KW22 C02-Steuer in Südafrika, Kriegsverbrechen in Ägypten, Digitale Infrastruktur

– NEWS –

Südafrika führt CO2-Steuer ein
Südafrika gilt als eines der schmutzigsten Länder der Welt. Grund ist der Kohlestrom. Nun wurde in dem südafrikanischen Land eine CO2-Steuer eingeführt, die die Emissonen begrenzen soll. Pro Tonne Kohlenstoffdioxid wird seit dem 1. Juni eine Gebühr von 7,40 fällig. Umweltschützer befürworten zwar die Einführung der Steuer, halten den Betrag jedoch für zu gering. spiegel.de

Kriegsverbrechen in Ägypten

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft Ägypten Kriegsverbrechen vor. Auf der Sinaihalbinsel kämpfen ägyptische Regierungstruppen gegen islamistische Terroristen, großteils Angehörige des Islamischen Staates. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah el-Sisi hatte im Februar vergangenen Jahres eine Offensive gegen die Terrormiliz gestartet, um sie von der Halbinsel zu vertreiben. Angehörige der Sicherheitskräfte wiesen die Anschuldigungen der Menschenrechtsorganisation zurück. Laut Armeeangaben seien bei der Offensive mehrere Hundert Dschihadisten und 45 Soldaten getötet worden.spiegel.de

Digitale Infrakstruktur in Afrika
Beim Ausbau seiner digitalen Infrastruktur benötigt Afrika die Hilfe der Vereinigten Staaten. Dies könne jedoch zum Problem werden, fürchtet ein Experte und warnt vor einem „digitalen Kolonialismus“.Internet-Riesen wie Amazon, Google und Facebook wollen den Kontinent ins Digitalzeitalter holen. Der Soziologe Michael Kwet sieht die Gefahr, dass die amerikanischen Weltkonzerne eine marktbeherrschende Position einnehmen und dadurch den Datenverkehr kontrollieren würden. Dies sei undemokratisch, und ärmere Länder könnten sich gegen die digitale Übermacht nicht wehren. Der Soziologe fordert daher zum Umdenken auf. dw.com

Präsidentenwahl in Algerien

Nächsten Monat soll in Algerien ein neuer Präsident gewählt werden. Das Problem. Während die Armeeführung die Wahl forciert, wollen Demonstranten sie verhindern. Seit dem Rücktritt des bisherigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika im April sind von ursprünglich 74 Kandidaten für das Präsidentenamt lediglich zwei zugelassen worden. Bouteflika war nach wochenlangen Massenprotesten, die bis heute andauern, zurückgetreten. Die Bevölkerung fordert freie, transparente und demokratische Wahlen. Die Armeeführung weist dies jedoch zurück und wollte an ihren Plänen einer Wahl am 4. Juli fersthalten. Am vergangenen Wochenende erklärte der Verfassungsrat jedoch, dass der Termin nicht zu halten sei und begründete dies mit der zu geringen Anzahl Bewerber. Interimspräsident Abdelkader Bensalah muss nun einen neuen Termin finden. www.nzz.ch , dw.com

Afrika ist die größte Freihandelszone der Welt
Vergangene Woche entstand in Afrika die größte Freihandelszone der Welt. Die African Continental Free Trade Area, kurz AfCFTA soll nach dem Vorbild der Europäischen Union den freien Handel innerhalb Afrikas ermöglichen. Die jetzt geschaffene Freihandelszone ist nicht die erste in Afrika, zuvor gab es bereits die 1959 geschaffene Westafrikanische Zollunion. dw.com

Headline:

Ägypten: Plastikverbot am Roten Meer in Kraftdw.com
Generalstreik setzt Militärrat im Sudan unter Druck dw.com
Staudamm bedroht Wildtierreservat https://www.zeit.de

– BACKGROUND –

Headline:
Afrikanisches Model
Vaenessa Kilem ist 26 und träumt den Traum vieler junger Frauen: Sie will Model werden. Vor fünf Jahren wurde sie bei einem Casting entdeckt. Sie stammt aus dem Kongo und ist mittlerweile bei einer Agentur im südafrikanischen Johannesburg unter Vertrag. Von dort will sie den Sprung nach Europa oder in die USA schaffen. Das Problem sei jedoch ihre Hautfarbe, da sie nicht dem geltenden westlichen Schönheitsideal entspreche, dunkelhäutigen Supermodels wie Naomi Campbell zum Trotz.
https://www.spiegel.de

Ebola in Nigeria
Hilfsorganisationen haben die Vereinten Nationen gebeten, die Ebola-Prävention in der Demokratischen Republik Kongo auf die höchste Notfallstufe anzuheben. Seit dem Ebola-Ausbruch im vergangenen August sind bereits über 2000 Menschen erkrankt und rund 1300 gestorben. Die Arbeit der Hilfsorganisationen werde immer wieder durch bewaffnete Gruppen erschwert. Eine Erhöhung der Notfallstufe sage nichts über die Schwere einer Krise aus, sondern solle die Reaktionsfähigkeit der Hilfsorganisationen verbessern.
Headline:

Headline:

– ANGEZÄHLT –

15.000 Elefanten haben Wilderer im verganenen Jahr in Afrika getötet. 2010 waren es noch 40.000 Tiere. Experten geben dennoch keine Entwarnung und warnen vor der Ausrottung der Tiere. Die Gesamtpopulation des afrikanischen Elefanten beträgt etwa 500.000 Exemplare. spiegel.de , waz-online.de
link

– „Es kann uns nur nützen, wenn Afrika stark wird.“ –

„Zitat“

Dunja Hayali.
afrikaverein.de

– ZULETZT –
Zug statt Entführung
In Nigeria gibt es seit rund zwei jahren eine neue Bahnstrecke, die Hauptstadt Abu­ja mit der Provinzstadt Kadunaverbindet. Die Züge erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Auf den Straßen im Auto fahre nämlich immer das Risiko einer Entführung mit.
taz.de

Kommentar verfassen