KW 38: Mali – Zustimmung einer Übergangsregierung und zur Durchführung von Wahlen in anderthalb Jahren, Vor 30 Jahre weihte Papst Johannes Paul II. den größten Kirchenbau der Welt ein, Olympischen Spielen 1960: erste Goldmedaille für den afrikanischen Kontinent

– NEWS –

Mali – Zustimmung einer Übergangsregierung und zur Durchführung von Wahlen in anderthalb Jahren: Obwohl das Militär ursprünglich erst nach drei Jahren die Macht an eine zivile Regierung abgeben, scheint nun doch alles schneller zu verlaufen: Sowohl die Bildung einer Übergangsregierung als auch die Durchführung von Wahlen innerhalb der nächsten anderthalb Jahren wurde seitens der Militärjunta zugestimmt. Hierfür werden 25 Personen für die neue Regierung gewählt, sowie ein Übergangsrat, der aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen aus insgesamt 112 Personen besteht. Weiterhin wird ein Gremium den Präsidenten der Übergangsregierung und den Interims-Staatschef ernennen. Beide dürfen später kein ein öffentliches Amt annehmen. Das Gremium wird von der Militärjunta bestimmt.
faz.net

Vor 30 Jahre weihte Papst Johannes Paul II. den größten Kirchenbau der Welt ein: Die römisch-katholische Basilika Notre-Dame-de-la-Paix wurde vor 30 Jahren von Papst Johannes Paul II. in der Hauptstadt der Elfenbeinküste, Yamoussoukro, eingeweiht. Sie gilt als einer der größten Kirchengebäuden der Welt. Mit einer Grundfläche von knapp 8.000 Quadratmetern und einer Kuppelhöhe von 158,1 m kann sie 11.000 Menschen umfassen. Bei den meisten Gottesdiensten sind kaum zwei Prozent der Plätze besetzt.
welt.de, sn.at

Olympischen Spielen 1960: erste Goldmedaille für den afrikanischen Kontinent: Während der Olympischen Spielen 1960 in Rom holte der Äthiopier Abebe Bikila inmitten der Phase Dekolonisierung die erste Goldmedaille für den afrikanischen Kontinent – barfuß. Der Leibwächter von Kaiser Haile Selassies ist auch kurz vor den Spielen in seiner Heimat eine absolute Spitzenzeit gelaufen. Von Kind auf war er es gewohnt als Viehhirte im abessinischen Hochland barfuß zu laufen. In Sportschuhen bekam er Blasen.
deutschlandfunk.de

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Wie viele Löwen gibt es noch in Afrika?: Der Bestand wilder afrikanischer Löwen ist erschreckendend zurückgegangen. Dennoch wisse niemand so richtig, wie viele Löwen es in Afrika tatsächlich noch gibt. Man gehe von 20.000 aus. Doch Nic Elliot, Löwenforscher an der University of Oxford, erklärt, dass dies weitgehend auf Vermutungen und nicht auf Wissenschaft basiere. Da sie eine geringe Bestandsdichte haben, meist nachts aktiv und in ihrer Umgebung gut getarnt sind, sei eine genaue genaue Zählung für den Artenschutz kaum möglich. Obwohl dies von entscheidender Bedeutung ist.
nationalgeographic.de

Bewerbungen für Pitch Live beim Africa Tech Summit eröffnet: Die Africa Tech Summit bietet 15 Startups die Chance, ihre Lösung in Sachen KI einem Publikum von 500 Investoren, Unternehmen und anderen Interessengruppen vorzustellen. Im Laufe der drei Tage werden jeweils fünf Startups in den Kategorien Pre-Seed, Seed und Serie A vor einem weltweiten Publikum ihre Lösungen vorstellen, bevor sie die Möglichkeit haben, mit interessierten Parteien über eine Vielzahl von sozial distanzierten Online-Medien in Kontakt zu treten.
disrupt-africa.com

Afrikanische FinTechs: Fintechs sind zum höchstfinanzierten Technologiesektor Afrikas geworden. CEO der Pan-African fintech unicorn Interswitch, Mitchell Elegbe, gründete sein Unternehmen 2002 in Lagos, um Nigerias – damals – weitgehend unverbundenes Bankensystem anzuschließen. Interswitch beschleunigte die Einführung digitaler Zahlungen in ganz Afrika und gilt heute als eines der seltenen Fintech-Pinoiere des Kontinents. Es steht kurz davor, an einer globalen Börse notiert zu werden, was auch Afrikas nächsten großen Technologie-Börsengang bedeuten würde.
techcrunch.com

Schwere Überschwemmungen sueddeutsche.de
Afrika-Cup faz.net
Förderungsgelder in Höhe von 500 000 Euro für Unesco-Stätten in Afrika sueddeutsche.de
Südafrika stoppt Geschäft mit dem weltgrößten Bahnhersteller bbc.com

– BACKGROUND –

Plastikexport: Handelsabkommen zwischen Kenia und den USA: Da die Mineralölindustrie immer mehr auf die Herstellung petrochemischer Produkte setzt – darunter auch Kunststoff, braucht es deshalb auch neue Absatzmärkte. Ein geplantes Handelsabkommen zwischen den USA und Kenia soll den Weg nach Afrika ebenen damit gleichzeitig den Export von Plastikmüll für die Zukunft sicherstellen. Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kenia seien zwar noch in der Anfangsphase, doch der Versuch, die strengen Beschränkungen Kenias auf Kunststoffe aufzuheben – einschließlich eines strengen Verbots von Einwegkunststofftragetaschen stehe im Zentrum der Bemühungen. Allen vorangetrieben vom American Chemistry Council (ACC), das besonderen Einfluss auf die Verhandlungen ausübt. Die Interessengruppe vertritt neben großen Chemieunternehmen auch die petrochemischen Betriebe von ExxonMobil, Chevron und Shell. Ziel sei es, Kenia durch das Abkommen künftig als Drehscheibe für die Lieferung von in den USA hergestellten Chemikalien und Kunststoffen auf andere Märkte in Afrika zu machen, erklärte Ed Brzytwa, der ACC-Direktor für internationalen Handel.Trotz des verstärkten gesellschaftlichen Gegenwinds, halten die Mineralölunternehmen an ihren Wachstumsplänen fest.
orf.at

Der korrupte Waffenhandel: Die USA und Europa bringen viel Geld nach Afrika, um afrikanische Staaten im Anti-Terror-Kampf zu unterstützen. Allerdings kommt dies korrupten Waffenhändler zu Gute. Afrika sei in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der internationalen Waffenlobby geraten, meint der südafrikanische Autor und ehemalige ANC-Abgeordnete Andrew Feinstein. Er recherchiert seit mehr als 20 Jahren zu internationalen Rüstungsgeschäften. Wo es bewaffnete Konflikte gebe, ausgelöst etwa durch Terrorgruppen wie Boko Haram, oder Bürgerkriege wie im Sudan oder Südsudan, seien die Waffenhändler nicht weit, erklärt Feinstein. In seinem “Waffenhandel: Das globale Geschäft mit dem Tod” hat er über viele Betrugsskandale berichtet. Zusammen mit dem Journalistennetzwerk “Organized Crime and Corruption Reporting Project” (OCCRP), hat er bewiesen, dass im Rahmen von Rüstungsausgaben, durch die der Niger als Teil des G5-Sahel-Bündnisses den Kampf gegen den islamistischen Terror in der Region vorantreiben sollte, sich Geschäftsleute im Niger, aber auch in Russland und in der Ukraine dabei bereichert haben dürften. Denn in vielen Geschäften seien Kommissionen für nigrische Zwischenhändler und Schmiergeldzahlungen für russische oder ukrainische Lieferanten eingeschleust gewesen. Russische Firmen hätten zudem das Geld teilweise in Deutschland gewaschen. Der Niger-Skandal ist kein Einzelfall. Der Anti-Korruptions-Aktivist Paul Holden erläutert, dass es in Afrika noch viel mehr korrupte Waffengeschäfte gebe. Der Waffenhandel sei für 40 Prozent der Korruption im Welthandel verantwortlich.
dw.com

Bitcoins sind in Afrika beliebt: Während für viele der Bitcoin hauptsächlich ein Spekulations- und Investitionsobjekt ist, ist das Volumen monatlicher Bitcoin-Transfers unter 10.000 US-Dollar vom und auf den afrikanischen Kontinent im Juni 2020 auf insgesamt 360 Millionen Dollar angewachsen. Dies haben Chainalysis herausgefunden. Am meisten verwendet würde es in Nigeria, Südafrika und Kenia und seien typisch für Einzelpersonen und kleinere Unternehmen. Grund für die Steigerung sei vor allem, dass sich viele Länder durch eine überdurchschnittlich junge und technikaffine Bevölkerung auszeichnet. Daher würden sich die Menschen Technologien aneignen, die ihr Leben vereinfachen. Da in den meisten afrikanischen Ländern viele Einschränkungen vonseiten der Regierungen herrschten, könne man sich mit Bitcoin darüber hinwegsetzen, erklärt Frankline Kihiu, eine Krypto-Brokerin aus dem kenianischen Nairobi.
t3n.de

– ANGEZÄHLT –

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sueddeutsche.de

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– ZITAT –

„Die Menschen eignen sich Technologien, die ihr Leben vereinfachen, sehr schnell an. In den meisten afrikanischen Ländern herrschen viele Einschränkungen vonseiten der Regierungen. Mit Bitcoin kann man sich darüber hinwegsetzen.“
Frankline Kihiu, Krypto-Brokerin aus dem kenianischen Nairobi, über die Beliebtheit des Bitcoins.
t3n.de

– ZULETZT –

Wieso sich die Corona-Pandemie weniger schnell in Afrika verbreitet: Obwohl sich Experten im Frühjahr noch sicher waren, dass COVID-19 in Afrika zu einer Katastrophe führen würde, hat sich sie sich jedoch dort viel langsamer entwickelt als in Europa oder Amerika. Parasitologin Maria Yazdanbakhsh von der Universität Leiden vermutet, dass das Immunsystem der Menschen in Afrika besonders effektiv reagiere. So wurden letzte Woche in Afrika nur noch 55.000 Neuinfektionen gemeldet, dies entspriche einem Rückgang um 14 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, erklärt John Nkengasong, Präsident der Afrikanischen Zentren für Gesundheitsvorsorge.
deutschlandfunk.de

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