KW 27: Touristen bleiben weiterhin aus, Digitalisierung in den Schulen, Die Afrikanische Union (AU) als Vermittler

– NEWS –

Touristen bleiben weiterhin aus: An der Grenze zwischen Kenia und Tansania steht die große Tierwanderung bevor. Tiere, so weit das Auge reicht. Es ist eines der faszinierendsten Naturschauspiele der Welt. Die Herden bestehen primär aus Gnus, mit ihnen ziehen aber auch Zebras und Gazellen. Der Safaritourismus in Tansania macht ca. 18 Prozent der Gesamtwirtschaft aus, denn er versorgt mehr als 1,1 Millionen Arbeitsplätze. Doch die Safari-Touristen bleiben dieses Jahr auf Grund der Pandemie aus und für viele Staaten droht daher ein wichtiger Geschäftszweig wegzufallen.
fr.de

Digitalisierung in den Schulen: Während der Coronakrise sind auch in Afrika die Schulen geschlossen. Fast 300 Millionen Schüler sind betroffen. Nicht jeder verfügt über einen Internetzugang, weshalb der Unterricht oft übers Radio und Fernsehen statt. Diese Art von Schulprogramm ist in Kenia nichts Neues. Es existiert bereits seit Jahrzehnten. In Folge der Krise erhält die “Ed-Tech-StartUp”- Branche immer mehr Aufmerksamkeit. Ed-Tech steht für “Education-Technologie”. Virtuellen Klassenzimmer sollen in Kooperation mit Mobilfunkanbietern und Universitäten aber auch durch Online-Lernprogramme vorangebracht werden.
faz.net

Die Afrikanische Union (AU) als Vermittler zwischen Äthiopien, Sudan und Ägypten: Noch immer gibt es Auseinandersetzungen zwischen den Anrainerstaaten Äthiopien, dem Sudan und Ägypten. Nachdem letzte Woche die Verhandlungen noch stillstanden, hat sich nun die Afrikanische Union eingeschaltet um zu vermitteln. Die festgefahrene Lage wurde von Experten als Sicherheitsrisiko für die Region eingeschätzt. Nun betonte das Gremium der AU in einer Erklärung, dass mehr als 90 Prozent aller offenen Punkte seien gelöst. Weiterhin Unstimmigkeiten gibt es über die Frage der Füllung des Damms.
handelsblatt.com

Millionenhilfe für den Sudan: Ein Jahr, nachdem Sudans autoritärer Präsident Omar al-Baschir nach 30 Jahren an der Macht vom Militär gestürzt wurde, eine fragile Übergangsregierung aus Militärs und Zivilisten an der Macht ist, will die Internationale Gemeinschaft 150 Millionen Euro Hilfsgelder “den Menschen Sudans und ihrer friedlichen Revolution beiseite zu stehen.” Dies erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einer Online-Geberkonferenz, bei der Deutschland ein Gastgeber war. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnet es als eine Frage des “aufgeklärten Selbstinteresse”, da das Land strategisch wichtig am Scheideweg Afrikas und des Nahen Ostens liege. Würde dem Sudan nicht geholfen werden, könnte dies auch Folgen weit über die Landesgrenzen hinaus haben.
sueddeutsche.de

In Malawi gewinnt Oppositionskandidat die Präsidentenwahl: Das Verfassungsgericht in Malawi hatte die Präsidentenwahl wegen Manipulation annulliert. Nun hat Oppositionskandidat Lazarus Chakwera die Wahl gewonnen. Er studierte Theologie in Malawi, Südafrika und den USA, und arbeitete als Priester einer Pfingstkirche. Der Wahlsieg liegt als historisch, da erstmalig in Afrika ein Oppositionskandidat, nach der gerichtlichen Anordnung einer Neuwahl, diese tatsächlich gewann.
fr.de

Start der digitalen Gesundheitsfürsorge in Nigeria hilft bei der Behandlung von COVID-19-Fällen allafrica.com
Ghana: Coronavirus: Wo steht die ghanaische Wirtschaft jetzt? ghanaweb.com
WHO erklärt Ebola-Epidemie für beendet aerztezeitung.de
Nigerianisches Fintech-Startup-Unternehmen Wallets Africa sichert sich Finanzierungsrunde disrupt-africa.com
Lagos schließt Bars, Nachtclubs aufgrund Missachtung der COVID-19-Verordnung guardian.ng

– BACKGROUND –

Madagaskar: 60 Jahre Unabhängigkeit: Am 26. Juni 1960, nach vorangegangener europäischer Kolonisation, erklärte sich Madagaskar unabhängig vom ehemaligen Kolonialherrscher Frankreich. Doch Armut und soziale Ungleichheit prägen den ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar noch immer. Das Land im Indischen Ozean ist ärmer geworden. Madagaskar – “die grüne Insel” – hat viele Rohstoffe, wie Gold, Saphire, Erze, landwirtschaftliche Flächen und es gibt ausreichend Regen. Doch leider dem Staat fehlen Steuereinnahmen für notwendige Investitionen in die soziale Infrastruktur. Auch seien 95 Prozent der wirtschaftlichen Aktivitäten seien informell. Hohe Korruptionen schreckt vor allem Investoren ab. Weiterhin mangele an strategischem Fokus, besonders für die Entwicklung auf dem Land, erklärt Paul Melly von der britischen Denkfabrik Chatham House. Hinzukommen keine langfristigen Wirtschaftspläne, lediglich spontane Regierungsprogramme kurz vor Wahlkämpfen. Auch das Verhältnis zu den Franzosen ist höchst ambivalent.
dw.com

Das Gabunische Unterhaus hat Entkriminalisierung von gestimmt: Gabun hat am letzten Dienstag für die die Entkriminalisierung von gleichgeschlechtlichem Sex gestimmt. 48 Abgeordnete des Unterhauses des Parlaments unterzeichneten eine vorgeschlagene Initiative zur Überarbeitung eines Artikels eines Gesetzes von 2019, das Homosexualität pönalisierte. Gabun ist nun eines der wenigen Länder in der Subsahara, das sexuelle Beziehungen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts nicht mehr unter Strafe stellt – ein Meilenstein für Schwule und Lesben.
pulse.com.gh

– ANGEZÄHLT –

383.000 Coronafälle gibt es derzeit in Afrika
finanzen.net

– ZITAT –

“Wir hoffen, dass wir keine Massengräber brauchen werden.”
Dr. Zahid Badroodien, Stadtrat von Kapstadt, zum Anstieg der Corona-Neuinfektionen.
702.co.za

– ZULETZT –

Top 10 aktueller Liebesballaden
africa.com

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