KW 50: Afrigen für Afrika, Afrika-Gipfel in Ankara, Kommission für Äthiopien

– NEWS –

Afrigen soll Afrika Impfboom bringen: Afrika wartet noch immer auf Corona-Impfstoffe. Ein Labor in Südafrika entwickelt nun einen eigenen mRNA-Impfstoff. Er soll besser an die lokalen Gegebenheiten angepasst, kostengünstiger und patentfrei sein. Doch dem entwickelnden Unternehmen läuft die Zeit davon – und längst sind nicht alle Probleme gelöst.
n-tv.de

Afrika-Gipfel in Ankara: Religion als Kitt, Aufschwung als Ziel: Die Türkei hat afrikanische Staats- und Regierungschefs zum mehrtägigen Gipfel geladen. Der türkische Präsident Recep Erdogan hat mit Afrika große Pläne, wie er dort unterstrich: Das Handelsvolumen mit der Türkei mit dem afrikanischen Kontinent lag im Vorjahr bei rund 25 Milliarden US-Dollar. Bereits 2025 soll es bei 50 Milliarden liegen, verkündete Erdogan.
tagesschau.de

Deutschland bewegt sich diplomatisch auf Marokko zu: Seit März sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko schwer belastet. Nach dem Regierungswechsel will Berlin einen Neustart. Wenige Tage nach dem Regierungswechsel von der großen Koalition zum SPD-geführten Ampel-Bündnis mit FDP und Grünen änderte das deutsche Außenministerium auf seiner Homepage die Informationen zu den bilateralen Beziehungen. Marokko sei „sowohl politisch als auch kulturell und wirtschaftlich ein wichtiges Bindeglied zwischen Nord und Süd“, heißt es da. Für Deutschland und die Europäische Union sei das Land „zentraler Partner“ in Nordafrika.
dw.com

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

UN-Menschenrechtsrat setzt Kommission für Äthiopien ein: Angesichts der eskalierenden Lage in Äthiopien hat der UN-Menschenrechtsrat eine Untersuchung von Rechtsverletzungen in dem ostafrikanischen Krisenstaat angeordnet. In einer Sondersitzung beschloss das Gremium in Genf, eine Untersuchungskommission einzusetzen, die aus drei internationalen Experten bestehen soll.
dw.com

Verbreiteter Rassismus gegen Schwarze in Deutschland: Menschen mit schwarzer Hautfarbe fühlen sich diskriminiert. Anti-Schwarzer Rassismus ist für sie eine Alltagserfahrung. Das ist das Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage. Viele Menschen mit schwarzer Hautfarbe in Deutschland fühlen sich demnach diskriminiert. Rund 6000 von ihnen haben das in der Online-Befragung so zu Protokoll gegeben. Die anonyme, freiwillige Umfrage lief vom 20. Juli bis zum 6. September 2020. In einem 300-seitigen Bericht sind die Ergebnisse zusammengefasst. Durchgeführt hat sie ein gemeinschaftliches Projekt von „Each One Teach One“ und „Citizens for Europe“.
dw.com

Omikron in Südafrika: Mehr Infizierte, weniger Schwerkranke dw.com
Corona: Südafrika spendet Impfdosen von Johnson & Johnson an afrikanische Länder rnd.de
Amnesty prangert Gewalt in Äthiopien an dw.com
Sechs afrikanische Länder dabei: OPEC-Fonds genehmigt 352 Millionen Dollar für Entwicklungshilfe weltweit africa-live.de

– BACKGROUND –

Rassismus aus dem Radio: Ja, Afrika weiß von Weihnachten: Jedes Jahr wieder ertönt es aus dem Radio: „Do They Know It‘s Christmas“ ist eines der beliebtesten Weihnachtslieder der Deutschen. Dabei war das Lied schon 1984 beim Erscheinen umstritten, denn es bedient gängige Rassismen und Stereotype über Afrika – afrikanische Künstler wollten deshalb nicht mitmachen. Das vermittelte Bild hat Folgen über das Ansehen Afrikas in der Welt, vor allem im globalen Norden. Die vielleicht beste Antwort in dieser Debatte kam aus Norwegen. Dort schlossen sich vor neun Jahren schwarze Austauschstudierende zusammen, um mit einer Parodie auf das vermittelte Bild zu reagieren. „Africa for Norway“ heißt das Projekt, in dem Afrikaner aufgefordert werden, Heizungen und Decken für die frierenden Kinder in Norwegen zu sammeln.
rnd.de

Massaker von Yumbi: Zähes Hoffen auf Gerechtigkeit: Vor genau drei Jahren wurden mehr als 500 Menschen in einer sonst friedlichen Gegend des Kongo massakriert. An einem Militärgericht hat nun ein hochpolitischer Prozess begonnen. Ob der Prozess die Grundlage für eine Versöhnung schaffen kann, ist derzeit noch offen. Viele Verdächtige leben derzeit jedoch noch auf freiem Fuße und stehen auch nicht auf der Angeklagtenliste. Noch immer sind etwa Tausend Banunu nicht in ihre verwüsteten Dörfer zurückgegehrt und leben auf der anderen Seite des Kongo-Flusses in Flüchtlingslagern der benachbarten Republik Kongo. Die Opfer fordern umfassende Kompensation und Hilfe beim Wiederaufbau.
dw.com

Die Jugend im Blickpunkt der afrikanischen Politik: Mit über 60 Prozent stellt die Generation der unter 25-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe in Subsahara-Afrika, doch die Mehrzahl der afrikanischen Regierungen holt die jungen Menschen nicht ab. Die Afrikanische Union (AU) hat zwar zur Verbesserung der Jugendpolitik wichtige Beiträge geleistet, ihre Konzepte bleiben jedoch oft praxisfern und werden selten von den Mitgliedstaaten umgesetzt. Diese fokussieren sich ihrerseits zu stark auf Beschäftigungspolitik.
africa-live.de

Olympische Winterspiele an Afrika vorbei: Die Olympischen Winterspiele in Peking gehen an Afrika mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern in 55 Ländern praktisch vorbei. Dass ein kompletter Kontinent bei einem der größten Sportfeste keine Rolle spielt, ist nicht Gegenstand von Sportkonferenzen, auf denen über Partizipation nachgedacht wird oder die Ermöglichung der ersten afrikanischen Wintermedaille. Nein, es ist ein Zustand, der hingenommen wird – mit Verweis auf die klimatischen Bedingungen oder die wirtschaftliche Lage.
taz.de

– ANGEZÄHLT –

15 Millionen ihres selbst entwickelten Corona-Impfstoffs „Turkovac“ will die Türkei an Afrika spenden. Es sei eine Schande für die Menschheit, dass lediglich sechs Prozent der afrikanischen Bevölkerung einen Covid-19-Impfstoff erhalten hätten, sagte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan
finanzen.net

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Auf female-leader.net gibt es mehr als Klischees.

– ZITAT –

„Berichte deuten darauf hin, dass die zentralafrikanischen Streitkräfte bilaterale Unterstützung von der Wagner Gruppe erhalten haben; diese Zusammenarbeit ist ohne jegliche Transparenz zustande gekommen“,
sagte Peter Stano, der Sprecher der Europäischen Kommission für auswärtige Angelegenheiten.
euractiv.de

– ZULETZT –

Nilpferde von Drogenboss Pablo Escobar haben jetzt US-Rechtsstatus: Vier afrikanische Nilpferde hat der verstorbene Drogenboss Pablo Escobar einst nach Kolumbien geholt, heute sind es 80.
Tötung oder Sterilisation – darüber, was mit den Tieren passieren soll, gibt es Streit. Aktivisten erwirken jetzt US-Rechtsstatus für die Nilpferde. Eine US-Bundesrichterin hat Abkömmlingen von Nilpferden des kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar das Recht gewährt, in den USA als Personen anerkannt zu werden.
rnd.de

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