KW 40: WHO: Rahmenbedingungen für Forschung an pflanzlichen Mitteln gegen Covid-19, Ghana: West-Togoland erklärt ihre Souveränität, Überschwemmungen in Afrika

– NEWS –

WHO: Rahmenbedingungen für Forschung an pflanzlichen Mitteln gegen Covid-19: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Brazzaville hat ein Protokoll für klinische Versuche der Phase 3 eines pflanzlichen Arzneimittels für Covid-19 genehmigt. Experten der WHO, des Afrikanischen Zentrums für Seuchenkontrolle und -prävention sowie der Kommission für soziale Angelegenheiten der Afrikanischen Union haben die Rahmenbedingungen hierfür geschaffen. Sollte sich ein Produkt der traditionellen Medizin als sicher, wirksam und von gesicherter Qualität erweisen, werde man eine schnelle lokale Herstellung empfehlen, erklärte die WHO.
deutschlandfunk.de

Ghana: West-Togoland erklärt ihre Souveränität: Die Region West-Togoland in Ghana ist vorwiegend zwischen dem Voltasee und der ghanaisch-togoischen Grenze eingebettet. Gegenwärtig fordern eine Reihe von Splittergruppen die Anerkennung des Gebiets als souveräner Staat. In der Region hat es in der Vergangenheit bereits Versuche der Gebietsabtrennung gegeben. Lokale Quellen berichten, dass eine Gruppe drei Polizeibeamte als Geiseln festhält. Die Bewegung wolle die ghanaische Regierung zwingen, sich den von den Vereinten Nationen (UN) erleichterten Verhandlungen anzuschließen, die darauf abzielen, Westtogoland zu einem unabhängigen Staat zu erklären.
dw.com

Ghana plant, die meisten seiner künftigen Gold-Futures zu verkaufen: Die Regierung kämpft damit, die wirtschaftliche Belastung durch Covid-19 zu bewältigen und die öffentlichen Ausgaben unter der erdrückenden Last der Schulden aufrechtzuerhalten, die in diesem Jahr voraussichtlich fast 70% des BIP ausmachen werden. Zur Debatte stehen etwa 4% Lizenzgebühren, die die Regierung für jede im kommerziellen Bergbau gewonnene Unze Gold verdient. Der Deal habe den Vorteil, Bargeld zu liefern, ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen, wie die Regierung erklärt. Der Deal löst aber auch Kontroversen aus. Kritiker werfen Fragen zu dem sowohl überstürzten als auch undurchsichtigen Prozess auf.
economist.com

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Deutsch-Afrikanischer-Handel abgeschwächt: Über vermeintliche Rekorde im deutschen Afrikageschäft mag sich derzeit niemand freuen. Die Corona-Krise macht Afrika zu schaffen – und auch die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland fallen immer schwächer aus. Die deutschen Ein- und Ausfuhren werden um bis zu 25 Prozent zurückgehen, wie Heiko Schwiderowski, Referatsleiter für Subsahara-Afrika beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, erklärt. Nicht einmal bei der Finanzkrise vor gut zehn Jahren sahen die Zahlen so schlecht aus. Es seien starke Rückschläge sowohl für viele deutsche Unternehmen, als auch für afrikanische Exporteure.
euractiv.de

Explosion in Nigeria: Bei einer Gasexplosion in Nigeria sind 28 Menschen, darunter 9 Kinder ums Leben gekommen. Auf einer Schnellstraße gegenüber einer Tankstelle explodierte der Gastanker. Umliegende Fahrzeuge und Gebäude ebenfalls zerstört. Die Ursachen für die Explosion sind noch unbekannt.
rnd.de

Überschwemmungen in Afrika: Senegal und Sudan haben mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen. An einem Tag fällt so viel Regen wie sonst in einem Jahr. Im Sudan wurde bereits der Notstand ausgerufen. Direktorin des humanitären Hilfswerks der Vereinten Nationen (Ocha) in West- und Zentralafrika, Julie Belanger, erklärt, dass die Regenzeit noch längst nicht vorbei sei. Es wird mit dem Schlimmsten gerechnet.
tagesspiegel.de

Aus Epidemien gelernt tagesschau.de
Es drohen Hungersnöte fr.de
Afrikas Vielfalt sueddeutsche.de
Der Grund fürs Elefantensterben in Botsuana stuttgarter-nachrichten.de

– BACKGROUND –

Die digitale Revolution weiterhin männerdominierend: Afrikas digitale Revolution wird immer stärker, begünstigt durch den Erfolg als weltweiter Vorreiter im Bereich des mobilen Geldes. Im Bereich der Finanztechnologie haben Start-ups fast eine halbe Milliarde Dollar erwirtschaftet. Die Digitalisierung vollzieht sich jedoch nicht in gleichem Tempo und Umfang: Frauen sind das fehlende Gesicht der digitalen Revolution in Afrika. Die digitale Kluft wurde auch von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) belegt. Nur 18% der Frauen in der Subsahara haben Zugang zum Internet. Männer hingegen liegen bei 25 %. Auch machen Frauen nur 30 Prozent der Autoren, Programmierer und Contentwriters aus. Während sie im informellen Wirtschaftssektor 60-80 Prozent der gesamten wirtschaftlichen Aktivität Afrikas bilden.
theafricareport.com

Die südafrikanische Regierung schafft einen Start-up-Fonds: Politikerin und Ministerin für Digitales, Stella Ndabeni-Abrahams, hat der Regierung einen Finanzierungsplan für die Entwicklung digitaler Kompetenzen in Südafrika vorgelegt. Das Whitepaper enthält eine Reihe geplanter Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft, um die digitale Kompetenz und die Fähigkeiten der Bevölkerung zu stärken. Unter anderem auch die Einrichtung eines Startkapitalfonds für Unternehmensgründungen, die nach den Vorstellungen der Regierung in Partnerschaft mit dem Privatsektor erfolgen soll. Man wolle hiermit die Lücke bzgl. fehlender Überbrückungsfinanzierungen schließen und Start-ups in der Frühphase bis zur Vermarktung unterstützen.
mybroadband.co.za

Islamistischer Anschlag im Nordosten Nigerias: Die nigerianische Armee wird im Bundesstaat Borno immer öfter von Terroristen angegriffen. Nach einem weiteren Anschlag im Nordosten des Landes hat sich die Zahl der getöteten Menschen nun auf mindestens 30 erhöht. Kämpfer, die in Verbindung zur Terrormiliz IS stehen, hatten gestern einen Konvoi des Gouverneurs von Borno mit Maschinengewehren und Granaten angegriffen. Hierbei seien 21 Mitglieder oder Verbündete der nigerianischen Sicherheitskräfte und neun Zivilisten getötet worden.
deutschlandfunk.de

– ANGEZÄHLT –

In West- und Zentralafrika sind von den jüngsten sintflutartigen Regenfällen mehr als 800 000 Menschen betroffen, in Ostafrika sollen es sogar 2,4 Millionen sein
tagesspiegel.de

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– ZITAT –

“Der Regen fällt immer häufiger zu früh, zu spät, gar nicht oder in zu großen Mengen.”
Bettina Iseli, Programmdirektorin der Welthungerhilfe, über die extremen Überschwemmungen West- und Zentralafrika .
tagesspiegel.de

– ZULETZT –

Die digitale Bibliothek für Kinder: Studenten der Universität Kapstadt haben eine einzigartige digitale Bibliothek mit einer Reihe von mitgelesenen Kinderhörbüchern entwickelt, die in den 11 offiziellen Sprachen Südafrikas geschrieben wurden. Ziel ist es Kleinkindern Literatur und Sprache näher zu bringen und das Lesen zu fördern.
allafrica.com

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