KW 49: Belastungen für Pflegepersonal und Kliniken steigen, Bürgerkrieg in Äthiopien, Schweiz und Ghana unterzeichnen historisches Abkommen zum Klimaschutz

– NEWS –

Belastungen für Pflegepersonal und Kliniken steigen: Viele afrikanischen Staaten haben neben dem Covid-19-Virus bereits mit anderen Erkrankungen wie Malaria, Tuberkulose, HIV zu kämpfen. Das medizinische Personal besitzt zwar die Geübtheit im Umgang mit Epidemien, dennoch sind Pflegepersonal und Kliniken komplett überbelastet. Doch COVID-19 habe vieles angestoßen, was auch nach der Pandemie weitergehen werde, meint Infektionsmediziner Papa Salif Sow aus Dakar der Hauptstadt Senegals. Neue Strategie würden umgesetzt, bei der die Patienten ihre Medikamente für ein halbes Jahr bekommen, statt nur für einen Monat. Auch Telehealth-Ansätze versuchen Lücken in der Behandlung zu schließen.
deutschlandfunk.de

Bürgerkrieg in Äthiopien: Aufgrund des Bürgerkriegs in Äthiopien sind zehntausende Menschen in den Sudan geflohen. Obwohl Premierminister Abiy Ahmed die derzeitigen Unruhen als „Operation zur Wiederherstellung der konstitutionellen Ordnung“ bezeichnet, wird der Konflikt in der Tigray-Region von der britische Zeitung The Guardian  als „unter jeder erkennbaren Definition“ als „ein Krieg“ beschrieben. Seit Anfang November wird der Konflikt in der Region immer schlimmer und die Menschen flüchten in den Sudan. Die Auswirkungen des Konflikts werden immer deutlicher, wie Josep Borrell, der Hohe Vertreter der Europäischen Union (EU) für Außen- und Sicherheitspolitik, Äthiopiens Außenminister Demeke Mekonnen mitteilte. Der Konflikt destabilisiere die Region ernsthaft. Premierminister Abiy verbietet jedoch jede Einmischung „in interne Angelegenheiten.“
welt.de

Wahlen in Ghana: Am 7. Dezember wählen die Ghanaer einen neuen Präsidenten. Die Wahlkommission hat insgesamt 12 Präsidentschaftskandidaten aufgestellt. Von den zwölf Favoriten, die seit Beginn der Vierten Republik die Regierung bilden, sind zwei seit 1992 die Kandidaten der regierenden Neuen Patriotischen Partei (NPP) und des Nationalen Demokratischen Kongresses (NDC). Diese bilden die wichtigste Oppositionspartei. Erstmals in der Geschichte Ghanas könnte ein Frau Vizepräsidentin werden. Am 7. Januar 2021 wird der neugewählte Präsident sein Amt antreten.
bbc.com, welt-sichten.org

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Schweiz und Ghana unterzeichnen historisches Abkommen zum Klimaschutz: Die Regierung von Ghana und der Schweiz haben am 23. November 2020 ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die kooperativen Ansätze des Pariser Abkommens zum Inhalt hat. Es legt die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit fest. Das erste vorgesehene Projekt wird sauberes Kochen und Solarbeleuchtung ermöglichen und bis zu fünf Millionen ghanaischen Haushalten zugutekommen. Die neue Partnerschaft soll die Einführung grüner und kohlenstoffarmer Technologielösungen im ganzen Land ermöglichen und zu sozialen und ökologischen Vorteilen führen.
undp.org

Missbrauchsvorwürfe im südafrikanischen Schwimmsport: Nachdem Debbie Wade den sexuellen Missbrauch als Kinderschwimmerin publik gemacht hat, hat die südafrikanische Hilfsorganisation „Women and Men against Child Abuse“ (WMACA) rechtliche Schritte eingeleitet, um leitende Angestellte des Schwimmsports im Land dazu zu verpflichten, staatlichen Behörden einen unabhängigen Untersuchungsbericht zu den Vorwürfen des historischen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu veranlassen.
spiegel.de

Abschied vom Friedensvertrag taz.de
Im Luxuszug von Rovos Rail führt durch Tansania, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Südafrika welt.de
Das Sterben auf dem Mittelmeer hört nicht auf: Acht Menschen aus Marokko vor Lanzarote ertrunken faz.net
Ghanaisches FinTech-Startup schließt Wertlücke bei der Kreditfinanzierung iafrica.com
Private Abiturfeier entfesselt erbitterten Rassismusstreit taz.de
Entsteht bald ein neues Meer in Afrika? rnd.de

– BACKGROUND –

Zahlreiche Tötungen im Norden Nigerias: Wie die Vereinten Nationen mitteilten, wurden am vergangenen Samstag Frauen und Männer in Koshobe und umliegenden Orten im Bundesstaat Borno bei der Erntearbeit angegriffen. Insgesamt gab es 110 Todesopfer, wie Edward Kallon, der humanitäre Koordinator der UN in Nigeria, mitteilte. Der Vorfall sei der brutalste direkte Angriff auf unschuldige Zivilisten in diesem Jahr. Noch sei unklar, wer hinter dem Angriff steckt. In Borno käme es jedoch seit Jahren vermehrt zu Angriffen der Terrorgruppe Boko Haram oder der westafrikanischen Gruppe ISWAP. Vor einigen Jahren hat sie sich dem „Islamischen Staat“ angeschlossen.
zeit.de

Südafrikanische Korruptionskommission kündigt Strafanzeige gegen Ex-Präsident Zuma an: Südafrikas früherer Präsident Jacob Gedleyihlekisa Zuma könnte mit einer Strafanzeige rechnen. Dies teilte der Jursit, Richter am Verfassungsgericht der Republik Südafrika und Kommissionschef Raymond Zondo mit. Zuma selbst hat Zondo Voreingenommenheit vorgeworfen und vergeblich dessen Rückzug gefordert. Die Kommission durchleuchtet einen umfangreichen Korruptionsskandal während Zumas Präsidentschaft von 2009 bis 2018. Die rechtlichen Schritte des ehemaligen Präsidenten gegen die Kommission und ihren Vorsitzenden könnten als Verzögerungstaktik angesehen werden, um sich den Fragen zu seiner Rolle in der angeblichen Korruption zu entziehen.
deutschlandfunk.de

Weshalb die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala der WTO sowohl globale als auch lokale Erfahrung bietet: Die Welthandelsorganisation (WTO) bezeichnet sich als ein Forum für Regierungen, um Handelsabkommen auszuhandeln. Ein zentrales Ziel der WTO ist die Liberalisierung des Handels zum gegenseitigen Nutzen ihrer Mitglieder. Aufgrund der wahrgenommenen Ungleichgewichte bei den Rechten und Pflichten ihrer Mitglieder sind die Verteilung der Gewinne aus dem Handel zu einem kontroversen Thema geworden. Angesichts Okonjo-Iwealas Erfahrung im diplomatischen Umgang mit Menschen und Institutionen könnte sie den Mitgliedsstaaten den Anstoß geben, die Herausforderungen zu überwinden, die die Handelsorganisation seit Jahren lähmen. Nicht nur durch ihre Erfahrungen bei Verhandlungen mit Institutionen und Ländern, wie bei den Verhandlungen über den Schuldenerlass für Nigeria, hat sie ein ausgeprägtes Verhandlungsgeschick erworben. Sie hat zudem in mehreren internationalen Gremien Spitzenpositionen innegehabt, sowohl in Unternehmen als auch in gemeinnützigen Organisationen. Ihre Fähigkeit, in diesen unterschiedlichen kulturellen Umfeldern in leitenden Positionen zu handeln, eröffnet ihr die Fähigkeit sich auf dem komplexen Terrain einer Organisation behaupten zu können.
theafricareport.com

– ANGEZÄHLT –

Mehr als 2,7 Millionen Menschen sind innerhalb ihrer Landesgrenzen zwischen Tschad, Kamerun und Niger geflohen.
rnd.de

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– ZITAT –

„Zu Beginn der Krise wurden Wetten abgeschlossen, dass Covid-19 in Afrika Millionen Tote zur Folge haben würde. So ist es nie gekommen. Die Welt hätte von Afrika lernen können.“
Aminata Touré, ehemalige Premierministerin des Senegal.
spiegel.de

– ZULETZT –

Sauvignon Blanc aus Kapstadt zur besten Weinsorte der Welt gekürt: Der 2019er Sauvignon Blanc von Groot Constantia gewann die International Sauvignon Blanc Trophy bei der 2020 International Wine Challenge (IWC). „Die Geschichte neigt dazu, sich zu wiederholen“, sagt Jean Naudé, CEO von Groot Constantia. In den 335 Jahren, in denen das Weingut Weine produziert hat, habe es sich in der ganzen Welt Respekt verschafft und höchste Auszeichnungen erhalten. Der 2019er Sauvignon Blanc sei Teil dieses Vermächtnisses, so Naudé.
iafrica.com

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