KW51: Ägyptische Firmen bauen Megadamm in Tansania, IS tötet sechs Geiseln in Libyen, Saudi-Arabien sagt Tunesien Finanzhilfen zu

– NEWS –

Ägyptische Firmen bauen Megadamm in Tansania: Laut dem Tansanischen Energieminister Medard Kalemani werden die ägyptischen Firmen El Sewedy Electric Co und Arab Contractors den Zuschlag für den Bau eines 3 Milliarden Dollar schweren Megadamms in einem Naturschutzgebiet in Tansania bekommen. Aufgrund seiner Lage stieß das Projekt auf heftige Kritik von Naturschützern. Die Unterzeichnung des Vertrags wurde live im Fernsehen übertragen. Der Damm hat eine Kapazität von 2,115 Megawatt und würde somit die Energieproduktion Tansanias verdoppeln. Das Selous Game Reserve ist mit einer Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern eines der größten afrikanischen Naturreservate. Elefanten, schwarze Nilpferde und Giraffen leben unter anderem dort. Die Auswirkungen des Dammes auf die örtlichen Ökosysteme wären fatal.
africanews.com

IS tötet sechs Geiseln in Libyen: Dschihadisten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ haben in Libyen sechs Geiseln getötet. Diese wurden Ende Oktober in einer Polizeistation in dem Ort Al-Fukaha im Zentrum Libyens gefangen genommen, es handelt sich dabei vermutlich um Anhänger des libyschen Generals Chalifa Haftar, dessen Armee den IS bekämpft. Die Vereinten Nationen verurteilten die Tat, das libysche Parlament forderte eine Militäroperation, um weitere Geiseln aus den Fangen des IS zu befreien. Seit 2011 herrscht in Libyen Bürgerkrieg.
dw.com

Saudi-Arabien sagt Tunesien Finanzhilfen zu: Der tunesische Premierminister Youssef Chahed reiste am Samstag in die Saudi-Arabische Hauptstadt Riyadh, um die Zusammenarbeit zwischen den Beiden Ländern in den Bereichen Wirtschaft, Militärkooperation und Terrorismusbekämpfung zu besprechen. Saudi-Arabien sicherte dem nordafrikanischen Land Finanzhilfen in Höhe von rund 830 Millionen US-Dollar zu. Laut Chahed sollen diese in Tunesien in die Finanzierung des Finanzhaushaltes, des Außenhandels sowie sozialer und wirtschaftlicher Projekte investiert werden. Tunesien steht unter dem Druck des IWF, sein Haushaltsdefizit zu senken.
maghreb-post.de

Ghandi-Statue von Universität in Ghana entfernt: In der ghanaischen Hauptstadt Accra wurde eine Statue des berühmten indischen Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Grandi entfernt. Hintergrund ist eine Petition, welche kurz nach der Enthüllung der Statue durch den damaligen indischen Präsidenten Pranab Mukherjee ins Leben gerufen wurde. Ghandi sei ein Rassist, afrikanischen Helden solle Vorrang gewährt werden. Die Universität bestätigte die Entfernung der Statue. Ghandi erlangte Berühmtheit mit seinem Kampf für die indische Unabhängigkeit und lebte auch in Südafrika – dort machte er abfällige Bemerkungen über schwarze Afrikaner und bezeichnete Inder als überlegen.
bbc.com

Amtsenthebungsverfahren gegen somalischen Präsidenten gescheitert africanews.com
Erster Royal Air Maroc Dreamliner gelandet maghreb-post.de
Mehr Migranten in Gefahr nach Stop von Aquarius-Einsatz aljazeera.com
Ehemaligem gambischen Präsident Yahya Jammeh wird Einreise in USA verweigert aljazeera.com

– BACKGROUND –

Demokratische Republik Kongo – Anspannung vor Wahlen steigt: Am 23. Dezember stehen im Kongo Präsidentenwahlen an. Die Angst vor Gewalt ist groß. Erst kürzlich sind 23.000 neuartige Wahlmaschinen bei einem Großbrand in einem Lager zerstört werden. Wahlmaschinen aus anderen Landesteilen sollen nun in die Hauptstadt Kinshasa gebracht werden.Viele Menschen sind mit der Regierung von Präsident Joseph Kabila unzufrieden, erst nach 2 Jahren gab er den Weg für die Wahl eines Amtsnachfolgers frei. Die Opposition ist schwach und gespalten, wenige erhoffen sich nachhaltigen Wandel durch einen neuen Präsidenten. Für zusätzliche Anspannung im Wahlkampf sorgt der jüngste Ebola-Ausbruch im Kongo.
dw.com

Der Nutzen des neuen TGV für Marokko: Letzten Monat wurde in Marokko die neue TGV-Strecke eröffnet, welche die Städte Tangier und Casablanca an der Westküste Marokkos in weniger als zwei Stunden verbinden soll. Es ist der erste Hochgeschwindigkeitszug Afrikas, nach französischem Vorbild. Das Projekte kostete rund 2 Milliarden US-Dollar und wird als Zeichen Marokkos gewertet, dass man es mit der Modernisierung der Infrastruktur ernst meint. Befürworter des Projekts begrüßen die Signale, die der neue Zug an Investoren und die Wirtschaft sendet. Doch Kritiker weisen darauf hin, dass Marokko im Gegensatz zu seinen afrikanischen Nachbarn laut HDI geringer entwickelt ist und sich mit dem Projekt übernehmen und verkalkulieren könnte – der Großteil der Finanzierung stammt aus dem Ausland und muss zurückgezahlt werden. Auch Passagierzahlen könnten geringer ausfallen als erhofft.
theguardian.com

Wie Nigerias Elite schlechte Bildung vermeidet: Der nigerianische Journalist Sola Odunfa äußert sich zu den Plänen der nigerianischen Regierung, Kindern von Staatsbeamten zu verbieten, ihre Bildung im Ausland zu absolvieren. Odunfa kritisiert die Zustände an nigerianischen Universitäten, welche von Unterfinanzierung und Streiks geplagt sind. Viele Studenten absolvieren ihr Studium mit großer Verzögerung. Bis zu 2.7 Milliarden Dollar sollen dem Staat durch die Abwanderung von Studenten in Nachbarländer oder in die USA und Europa verloren gegangen sein. Der Gesetzesentwurf wurde jedoch schnell wieder verworfen – er schränke das Recht auf freie Bewegung ein.
bbc.com

– ANGEZÄHLT –

Rund 3600 Menschen sollen seit dem Beginn des Konfliktes zwischen Bauern und Halbnomaden in Nigeria getötet worden sein. Dies gab die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bekannt. Der Konflikt entbrannte aufgrund von mangelndem Zugang zu bebaubaren Flächen und Wasser.
aljazeera.com

– ZITAT –

„Das Pyramid fuck-Foto war die dümmste Idee meines Lebens. Die westliche, privilegierte Jugend in seiner schlimmsten Form. Fehlte nur noch ein Joint und eine Flasche Wodka.“

Der Däne Andreas Hvid sorgte in Ägypten mit seinen Sex-Fotos auf der Pyramide von Gizeh für Empörung. Mittlerweile bereut er seine Idee.
watson.de

– ZULETZT –

4400 Jahre altes Grab bei Kairo entdeckt: Bei Kairo ist in der alten Totenstadt von Saqqara ein gut erhaltenes Grab mit Hieroglyphen und Statuen entdeckt worden, dessen Alter auf 4.400 Jahre geschätzt wird. Ausgrabungsleiter Mostafa Waziri zeigte sich erstaunt über den unberührten Zustand des Grabes und ist zuversichtlich, dass viele Objekte im Inneren der Grabstätte zu finden sein werden. Das Grab stammt aus der Zeit der Fünften Dynastie des Alten Königreichs.
euronews.de

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