KW 48: Namibias Präsident im Amt bestätigt, Sudan löst Al-Baschir-Partei auf, Dubai will den Handel mit Afrika stärken

– NEWS –

Namibias Präsident im Amt bestätigt: Hage Geingob ist als namibischer Präsident im Amt bestätigt worden. Insgesamt stimmten knapp 57 Prozent der Bevölkerung für ihn. Freuen konnte er sich darüber nur bedingt. Im Vergleich zu letzten Wahl verlor er knapp 30 Prozent. Seine Partei die SWAPO gewann auch die gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahlen. Doch auch sie verlor Stimmen. Es sei ein “harter Wettbewerb” gewesen, sagte Geingob nach seinem Wahlsieg, doch die “Demokratie war der größte Gewinner”.
dw.com

Sudan löst Al-Baschir-Partei auf: Sudans Übergangsregierung hat die Partei des abgesetzten Ex-Präsidenten Omar al-Baschir aufgelöst. Die National Congress Party (NCP) habe geplündert und die Entwicklung des Landes behindert, begründete Premierminister Abdullah Hamduk auf Twitter die Entscheidung. Die Menschen seien das Unrecht leid, das unter der Partei geschehen sei. Man wolle mit der Auflösung der NCP “die Würde unserer Menschen wiederherstellen”. Die Regierung kann nun das Vermögen der Partei beschlagnahmen.
dw.com

Dubai will den Handel mit Afrika stärken: Dubai will den afrikanischen Kontinent noch stärker als lohnendes Investitionsfeld nutzen. Die Emirate sehen sich als Tor zwischen Afrika und der chinesischen Seidenstraße. Insgesamt hat Dubai schon starke Verbindungen zu Afrika. Dubais Fachwissen in Bereichen wie Infrastruktur und Bauwesen zieht viele afrikanische Unternehmen an: Rund 21.000 haben sich im Emirat angesiedelt, die Zahl stieg in den vergangenen zwei Jahren um 25 Prozent. Wichtigste Anreize sind Steuererleichterungen sowie ein Visazugang und islamische Finanzierung:
euronews.com

Angriff auf Ebolahelfer: Im Kongo sind mehrere Ebla-Helfer angegriffen worden und getötet worden. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Unter den Opfern sind zwei Fahrer, ein Mitglied eines Impfteams und ein Polizist. Fünf weitere Personen – Mitarbeiter der WHO und des kongolesischen Gesundheitsministeriums – wurden verletzt. Der lokale WHO-Vertreter, Salambongo Selemani, teilte mit, die Angriffe seien von den Mai-Mai-Milizen ausgeführt worden.
dw.com

Mehr Waffenlieferungen nach Afrika: Kanzlerin Angela Merkel sprach sich dafür aus, mehr Waffenlieferungen an afrikanische Staaten zu ermöglichen. Wenn die Bundeswehr wie in Mali sich an der Ausbildung beteiligt, sollte auch die Ausrüstung aus Deutschland kommen. “Ich glaube, das kann nicht richtig sein. Wenn wir zur Sicherheit und für den Frieden in Afrika ertüchtigen, ich glaube dann können wir uns der Ausrüstung nicht völlig verweigern.”
heise.de

NGOs fordern nachhaltige Entwicklungspolitik oekonews.at
Gianni Infantino will Afrikas Fußball an die Weltspitze verhelfen ran.de
Kein gemeinsames Konzept gegen den Terror in der Sahel-Zone dw.com
Benin wirft deutschen EU-Botschafter raus dw.com

– BACKGROUND –

“Im Durchschnitt sind Demokratien deutlich erfolgreicher als Autokratien”: Der Politkwissenschaftler Nic Cheeseman spricht im Interview mit der “Neuen Zürcher Zeitung” über die politische und gesellschaftlichen Zustand einiger afrikanischer Länder. Dabei spricht er auch über die Möglichkeiten wirtschaftlichen Aufstiegs und demokratischer oder autoritärer Herrschaft.
nzz.ch

Wie viel Raubkunst lagert in deutschen Museen?: In den deutschen Museen lagern einige wertvolle Stücke aus ehemaligen Kolonien. Wie viele und was genau, weiß niemand so recht. Erst langsam kommt Bewegung in die Debatte. In Niedersachsen haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Afrika und Ozeanien im Rahmen des Projekts Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie (PAESE) zusammengetan, um Licht ins Dunkle zu bringe.
ndr.de

Ärztemangel in Ghana: Ghana erlebt einen massiven Verlust an ausgebildeten Ärzten. Inzwischen verlässt jeder zweite Arzt nach der Ausbildung das Land. Die meisten zieht es nach Europa oder in die USA. Um dem entgegenzuwirken hat das Land die finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen aufgestockt. Mehr Ärzte wurden ausgebildet, die Gehälter von Ärzten, Krankenschwestern und Professoren angehoben. Ob das hilft, ist jedoch fraglich.
spiegel.de

Das Problem der Datensicherheit: Auf dem Internet Governance Forum in Berlin beklagte Ebrima Sillah, Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie von Gambia, das Datensicherheit für ausländischen Unternehmen in Afrika oft keine Rolle spiele. Die Bürger würden “oft von opportunistischen Datenschürfern ausgenommen werden”. Zugleich erinnerte der Regierungsvertreter an Prognosen, wonach Afrika in den nächsten 30 Jahren mehr Internetnutzer haben werde als die USA und Europa zusammen.
heise.de

– ANGEZÄHLT –

Mindestens drei Menschen sind beim Untergang eines Bootes mit Geflüchteten vor Melilla gestorben. Zehn Menschen werden vermisst.
jungewelt.de

– ZITAT –
“Es ist fast unmöglich, Migration zu stoppen.”
Maureen Achieng, Leiterin Leiterin des Büros für internationale Migration (IOM) in Äthiopien, über die Flucht aus Afrika.
welt.de

– ZULETZT –

Förderung für ökologische Landwirtschaft: Der fränkische Tee-Riese Martin-Bauer-Group will in mehreren afrikanischen Ländern Demonstrationsfarmen für ökologische und nachhaltige Landwirtschaft aufzubauen. Insgesamt sollen 1.600 Arbeitsplätze geschaffen werden. Auf diesen Farmen entstehen auch Trainingszentren, so dass insgesamt bis zu 10 000 Farmarbeiter, Kleinbauern und Wildpflanzensammler in den Grundlagen der Öko-Landwirtschaft und der nachhaltigen Wildpflanzensammlung geschult werden. Unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit.
infranken.de

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