KW24 Ebola, Sudan, Investitions-Fonds

– NEWS –

Ebola-Ausbruch noch kein globaler Notfall:

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält die aktuelle Ebola-Epidemie in Afrika weiterhin nicht für globalen Notfall. Einige Tage zuvor hatte sich der Ausbruch vom Kongo auf dessen Nachbarland Uganda ausgedehnt. Laut Einschätzung der WHO seien die Kriterien dazu noch nicht erfüllt. Seit dem Ebola-Ausbruch vor zehn Monaten sind im Kongo bereits rund 1400 Menschen ums Leben gekommen.
sueddeutsche.de

Afrikanische Union suspendiert Sudan: Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste in Sudan hat die Afrikanische Union (AU) das Land von der Organisation suspendiert. Ab sofort werde die Teilnahme Sudans von allen AU-Aktivitäten so lange ausgesetzt, bis eine zivil geführte Übergangsregierung eingerichtet sei, gab die AU am Donnerstag bekannt. Die Opposition in Sudan bekräftige ihren Aufruf zu Protesten. Sicherheitskräfte hatten am Montag gewaltsam eine Sitzblockade in der sudanesischen Hauptstadt Khartum aufgelöst, die maßgeblich zum Sturz von Präsident Omar al Baschir beigetragen hatte. Sicherheitskräfte in Khartum sowie anderen Städten Sudans gehen weiter gegen Zivilisten vor, wie das Gewerkschaftsbündnis SPA berichtete. Einige Menschen seien in ihren Häusern von Sicherheitskräften getötet worden, teilte der Ärzteverband mit. Für die Gewalt sehen viele die berüchtigten Schnellen Einsatztruppen (RSF) in der Verantwortung. Die RSF sind offiziell eine Einheit der Streitkräfte, agieren aber weitgehend autonom. tagesspiegel.de , taz.de

Entwicklungsminister Müller startet Investitions-Fonds für Afrika: Gerd Müller hat am Dienstag den Startschuss für ein neues Förderprogramm für Privatinvestitionen in Afrika gegeben. Er soll europäischen Firmen mit Krediten und Risikoabsicherungen helfen, wenn sie in Afrika investieren wollen. Ebenso sollen afrikanische Startups gefördert und Zukunftsperspektiven für die Menschen in Afrika geschaffen werden. Müller sprach in Berlin vom Einstieg in eine afrikanische Mittelstandsförderung. Auf dem Kontinent lägen die Zukunftsmärkte. Auch auf europäischer Ebene müssten Investitionen in Afrika die bisherige Subventionsmentalität ablösen.
tagesspiegel.de

 

Drohende Hungersnot in Somalia:

In Somalia sind zwei Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht.  Díe anhaltende Trockenheit hat Ernten und Viehbestände vernichtet. Die Vereinten Nationen befürchten den Tod vieler Menschen und rufen zu Spenden auf. Um das Schlimmste zu verhindern, seien 620 Millionen Euro nötig. Ursache für die bevorstehende Katastrophe sei der Klimawandel. zeit.de

Botswana erlaubt Homosexualität:

Das höchste Gericht in Botswana hat Homosexualität entkriminalisiert, nachdem es von einer anonymen Person angerufen worden war. Demnach sei es vertfassungswidrig, homosexuelle Handlungen als strafbar zu werten. Das Gesetz stamme noch aus der Kolonialzeit, Botswana ist jedoch seit 1966 unabhängig. dw.com

Terrorangrif auf Dorf in Mali:

Bei einem mutmaßlich terroristischen Angriff auf ein Dorf im Zentrum Malis sind beinahe 100 Menschen getötet worden. Demnach hätten zunächst noch 20 Bewohner des Dorfes als vermisst gegolten. Die Regierung Malis und Die Vereinten Nationen verurteilten den Angriff. Auch die Bundeswehr  ist mit rund rund 1000 Soldaten an einer UN-Friedensmission zur Stabilisierung Malis und einem EU-Ausbildungseinsatz im Land vertreten.faz.net

 

Blue Economy: Afrika will Wirtschaft rund ums Wasser besser nutzen dw.com
Tödlicher Angriff nahe Parlament in Somalia dw.com
Lager von Präsident Rajoelina gewinnt Parlamentswahl in Madagaskar nzz.ch
Der IS ist zunehmend auf Frauen angewiesen dw.com
Tunesien verwehrt Boot mit Flüchtlingen Zugang zu Hafen spiegel.de
– BACKGROUND –

Studie zur Bevölkerungsentwicklung:

Laut einer Studie des Berlin-Institut für Demografie wird sich die Bevölkerung Afrikas bis 2050 verdoppeln und der Kontinent dann rund 2,5 Milliarden Menschen beheimaten. Durch das rasante Bevölkerungswachstum würden sich zahlreiche Probleme noch weiter verschärfen. Dies gelte vor allem für die Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur. Dadurch seien die Menschen in der Armutsfalle gefangen. Den Ländern Äthiopien, Kenia, Botswana, Ghana, Senegal, Tunesien und Marokko sei es jedoch gelungen, die Geburtenrate auf ein europäisches Niveau zu senken.
stuttgarter-nachrichten.de

Russland weitet Einfluss in Afrika aus:

Durch den Bau von Kraftwerken, Waffenlieferungen, Militärberater und Landerechte baut Russland seinen strategischen Einfluss in Afrika aus. Demnach habe Russland in den vergangenen drei Jahren mit mehr als 20 afrikanischen Staaten Abkommen zur militärischen Kooperation geschlossen. Im Sudan und weiteren Ländern sei bereits die offiziell private Sicherheitsfirma „Wagner“ tätig, die jedoch ein Teil des russischen Machtapparats sei. Darüber hinaus würden Russland auch Wahlen in Afrika manipulieren. Beweise gebe es dafür bislang jedoch noch nicht. Trotz der Expansion in Afrika beliebe Russland ein kleinerer Akteur als die USA oder China.
nzz.ch

 

– ANGEZÄHLT –

152 Millionen Euro stellt die Europäische Union für notleidende Menschen in Afrika bereit.
handelsblatt.com

– ZITAT –

“Was in Libyen passiert, ist unbeschreiblich”

Craig Kenzie, Koordinator der MSF-Mission in Tripolis nzz.ch

– ZULETZT –

Schokolade könnte teurer werden:

Nach dem Ghana und die Elfenbeinküste bei einem Treffen mit Käufern in Accra h einen Mindestpreis von 2600 Dollar (2302 Euro) pro Tonne des Schokoladenrohstoffes fordrten, stieg derTonnenpreis stieg daraufhin im Tagesverlauf im New Yorker Handel auf 2540 Dollar, ein Anstieg um 1,4 Prozent. Schokolade könnte demnächst also teurer werden.  Ghana und die Elfenbeinküste produzieren 60 Prozent des Kakaos auf der Welt. faz.net

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