KW 25: Drastischer Anstieg von Vergewaltigungen in Nigeria, Freie Bahn für Wilderer, Transparente und rechtssicher Grundbucheinträge durch Blockchain

NEWS

Drastischer Anstieg von Vergewaltigungen in Nigeria: In der Pandemie hat sich die Zahl der Vergewaltigungen verdreifacht, weshalb das Land nun den Ausnahmezustand ausgerufen hat. Nigerias Frauenministerin Pauline Tallen sagte, dass sie es außer mit der Corona-Pandemie noch mit einer Epidemie der Gewalt gegen Frauen zu tun haben. Allein in fünf der 36 Bundesstaaten wurden 253 Fälle sexueller Gewalt registriert. Laut Amnesty Internationals Landesdirektorin für Nigeria, Osai Ojigho seien Frauen nirgendwo mehr sicher – weder zu Hause noch in den Schulen, in den Kirchen, in den Polizeizellen oder Flüchtlingslagern.
tagesspiegel.de

Freie Bahn für Wilderer: Auch die Tierwelt erliegt den Konsequenzen der Corona-Krise: Das Ausbleiben von Touristen in den Nationalparks, treibt das Jagen der Wilderer nun nahezu unbemerkt voran. Die Anwesenheit von Besuchern schütze die Tiere, so Sandra Claassen, die in Kapstadt das Reiseunternehmen „Elela Africa“ betreibt und sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert hat. Während Tansania den Reiseverkehr wieder zugelassen hat, hält die südafrikanische Regierung aus Angst vor dem Coronavirus seine Grenzen für Urlauber geschlossen und will sie erst wieder im nächsten Februar für den Tourismus öffnen.
faz.net

Transparente und rechtssicher Grundbucheinträge durch Blockchain: Möchte man sich in Afrika ein Stück Land kaufen, fehlt dem Käufer meist Rechtssicherheit darüber, ob der Verkäufer tatsächlich Eigentümer gewesen ist oder das Land bereits verkauft wurde – der Verkäufer selbst steht oft nicht als Eigentümer im Grundbuch. Besitzverhältnisse werden oft unter der Hand und durch Bestechungen von Beamten geklärt. In einigen Ländern wie Uganda, Ghana oder Nigeria gibt es bereits einige Projekte, die die Landregistrierung mit Blockchain-Technik sicher machen wollen. Es sind vor allem Start-Up, die solche Projekte initiieren. Bei Blockchain handelt es sich um eine Art digitales Register, in dem komplette Daten einer Transaktion gespeichert werden, die für alle in Echtzeit einsehbar sind und nicht verändert werden können.
spiegel.de

Dschihadisten töten Dorfbewohner in Nigeria: Durch Angriffe der Terrorgruppe “Islamischer Staat Westafrika-Provinz” (ISWAP) sind im Norden Nigerias in der Ortschaft Usmanti 29 Tote ums Leben gekommen. Auch kam es in der Stadt Monguno zu schweren Anschlägen, in denen die Extremisten die nigerianische Armee überrannten, Gefangene aus einer Polizeistation befreiten und ein Lager mit Hilfsgütern der Vereinten Nation niederbrannten.
dw.com

Wer kommt in den UN-Sicherheitsrat? Wer für die Nachfolge Südafrikas im UN-Sicherheitsrat antretet wird am 17. Juni in New York entschieden. Im Vorfeld verständigt sich die Afrikanische Union auf einen gemeinsamen Kandidaten. Nur wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung der UN-Generalversammlung sind die diplomatischen Fronten verhärtet. Denn immer noch weigert sich Dschibuti, seine Kandidatur zurück zu ziehen, obwohl die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union (AU) im Februar Kenia in geheimer Wahl für den afrikanischen Platz im UN-Sicherheitsrat nominiert hatten.
dw.com

Afrozensus: Schwarze Perspektiven sichtbar machen deutschlandfunknova.de
„Politiker*innen tun mitunter so, als ob es uns nicht gibt“ jetzt.de
Rassismus: Europa ist nicht unschuldig dw.com
Auch in Afrikanern stecken Neandertaler scinexx.de

– BACKGROUND –

UN-Chef fordert Untersuchung des libyschen Massengrabes: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat sich zutiefst schockiert über die Entdeckung von Massengräbern in Libyen in den letzten Tagen geäußert, und zwar auf einem Gebiet, das sich vor kurzem in den Händen der so genannten oppositionellen Libyschen Nationalarmee (LNA) unter Führung von General Khalifa Haftar befand.
spiegel.de

Gemeinsame Koalition gegen Islamisten in der Sahelzone: Im Herzen von Mali wollen islamistische Gotteskrieger ein Kalifat errichten. In anderen Ländern der Sahelzone sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen “Islamischer Staat” (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. Der UN-Stabilisierungseinsatz MINUSMA soll in Mali ausgebaut werden. An der Koalition sind neben Frankreich auch Mali, Burkina Faso, der Tschad, Niger und Mauretanien beteiligt.
dw.com, deutschlandfunk.de

Corona Pandemie – in Afrika machen sich die gesellschaftliche Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern besonders deutlich: Viele Frauen wollen Benachteiligung nicht mehr hinnehmen und setzen sich daher füreinander ein. Die simbabwische Soziologin Martha Mutisi hat das Frauenförderungsprogramm “Women, Peace and Security” (WPS) konzipiert, worüber Frauenorganisationen in möglichst vielen Ländern Subsahara-Afrikas vernetzt und Plattformen geschaffen werden sollen, die den Frauen eine Stimme geben und ihre Beteiligung an den Regierungsentscheidungen stärken sollen.
dw.com

Inmitten der Herausforderungen von COVID-19 bleibt die UNO in ganz Zentralafrika einsatzbereit: Die Coronavirus-Pandemie habe die wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Herausforderungen, denen sich Staaten und regionale Institutionen in ganz Zentralafrika konfrontiert sehen, verschärft, so der regionale UN-Gesandte am Freitag vor dem Sicherheitsrat. Der Sonderbeauftragte betonte aber auch, dass die zentralafrikanischen Staaten verstärkte Anstrengungen unternommen haben, um “die verantwortungsvolle Staatsführung zu verbessern und auf herausfordernde interne Situationen zu reagieren, die ihre Stabilität bedrohen”.
news.un.org

– ANGEZÄHLT –

93 Prozent der weltweiten Malaria-Fälle werden in Afrika diagnostiziert.
vaticannews.va

– ZITAT –

“Die Corona-Pandemie verschärft viele Risiken und Probleme, denen Frauen schon vorher ausgesetzt waren, zum Beispiel das Problem häuslicher Gewalt, oder auch das Problem der Armut.”
Die simbabwische Soziologin Martha Mutisi über die gesellschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Afrika.
dw.com

– ZULETZT –

Afrikanische Union wirft China Rassismus vor: China soll im Zuge der Eindämmung des Coronavirus besonders harte Maßnahmen gegen Ausländer genutzt haben. In China lebende Afrikaner berichten von systematischer Diskriminierung. Die Afrikanische Union hat sich in diesem Zusammenhang eingeschaltet. Unter anderem sollen Menschen aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben worden sein.
n-tv.de

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