KW 02: Müller fordert EU-Klimapartnerschaft mit Afrika, Regierungskritiker in Algerien freigelassen, US-Botschafter verlässt Sambia wegen Streit um LGBTI-Rechte

– NEWS –

Müller fordert EU-Klimapartnerschaft mit Afrika: Entwicklungsminister Gerd Müller hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen aufgefordert, Afrika stärker in ihren Green Deal mit einzubeziehen. „Von der neuen EU-Kommission erwarte ich im Rahmen des Green Deal ein ambitioniertes Investitions- und Innovationsprogramm für den Ausbau erneuerbarer Energie in Afrika“, sagte er. Als erster Schritt sollten im neuen Jahr gemeinsame Forschungsplattformen aufgebaut werden, vor allem in Nordafrika.
handelsblatt.com

Regierungskritiker in Algerien freigelassen: In Algerien sind 76 Regierungskritiker aus der Haft entlassen worden. Wie das Staatsfernsehen berichtet, handelt es sich um 75 Mitglieder der Protestbewegung “Hirak” sowie um den Kriegsveteranen Lakhdar Bouregaa, der sechs Monate im Gefängnis saß. Dessen Prozess wurde jedoch nur aufgeschoben. Ihm wird die Beleidigung staatlicher Institutionen vorgeworfen. Bouregaas Anhänger führten die Inhaftierung dagegen auf dessen Kritik an Armeechef Ahmed Gaid Salah zurück, der nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika im April zum starken Mann des Staates geworden war und vor kurzem starb.
dw.com

US-Botschafter verlässt Sambia wegen Streit um LGBTI-Rechte: US-Botschafter Daniel Foote hat Sambia wegen des Streits um LGBTI-Rechte verlassen. Grund dafür war die Kritik Footes an der homophoben Gesetzgebung Sambias. Die sambische Regierung hatte explizit um die Absetzung Footes gebeten. Unmittelbar vor seinem Abflug hatte Foote in einer Erklärung den sambischen Präsidenten Edgar Lungu aufgefordert, den Ruf des Landes als starke Demokratie wiederherzustellen und eine Verschlechterung bei den Menschenrechten zu vermeiden.
tagesspiegel.de

Anschlag auf Schulbus in Burkina Faso: Dschihadisten haben einen Anschlag auf einen Schulbus verübt. 14 Menschen starben, die meisten davon Schüler und Schülerinnen, die aus den Weihnachtsferien kamen. Der Bus war in einem Konvoi mit zwei anderen Bussen unterwegs. Der Anschlag erfolgte in der Provinz Sourou nahe der Grenze zu Mali, wo islamistische Gruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und zum “Islamischen Staat” (IS) ihre Überfälle und Attentate in der Vergangenheit deutlich steigerten.
dw.com

Al-Shabaab greift kenianische Militärbasis an: Die islamistische Al-Shabaab-Miliz hat nach eigenen Angaben einen Militärstützpunkt in Kenia angegriffen, der auch von US-Soldaten genutzt wird. Kenia unterstütz Somalia im Kampf gegen die Islamisten. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) bestätigte den Angriff ebenfalls.
zeit.de

Militärschlag gegen Terrormiliz in Somalia: Der somalischen Armee ist ein Schlag gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz gelungen. Somalische Elite-Soldaten haben im Süden des ostafrikanischen Landes nach eigenen Angaben 30 Milizionäre getötet und mehrere mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge zerstört. Unter den Toten sei auch ein ranghoher Offizier der Dschihadisten. Der Militärschlag gegen die Miliz folgte nur Tage nach dem verheerenden Sprengstoffanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu mit mehr als 80 Toten und vielen Verletzten.
dw.com

Werden Afrikas Waffen jemals schweigen? dw.com
Kohle-Boom in Subsahara-Afrika oekonews.at
5 Ideen gegen Wasser- und Nahrungsknappheit in Afrika spektrum.de
Filmemacher Milo Rau: „Illegale Flüchtlinge aus Afrika sind die modernen Sklaven“ deutschlandfunk.de

– BACKGROUND –

Hightech gegen Malaria: Brian Gitta aus Uganda ist Malaria-Patient und Informatiker. Da er an seinem eigenen Leib die Krankheit erfahren musste, widmete er sich deren Bekämpfung. Dafür gründete er ein Start-Up und entwickelte einen Sensor, mit dem die Krankheit schnelle erkannt werden soll. Es reicht einen Finger in den Sensor zu legen und mittels Magnetismus und Lichtstreuung können die Erreger identifiziert werden. Ein aufwendiger Bluttest würde so überflüssig. Noch ist der Sensor jedoch nicht zertifiziert.
derstandard.at

Russische Kirche bricht mit Alexandria: Das Schisma zwischen der ukrainischen und der russischen Kirche erreicht Ägypten. Nachdem die ägyptische orthodoxe Kirche die ukrainische anerkannt hatte, beendete Moskau die Kirchengemeinschaft mit Alexandria. Da kanonische Kirchen der Orthodoxie das Territorialprinzip achten, kann es in jedem Teil der Erde nur eine orthodoxe Kirche geben. Der Bruch mit Alexandria ermöglicht es dem Moskauer Patriarchat in ganz Afrika eigene Pfarreien und Bistümer zu errichten, was auch beschlossen wurde. Entsprechende Ankündigungen hatte Metropolit Hilarion, der „Außenminister“ des Moskauer Patriarchats, bereits im Vorfeld gemacht.
katholisch.info

Wie Botswana zum Erfolgsmodell wurde: Botswana gilt als eins der Vorzeigender des afrikanischen Kontinents. In Korruptionsindizes schneidet das Land besser ab als Spanien oder Polen und auch die Gesundheitsversorgung ist gut. Der letzte Krieg fand 1852 statt. Grund dafür ist, dass das Land seit der Unabhängigkeit 1966 strategisch gut mit seinen Ressourcen umgegangen ist. Anderswo mag Ressourcenreichtum die Quelle von Misswirtschaft sein. Botswana schaffte es, alle in die Einnahmen mit einzubeziehen und sie sinnvoll zu investieren. Nicht zu Letzt in Bildung und Infrastruktur, wovon alle in dem Land profitieren.
spiegel.de

– ANGEZÄHLT –

Auf 2,2 Milliarden Dollar wird das Vermögen der reichsten Frau Afrikas, Isabel dos Santos, geschätzt. Nun hat es die angolanische Regierung eingefroren. Sie fordert nach Korruptionsvorwürfen eine Milliarde von dos Santos zurück.
sueddeutsche.de

– ZITAT –

“Es gibt auch sehr erfolgreiche Länder in Afrika.”
Axel van Trotsenburg von der Weltbank ist überzeugt davon, dass sich afrikanische Staaten nicht langsamer entwickelten als europäische. Sie hätten nur später damit begonnen.
diepresse.com

– ZULETZT –

Voodoo-Ausstellung in Hildesheim: Das Roemer- und Pelizäus-Museum in Hildesheim widmet der afrikanisch-karibischen Voodoo-Religion eine eigene Ausstellung. Darin zeigt sie über 1.200 Exponate rund um den Glauben. Dabei will sie auf die Vielseitigkeit der Religion aufmerksam machen und gegen das Klischee ankämpfen, Voodoo sei nur auf den Schaden anderer ausgerichtet. Nicht die Schwarze Magie steht im Vordergrund, sondern die Offenheit und Freundlichkeit der Religion und ihrer Anhänger.
deutschlandfunkkultur.de

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