KW 16: Viele Tote bei Zugunglück in Ägypten, Feuer am Tafelberg – Mann gesteht Brandstiftung, Somalias Präsident bringt Gesetz zur Verlängerung seiner eigenen Amtszeit auf den Weg

– NEWS –

Viele Tote bei Zugunglück in Ägypten: Bei einem Zugunglück in der ägyptischen Provinz Qalioubia nördlich von Kairo sind am Sonntag elf Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. Nach Angaben der Bahnbehörden entgleisten mindestens vier Zugwaggons bei der Stadt Banha in der Provinz. Das ägyptische Gesundheitsministerium sagte in einer Erklärung, dass mindestens 100 weitere Personen verletzt wurden. Etwa 60 Krankenwagen wurden geschickt, um die Verletzten vom Unfallort in nahe gelegene Krankenhäuser zu bringen. Der Zug war auf dem Weg von der ägyptischen Hauptstadt in die Nildelta-Stadt Mansoura. Es ist das zweite, schwere Zugunglück binnen drei Wochen, als bei dem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Provinz Sohag, mindestens 18 Menschen starben und 200 weitere, darunter auch Kinder, verletzt wurden.
africanews.com

Feuer am Tafelberg – Mann gesteht Brandstiftung: Die Südafrikanische Hauptstadt Kapstadt wird momentan von einem Großbrand heimgesucht. Das Feuer lodert seit mehr als 24 Stunden, kräftige Windböen erschweren die Löscharbeiten. Vom Tafelberg bis hin zu einer Universität wüten die Flammen unkontrolliert. Rund 150 Feuerwehrleute waren am Montag mit dem Brand beschäftigt, der im Kapstädter Tafelberg-Nationalpark begann, Gebäude beschädigte und die Evakuierung von Wanderern aus dem berühmtesten Wahrzeichen der Stadt zur Folge hatte. Inzwischen wurde ein Obdachloser im Zusammenhang mit den „außer Kontrolle geratenen“ Bränden in Kapstadt festgenommen, er soll mittlerweile zugegeben haben, für das Feuer verantwortlich sein zu können.
t-online.de, cnn.com

Somalias Präsident bringt Gesetz zur Verlängerung seiner eigenen Amtszeit auf den Weg: Der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed hat ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, dass ihm die Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre ermöglicht. Mit dem Schritt umging er das somalische Oberhaus. Nach monatelangem Streit über die Abhaltung von Wahlen hatte das Unterhaus am Montag für eine Verlängerung des Mandats von Mohamed gestimmt, um in der Zeit die ersten Direktwahlen vorzubereiten. Der Senatspräsident verurteilte den Schritt jedoch als nicht verfassungsgemäß. Die USA denken über mögliche Sanktionen nach.
dw.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Kapverdische Regierungspartei bleibt nach gewonnener Parlamentswahl an der Macht: Bei den Parlamentswahlen in Kap Verde hat sich die Mitte-Rechts-Formation des scheidenden Premierminister Ulisses Correia e Silva durchgesetzt. Die „Bewegung für Demokratie“ (MpD), gewann 36 der 72 Sitze in der Nationalversammlung, so die Ergebnisse der nationalen Wahlkommission, die fast 98,2 Prozent der Wahllokale erfasste. Die Oppositionspartei PAICV gewann den Hochrechnungen zufolge 26 Sitze.
stern.de, africanews.com

Mindestens 42 Geflohene vor der Küste Dschibutis ertrunken: Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen am Dienstag mitteilte, sind am vergangenen Montag mindestens 42 Personen vor der Küste Dschibutis gekentert und gestorben. Regionaldirektor der IOM für den Osten und das Horn von Afrika, Mohammed Abdiker, mitteilte, waren die Geflüchteten über Schlepper aus dem Jemen gekommen. Das Kentern des Bootes sei bereits zweite Tragödie dieser Art „in etwas mehr als einem Monat“, wie aus einer Pressemitteilung der IOM hervorgeht.
edition.cnn.com

Demokratische Republik Kongo: Neue Regierung, alte Gewalt dw.com
Karliczek: Wir schaffen attraktive Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Afrika finanznachrichten.de
Diese Gründer machen Klimaschutz in Afrika zum profitablen Geschäft handelsblatt.com

– BACKGROUND –

Erst ein Prozent der afrikanischen Bevölkerung geimpft: Lieferengpässe von Pharmaproduzenten und immer neue Impfstops erschweren das Fortschreiten der Impfkampagne in Afrika. Bisher ist erst ein Prozent der Bevölkerung Afrikas geimpft. In Nordamerika liegt die Quote bereits bei über vierzig Prozent. Kritiker sprechen von „Impf-Nationalismus“ oder „Impf-Apartheid“, die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala nannte diesen Zustand „moralisch unvertretbar und einen schweren wirtschaftlichen Schlag.“ Über die Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten die meisten afrikanischen Länder ihre Impfdosen erhalten. Insgesamt 300 bis 350 Millionen Menschen sollen mit Hilfe der Covax-Initiative geimpft werden. Ein paar Länder beziehen zusätzliche Impfdosen direkt von den Herstellern, hinzu kommen noch kleinere Impfstoff-Spenden aus China, Russland, Indien und die Arabischen Emiraten. Auch das Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa-CDC) möchte zusätzliche 400.000 Impfdosen beschaffen. Doch bis es soweit ist, wird es noch lange dauern, da die Impfstoffhersteller immer wieder Lieferengpässe vermelden. Abhilfe könnten eigene Impfstoff-Produktionsstätten schaffen, doch auch die sind nicht von heute auf morgen gebaut. Immer wieder wird auch die Forderung nach einer Freigabe der Impfstoff-Zusammensetzung, nach einer Aufhebung der darauf geltenden Patente vor dem Hintergrund der Pandemie, die auf dem Rücken der bereits benachteiligten ausgetragen wird, laut. Doch bislang verstummten diese Forderungen.
faz.net

Madagaskar funktioniert Schulen zu Krankenhäusern um, um mit der Covid-Welle fertig zu werden: Die Corona-Infektionen in Madagaskar steigen, höchstwahrscheinlich bedingt durch die südafrikanische Variante, stark an. Die Insel befindet sich mitten in der zweiten Welle, Krankenhäuser sind voll, auch behelfsmäßig errichtete Behandlungszentren sind voll. Inzwischen werden auch Schulen und Hotels genutzt, um den vielen Patienten Herr zu werden. Lange Zeit setzte Madagaskars Präsident auf eine lokal hergestellte Kräuterinfusion als „Heilmittel“, doch nach heftiger Kritik schloss sich das Land letzte Woche endlich dem Covax-Programm an. Nach langen Gesprächen mit madagassischen Wissenschaftlern sei man zur Erkenntnis erlangt, Impfungen anzubieten. „Dies ist eine weitere Möglichkeit, die Bevölkerung zu schützen“ so Gesundheitsminister Jean-Louis Rakotovao. Bei einer Einwohnerzahl von etwa 27 Millionen verzeichnet Madagaskar mehr als 24.600 Coronavirus-Infektionen und mindestens 433 Todesfälle.
africanews.com

Namibianisches Gericht versagt Eltern von durch Leihmutter geborenen Zwillingen Reisedokumente: Ein namibisches Gericht hat am Montag den Antrag eines gleichgeschlechtlichen Paares auf Ausstellung von Reisedokumenten für ihre Zwillingstöchter, die von einer südafrikanischen Leihmutter geboren wurden, abgelehnt. Bei der Urteilsverkündung sagte Richter Thomas Masuku, dass es eine „richterliche Anmaßung“ wäre, wenn das Gericht die Einwanderungsbehörde anweisen würde, den vor einem Monat in der südafrikanischen Hafenstadt Durban geborenen Zwillingen Dokumente auszustellen. Die Kinder sind die Töchter eines namibisch-mexikanischen, homosexuellen Paares, aber die namibischen Behörden haben die Ausstellung der Papiere für die Mädchen hinausgezögert. Die südafrikanischen Geburtsurkunden der Mädchen führen die Väter als Eltern auf, doch die namibische Regierung fordert einen „Nachweis einer biologischen Verbindung zwischen den Säuglingen und dem Paar“ und erkennt seine 2014 in Südafrika geschlossene Ehe nicht an. Hintergrund ist, dass Homosexualität in Namibia noch immer ein Straftatbestand ist, auch wenn seit der Unabhängigkeit kein homosexueller Mann mehr wegen des Straftatbestands der „Sodomie“ verurteilt wurde. Homosexuelle Handlungen werden nicht mehr verfolgt, sofern sie in privatem Umfeld stattfinden. Ohne die Dokumente können die Kinder, die momentan mit ihrem Vater in Johannesburg sind, nicht nach Windhoek zum anderen Vater und ihrem zweijährigen Bruder gebracht werden.
france24.com

Uno warnt vor Hungersnot in West- und Zentralafrika: Um bis zu 200 Prozent sind die Lebensmittelpreise in Teilen Afrikas in den letzten Monaten angestiegen, durchschnittlich liegen die Preise in West- und Zentralafrika momentan um 40 Prozent höher als noch vor fünf Jahren. Hinzu kommen die Wirtschaftskrise bedingt durch die Pandemie und verschiedene gewaltsame Konflikte. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt daher vor einer Hungersnot. Sofortiges Handeln und zusätzliche Gelder seien unbedingt erforderlich, sonst würden bald 31 Millionen Menschen Hunger leiden. „Bis sich die Märkte stabilisieren, könnte Lebensmittelhilfe die einzige Hoffnung für Millionen von Familien sein“, sagte Regionaldirektor des Programms für Westafrika, Chris Nikoi. Das Welternährungsprogramm benötigt demnach rund 770 Millionen Dollar (640 Millionen Euro), um die 19 Länder der Region weiter versorgen zu können.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

In Mosambik sind seit dem ersten Angriff der „al-Shabab“-Miliz vor dreieinhalb Jahren mindestens 2700 Menschen getötet worden.
nzz.ch

– ZITAT –
„Als Kirchenführer bin ich glücklich, dass nun aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gehandelt wird.“
Der angesehene evangelische Bischof Msafiri Mbilu zeigt sich in einem Statement hoch erfreut über Tansanias Kehrtwende in der Corona-Politik.
spiegel.de

– ZULETZT –

Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer tot: Ein mutmaßlicher Wilderer wurde am Wochenende im südafrikanischen Krüger-Nationalpark (KNP) von einer Elefantenherde zu Tode getrampelt. Der Verstorbene und seine Komplizen waren wohl auf der Flucht vor Rangern, als sie auf eine brütende Elefantenherde trafen.
africanews.com

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