme abgeben. Die derzeitigen Amtsinhaber João Lourenço (Angola), Abiy Ahmed (Äthiopien), Jacob Zuma (Südafrika) und Emmerson Mnangagwas waren allesamt einst als Hoffnungsträger gestartet. Doch in allen Ländern stauen sich wichtige Reformen. Die Menschen sehnen sich nach wirtschaftlicher Stabilität. Nun wird sich zeigen, ob die einsingen Hoffnungsträger sich weiterhin das Vertrauen ihrer Bürger sichern können.
dw.com

Angeblicher Wunderheiler gestorben: Der deutsche Peter Bonnke hat es in Afrika zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht. Bonnke war als evangelikaler Missionar mehrmals in Afrika. Nach seiner Vorstellung sollte der Kontinent durch das “Blut Jesu Christi reingewaschen” werden. Mit seinen Behauptungen, Tote wieder auferstehen lassen sowie Taube, Blinde und behinderte Menschen heilen zu können, zog er Menschen in Scharen an. Laut seiner Gemeinde hat er angeblich 79 Millionen Menschen bekehrt. 1991 brach im muslimischen Norden Nigerias ein Aufstand aus, als der evangelistische Prediger einen möglichen Besuch ankündigte. Hunderte Menschen kamen bei den Unruhen ums Leben. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
t-online.de

– ANGEZÄHLT –

Bei einem Anschlag sind in Kenia acht Menschen getötet worden. Verantwortlich gemacht wurde die Al-Shaabab-Miliz.
az.com

– ZITAT –

“Denn auch hier in Afrika, in Addis Abeba, erleben die Menschen bitter die Folgen des Klimawandels.”
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will im Kampf gegen die Klimakrise die Partnerschaft zwischen Europa und Afrika vertiefen.
sueddeutsche.de

– ZULETZT –

Die Demografie-Lüge-Headline: Dominic Johnson hat in der “TAZ” einen Kommentar zur Bevölkerungs-Debatte geschrieben. Die Zahl der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent wächst jährlich. In der allgemeinen Diskussion über Afrika wird dies als eines der drängendsten Probleme betrachtet. Johnson hält das für fatal. Er stellt diese Debatte in eine Linie mit rassistischen Vorurteilen gegenüber angeblich sexuell hyperaktiven Schwarzen. Für ihn ist weniger die Frage über die Zahl der Geburten, als die der sexuellen Selbstbestimmtheit der Frauen entscheidend. Wichtiger wäre zu fragen, ob die afrikanischen Frauen die Kinder bewusst und gerne auf die Welt bringen sind, als zu fragen, wie die Geburten verhindert werden.
taz.de

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