KW 48: Omikron wütet, Afrikapolitik der Ampel, Kostenlose Impfdosen für Afrika

– NEWS –

Gewalt und Konflikte in Afrika: Aufgrund von Gewalt und bewaffneten Konflikten sind rund 26 Millionen Menschen in Afrika von humanitärer und medizinischer Hilfe abgeschnitten. Das teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) mit. Hilfsorganisationen hätten demnach nur begrenzten Zugang zu 16,8 Millionen Menschen in der Sahel-Zone und der Region um den Tschadsee im Norden des Kontinents, zu 5,5 Millionen Menschen in Ostafrika sowie zu 1,5 Millionen Menschen in Zentralafrika.
merkur.de

Afrikapolitik der Ampel: Migration, Entwicklung, Sicherheit: Mit der Ampel-Koalition dürfte sich Deutschlands Afrikapolitik wenig ändern. Doch ein Lieblingsprojekt der Merkel-Regierung fehlt im Koalitionsvertrag. Sehr zum Ärger der Wirtschaft. Mit einem Fonds für deutsche Investitionen in Afrika, besseren Risikoabsicherungen für deutsche Firmen und anderen Maßnahmen wollte Merkel nämlich vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika ausbauen. Im neuen Koalitionsvertrag kommt das Wort „Afrika“ nur vier Mal vor. Kein guter Schnitt – der letzte Vertrag von CDU und SPD erwähnte den Kontinent elf Mal mehr. „Gegenüber dem Koalitionsvertrag der Großen Koalition ist die Afrikapolitik ein Randthema“, klagt etwa der deutsche Afrika-Experte Robert Kappel im DW-Interview.
dw.com

Schwere Dürre am Horn von Afrika: Somalias Regierung hat den humanitären Notstand ausgerufen und bittet angesichts einer sich verschlimmernden Dürre um internationale Hilfe. 80 Prozent der Landesfläche seien betroffen. Die Region am Horn von Afrika und etwas südlich davon habe gewöhnlich zwei Regenzeiten im Jahr, schreibt Chris Funk von der Universität Kaliforniens in Santa Barrara in der Zeitschrift Conversation. Vor 1999, schreibt Funk, habe es alle fünf oder sechs Jahre eine schlechte Frühjahrs-Regenzeit gegeben, doch inzwischen treten diese alle zwei bis drei Jahre auf.
heise.de

– Anzeige –
Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

Äthiopiens Regierungschef Abiy bei seinen Truppen an der Front: Als Ministerpräsident ist Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmad auch Oberbefehlshaber der Truppen. Nach Angaben eines Sprechers befindet er sich seit Dienstag an der Front bei den Regierungssoldaten. Die Amtsgeschäfte führt sein Stellvertreter Demeke Mekonnen. Angesichts der zunehmenden Aufrufe von ausländischen Botschaften an die in Äthiopien lebenden Bürger ihrer Länder, das Land möglichst umgehend zu verlassen, sprach der Regierungssprecher von „psychologischer Kriegsführung“ gegen Äthiopien.
dw.com

China stellt Afrika kostenlos Impfdosen zur Verfügung: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Chinas Präsident Xi Jinping dem afrikanischen Kontinent eine Milliarde Impfdosen in Aussicht gestellt. 600 Millionen davon wolle sein Land kostenlos zur Verfügung stellen, sagte Xi in einer Videobotschaft für das aktuell im Senegal stattfindende China-Afrika-Kooperationsforum. Weitere 400 Millionen sollten Unternehmen beider Seiten gemeinsam produzieren. Ziel sei es, die Impfquote in Afrika zu erhöhen.
deutschlandfunk.de

Anschlag vor einer Schule in Somalia: Mindestens acht Menschen sind getötet worden, als in der Nähe eines Schulgebäudes die in einem Auto versteckte Bombe explodierte. 17 Menschen wurden nach Polizeiangaben bei dem Anschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu verletzt, darunter elf Kinder. Einige von ihnen sind schwer verletzt. Die Wucht der Detonation im morgendlichen Berufsverkehr habe einen Teil des Gebäudes einstürzen lassen, hieß es weiter. Die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierte über ihr Sprachrohr Radio Andalus den Anschlag für sich.
dw.com

Internationale Organisationen fordern, dass Impfstoffspenden an Afrika zuverlässiger werden müssen rnd.de
„Besorgniserregende Variante“: Von der Leyen will Flugverkehr aus Süden Afrikas in die EU stoppen sn.at
Außenministerium ruft Österreicher aus südlichem Afrika zurück diepresse.com
US-Immunologe Anthony Fauci schließt Einschränkung von Reisen aus dem südlichen Afrika in die USA nicht aus n-tv.de
Afrikamera Filmfestival zeigt urbane afrikanische Lebensgeschichten rbb24.de

– BACKGROUND –

Forschungsprojekt: Netzunabhängige Energieversorgung für Krankenhäuser in Afrika: Mit einem Budget von acht Millionen Euro soll das Projekt SophiA solare Containerlösungen für Krankenhäuser in Afrika entwickeln. Dabei sollen Solarthermie und Photovoltaik Energie für Strom, Heizung und Kühlung liefern und sauberes Trinkwasser bereitstellen. Darüber hinaus wollen die Expert:innen ein so genanntes PV-MedPort entwickeln, eine einfache und zu 100 Prozent solarbetriebene Lösung. Diese soll als mobile Gesundheitsstation in kleinen abgelegenen Gebieten dienen. Man will sie unter vier verschiedenen geografischen und klimatischen Bedingungen in Afrika testen.
solarserver.de

Kaum medizinisches Personal in Afrika gegen SARS-CoV-2 geimpft: Im Kampf gegen Corona sind viele Ärzte, Krankenschwestern und anderes medizinisches Personal in den Ländern Afrikas selbst nur unzureichend geschützt. Nach Angaben der Weltgesundheit­sorganisation WHO sind auf dem Kontinent bisher lediglich 27 Prozent des medizinischen Personals voll gegen COVID geimpft.
aerzteblatt.de

Omikron-Variante bedroht auch Südafrikas Wirtschaft: In kürzester Zeit haben etliche Länder darauf reagiert, dass südafrikanische Wissenschaftler eine neue Variante entdeckt haben. Die EU, die USA, Israel, Singapur, Mauritius und weitere Länder erließen innerhalb von einem Tag Reiserestriktionen für das südliche Afrika, nachdem weniger als 100 Menschen mit der neuen Variante positiv getestet wurden. Doch in Südafrika ist die Angst vor den Maßnahmen größer als die Angst vor der Mutante. Grund sind fehlende Einnahmen durch den Tourismus.
dw.com

Das Verhältnis zwischen China und Afrika trübt sich ein: Schon bald soll am Black Johnson Beach an der Küste des einstigen westafrikanischen Bürgerkriegsstaates Sierra Leone ein 55 Millionen Dollar teurer, von China finanzierter Fischereihafen entstehen. Der Hafen soll Teil der „Neuen Seidenstraße“ sein, durch die Chinas Staatschef Xi Jinping Südost- und Zentralasien mit Europa und Teilen von Afrika verbinden will. Allerdings ist das Vorhaben aus Umweltgründen heftig umstritten. Viele Einheimische befürchten etwa, dass sich China ohne größere Rücksicht auf den Tourismus die reichen Ressourcen Sierra Leones einverleiben möchte.
handelsblatt.com

– ANGEZÄHLT –

Erst 6,6 Prozent der Bevölkerung in Afrika sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Trend bei den Neuinfektionen zeigt insgesamt zwar nach unten, in mehreren Staaten des Kontinents hat sich aber eine vierte Corona-Welle ausgebreitet, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Sorgen bereiten neben der niedrigen Impfquote auch offiziell bisher unbestätigte Berichte über eine neue Virusvariante, die in Südafrika aufgetreten sein soll, wo die Infektionszahlen langsam wieder steigen.
rnd.de

– Anzeige –
Wie gestalten die mächtigen Frauen die Welt?
Auf female-leader.net gibt es mehr als Klischees.

– ZITAT –

„Die ganze Zeit reden wir davon, dass auch der Rest der Welt nicht sicher ist, solange weite Teile der afrikanischen Bevölkerung ungeimpft sind. Nun ist es soweit. Hoffentlich führt Omikron dazu, dass die reicheren Länder mal umdenken“,
sagt die Epidemiologin Catherine Kyobutungi, die das Africa Population and Health Research Center leitet.
spiegel.de

– ZULETZT –

Omikron – die erste Variante, die auf Twitter wirbt: Die Entwicklungen der Corona-Lage hat ein anonymer Twitter-Nutzer zum Anlass genommen, ein Profil für die Variante zu erstellen. „Hier twittert die neue SARS-CoV-2-Variante über ihre Tour durch Deutschland“, heißt es in der Biografie. Bereits an dieser Aussage wird ersichtlich, von welchem Ton der Account geprägt ist. Die Beiträge haben bereits viele Reaktionen erhalten, die Nutzer steigen auf die ironische Art ein.
t-online.de

Newsletter abonnieren
Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten wöchetlich den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen aus Afrika:
Vorherige Ausgaben

Weitere Politbriefings

Unsere Digibriefings