KW 4: KI-Plattform für die Landwirtschaft, Regenfälle und Überschwemmungen in Ostafrika, In Afrika läuft Impfkampagne nur sehr langsam an

– NEWS –

KI-Plattform für die Landwirtschaft: Mittels Künstlicher Intelligenz hilft das südafrikanische Start-up Aerobotics Landwirten bei der Instandhaltung ihrer Felder, Bäume und Früchte. Aerobotics wurde 2014 von James Paterson und Benji Meltzer gegründet. Mithilfe von künstlicher Intelligenz, Drohnen und anderen Robotern hilft die Technologie dabei, die Gesundheit der Anbaukulturen zu verfolgen und zu bewerten. Es hilft den Bauern auch kranke Bäume schneller zu identifizieren, Schädlingen und Krankheiten zu verfolgen und fördert ein besseres Ertragsmanagement. In einer weiteren Finanzierungsrunde hat das junge Unternehmen 17 Millionendollar erhalten.
techcrunch.com

Regenfälle und Überschwemmungen in Ostafrika: Der tropische Wirbelsturm „Eloise“ hat die Ostküste Afrikas erreicht: mit einer Windgeschwindigkeit von 130 km/h hat es für schwere Regenfällen und Überschwemmung gesorgt. Allein in Mosambik könnten mehr als 200.000 Menschen von dem Unwetter betroffen sein. Auch in Madagaskar kam es nach Behördenangaben zu Überschwemmungen. Zudem sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.
t-online.de

In Afrika läuft Impfkampagne nur sehr langsam an: Während 39 Millionen Menschen in den Industrienationen bereits ein Vakzin erhalten haben, werde in Afrika in einem viel geringeren Maße geimpft. Die weltweite ungleiche Verteilung des Corona-Impfstoffes werde nun besonders sichtbar, kritisierte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Industrienationen haben sich weltweit knapp die Hälfte der Impfstoffe gesichert. Südafrika rechnet im ersten Halbjahr mit der Lieferung von 20 Millionen Impfdosen. Allerdings kritisierte Präsident Cyril Ramaphosa, dass man für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca mehr als doppelt so viel bezahlen müsse als etwa die Europäer. Immer mehr fordern daher nach einer Patenschutz-Aufhebung.
tagesspiegel.de

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Nigeria: Gericht annulliert Blasphemie-Urteil gegen Schüler: Ein nigerianisches Gericht hat die Verurteilung eines 13-Jährigen wegen Blasphemie aufgehoben. Das Gericht erklärte den damaligen Richterspruch für ungültig und verwies dabei auf das Alter des Jungen. Im August war dieser von einem islamischen Gericht zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Kommentare, die der Junge gegenüber einem Freund gemacht hatte, wurden als Gotteslästerung aufgefasst. Die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF kritisierte das damalige Urteil scharf und bezeichnete als Verletzung von Kinderrechten.
dw.com

Biden will Südafrika-Reiseverbot zur Bekämpfung der neuen COVID-19-Variante verhängen: Um die Ausbreitung einer neuen Covid-19 Variante einzudämmen, will Präsident Joe Biden ab kommenden Samstag ein Einreiseverbot für die meisten Nicht-US-Bürger verhängen, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten haben. Einige Gesundheitsbehörden sind besorgt, dass die derzeitigen Impfstoffe möglicherweise nicht gegen die südafrikanische Variante wirksam sind.
reuters.com

Berichte über Gefechte zwischen somalischem und kenianischem Militär spiegel.de
Südafrika-Mutation macht Antikörpertherapie womöglich weniger wirksam rnd.de
Nigeria: Piraten überfallen Containerschiff berliner-zeitung.de
Das Okavangodelta könnte in Gefahr sein derstandard.at
Libyen will einen neuen politischen Anlauf nehmen derstandard.de

– BACKGROUND –

Afrika braucht kein White Saviorism: Stars wie Madonna oder Ed Sheeran, aber auch Abiturienten aus Europa, England und den USA fahren nach Afrika, um den Kindern und Jugendlichen „helfen“ zu wollen. Dieses Phänomen hat inzwischen einen Begriff: White Saviorism, also Weißes Rettertum. „Um in Europa mit traumatisierten Kindern zu arbeiten, braucht man eine fundierte Ausbildung“, betont die kenianische Aktivistin Sophie Otiende. „Warum sollte es hier bitte anders sein? Weil Weiße wissen, wie man Afrikanern hilft?“ Doch seit Ausbruch der Corona-Pandemie bleiben die „Retter“ aus. Europa und Amerika versorgen sich selbst. Der nigerianische Molekularbiologe Christian Happi forscht seit Monaten zum Coronavirus und hat mit seinem Team einen eigenen Impfstoff, speziell auf Basis afrikanischer Virus-Sequenzen entwickelt. In Tierversuchen zeigt der Impfstoff eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent. „Niemand hätte für möglich gehalten, dass so etwas in Afrika entwickelt werden kann“, erklärt Happi. Gerade die Pandemie habe gezeigt, dass Afrika das eigene Potenzial ausschöpfen und selbst Lösungen finden müsse. Die vermeintlichen Retter denken derzeit zuerst an sich selbst.
spiegel.de

EU will künftig afrikanische Friedenseinsätze unterstützen: Soldaten aus Kenia, Äthiopien, Uganda und Burundi bilden die „Mission der Afrikanischen Union in Somalia“, kurz AMISOM. Die Gelder (1,5 Milliarden Euro) hierfür kommen aus Brüssel und ohne sie gäbe es die Mission wahrscheinlich nicht. Das Geld hierfür stammt aus dem sogenannten „African Peace Facility“, das bisher über die Afrikanische Union lief. Nun soll das Projekt in „European Peace Facility“ umbenannt werden und strukturell verändert werden. Die EU kann künftig direkt mit einzelnen Regionen, Ländern oder Armeen in Afrika zusammenarbeiten. Davon könnten vor allem regionale Bündnisse profitieren.
dw.com

Mehrere Kämpfer der Terrorgruppe Al-Shabaab bei Überraschungsangriff getötet: Der Uganda People’s Defense Forces (UPDF) zufolge wurden bei einem Überraschungsangriff 189 mutmaßliche Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab getötet. Zwei Anführer der Terrorgruppe seien gefasst und der somalischen Armee übergeben worden. Eine große Zahl an militärischer Ausrüstung und Gegenständen wurden ebenfalls zerstört. Seit über 10 Jahren hält die UPDF den Frieden in Somalia aufrecht. Uganda war das erste Land, das Friedenstruppen nach Somalia entsandt hat.
deutschlandfunk.de

– ANGEZÄHLT –

374 Menschen vor Libyen gerettet.
faz.net

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Auf female-leader.net gibt es mehr als Klischees.

– ZITAT –

„Es braucht keine Weißen, die zeigen, wo es langgeht.“
Keylsey Nielson versucht mit ihrer Organisation No White Saviors gegen das koloniale Erbe zu kämpfen.
spiegel.de

– ZULETZT –

DJ Khaled wird Gastgeber der MTV Africa Music Awards Kampala 2021: DJ und Plattenproduzent DJ Khaled wird die MTV Africa Music Awards Kampala 2021 (MAMA) moderieren, die am 20. Februar zum ersten Mal weltweit auf MTV ausgestrahlt werden. Aufgrund der Reisebeschränkungen von COVID-19 wird Khaled die virtuelle Verleihung von seinem Zuhause in Miami aus hosten.
variety.com

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