KW 09: Afrika wappnet sich gegen Corona-Virus, Bundespräsident Steinmeier reist nach Kenia und Sudan, Empörungswelle in Südafrika über Apartheid-Kommentar

– NEWS –

Afrika wappnet sich gegen Corona-Virus: Zwischen China und vielen afrikanischen Staaten sind in den vergangenen Jahren enge Wirtschaftsbeziehungen entstanden. Aus diesen könnten nun akute Gefahrenquellen für die Gesundheitslage in Afrika entstehen. Der gewachsene Personen- und Güterverkehr fordert große Vorsichtsmaßnahmen. Zwischen Kenia und China wurden die Flüge eingestellt, an Flughäfen scannen Wärmekameras die Einreisenden. Auf dem gesamten Kontinent wurde bisher lediglich eine Corona-Infektion in Ägypten festgestellt. Die Weltgesundheitsorganisation nimmt das Risiko sehr ernst. In vielen Ländern Afrikas sind die Gesundheitssysteme schwach.
deutschlandfunk.de

Bundespräsident Steinmeier reist nach Kenia und Sudan: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag seine fünftägige Reise nach Kenia sowie den Sudan angetreten. Kenia gilt als Motor der ostafrikanischen Wirtschaft – Steinmeier möchte sich von den Entwicklungen vor Ort ein besseres Bild machen. Vor allem im Bereich der digitalen Finanzdienstleistungen ist Kenia Vorreiter – bargeldloses Zahlen gehört zur Normalität. Steinmeier bezeichnet den Besuch als “überfällig”. Auch im Sudan wird der Bundespräsident die aktuellen Geschehnisse aus nächster Nähe erleben wollen. In einem Vorabinterview erklärte er, dass er großen Respekt vor den mutigen Transformationen im Land habe.
br.de

Empörungswelle in Südafrika über Apartheid-Kommentar: Der letzte weiße Präsident Südafrikas sorgte für einen Eklat: Frederik Willem de Klerk erklärte in einem Interview, dass die Apartheid kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstelle. Der 84-Jährige Nobelpreisträger löste einen Sturm der Entrüstung aus. Einige Aktivisten forderten, dass sein Nobelpreis aberkannt wird und er inhaftiert wird. De Klerk sah sich infolgedessen zu einem kleinen Rückzieher gedrängt und relativierte seine Aussage leicht. Eine richtige Entschuldigung erfolgte jedoch nicht.
tagesspiegel.de

Togo beendet Präsidentschaftswahl: Im westafrikanischen Land Togo ist am Samstag die Präsidentschaftswahl beendet worden. 3,6 Millionen Bewohner waren wahlberechtigt, ein Ergebnis wird erst im laufe der kommenden Woche erwartet. Regierungschef Fauré Gnassingbé hat gute Chancen auf eine Wiederwahl, obwohl er bereits seit 15 Jahren an der Macht ist. Er kam 2005 nach dem Tod seines Vaters mithilfe des Militärs an die Macht. Eine Verfassungsreform ermöglich es, dass er zwei weitere Amtszeiten das Land führen darf. Der frühere Regierungschef Agbéyomé Messan Kodjo kandidierte ebenfalls – ihm werden jedoch schlechte Chancen zugerechnet.
nau.ch

Ruandischer Musiker und Oppositioneller stirbt in U-Haft: Der Musiker und Aktivist Kizito Mihigo soll sich in Ruanda nach drei Tagen in Untersuchungshaft das Leben genommen haben. Zweifel an der offiziellen Darstellung zum Tod des 38-Jährigen wachsen. Mihigo war 2014 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er an einer Verschwörung zur Ermordung des Präsidenten Robert Kagame mitgewirkt haben soll. 2018 wurde er jedoch begnadigt. Kürzlich wurde er jedoch wieder unter dem Vorwurf festgenommen, dass er sich nach Burundi absetzen und dort den Milizen im Kampf gegen Ruanda anschließen wolle.
spiegel.de

Baden-Württemberg will Kooperationen mit Äthiopien ankurbeln: Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut berichtet von der Eröffnung des zweiten Landesbüros in Äthiopien. Das Land habe laut der Politikerin ein großes Potenzial für wirtschaftliche Entwicklung. Die Friedensbestrebungen des Präsidenten Abiy Ahmed würden das wirtschaftliche Umfeld fördern. Im Baden-Württemberg-Büro in Addis Abeba können sich Unternehmer über mögliche Kooperationen zwischen beiden Ländern und Markteintrittsstrategien informieren.
sueddeutsche.de

Wie Marokko Technologie aus Afrika für Afrika fördert schwaebische.de
Wenig Hoffnung auf Wandel in Westafrikas ältester Familiendiktatur dw.com
Unruhiges Wahljahr in Afrika neues-deutschland.de
Welthungerhilfe fürchtet “apokalyptische” Folgen der Heuschreckenplage in Afrika wz.de

– BACKGROUND –

Sudan unterstützen – Darfur sichern: In einem Gastbeitrag erklären Wibke Hansen, Leiterin des Bereichs Analyse beim Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZiF) und Volker Perthes, Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), dass es richtig ist die Transformation Sudans zu begleiten und zu fördern. Der wirtschaftliche Aufschwung stärkt Zivilgesellschaft und Stabilität, das Land habe klare Bestrebungen die Vergangenheit zu bewältigen. Gleichzeitig müsse die internationale Staatengemeinschaft darauf beharren, die UN-Blauhelmmission in Darfur zu verlängern. Dort befinden sich 1,8 Millionen Binnenvertriebene, für deren Sicherheit gesorgt werden müsse.
tagesspiegel.de

Hass im Internet wird immer stärker reguliert – Kritiker befürchten Zensur: In Äthiopien wurde ein Gesetz gegen Hass im Internet vorgelegt, das Hetze und Gewaltaufrufe in sozialen Medien kontrollieren soll. Noch bevor es allerdings in Kraft getreten ist, befürchten Journalisten, dass es zu Zensur und Unterdrückung kommen könne. Immer mehr afrikanische Staaten nehmen sich das deutsche Netzdurchsuchungsgesetz zum Vorbild, um gegen Aggression im Internet vorzugehen – allerdings besteht die Tendenz, dass Regime autokratisch agieren und Journalisten und Oppositionelle mundtot machen.
dw.com

Sicherheitslage in Nigeria verschärft sich: Terrorismus und Gewalt führen zu wachsenden Problemen in Nigeria. Eine Analyse der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung deutet darauf hin, dass gewalttätige Kräfte das System zunehmend destabilisieren. Die Armut und demographische Entwicklung bieten den perfekten Nährboden für mehr Gewalt und Eskalation. Islamistische Terroristen sind dabei nicht die einzigen gefährlichen Akteure, bewaffnete Banden drangsalieren vor allem den Norden des Landes.
kas.de

Fotograf Olaf Heine widmet sich Ruandas Frauen: Olaf Heine ist nach Ruanda gereist und hat Frauen und ihre Töchter fotografiert – im Kern stand dabei immer der Bürgerkrieg zwischen Hutu und Tutsi. Ruandas Frauen sind ein treibender Motor in der Wirtschaft und haben den höchsten Parlamentsanteil der ganzen Welt, doch im Alltag gibt es eine Reihe von herausfordernden Nuancen. Heine hat die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern festgehalten, die sich den Fragen stellen müssen wer ihre Väter sind, wie viele Vergewaltigungen es gab und was der Konflikt für Spuren hinterließ.
n-tv.de

– ANGEZÄHLT –

75 Prozent der Afrikaner sind jünger als 35 Jahre.
derstandard.de

– ZITAT –

“Wichtig wäre es, dass wir europäisch gemeinsam auftreten und nicht wieder jeder sein Einzelangebot abgibt.”
Entwicklungsminister Gerd Müller fordert eine gemeinsame Afrika-Strategie der EU.
stimme.de

– ZULETZT –

Tennis-Profi Federer möchte wieder in Afrika spielen: Am 7. Februar spielten die Tennis-Profis Roger Federer und Rafael Nadal im südafrikanischen Kapstadt. Federer erklärte, es sei für ihn ein Traum gewesen in Afrika zu spielen und er sei stolz gewesen, dass das Interesse am Sport so groß gewesen sei, dass die Stadiontickets schnell ausverkauft waren. Der Profi-Sportler kündigte an, nach Afrika zurückkehren zu wollen für weitere Spiele.
tennisworldde.com

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