KW 37: Drei Wochen nach dem Putsch in Mali, Der Streit um den Staudamm geht weiter, Guinea: Alpha Condé zur Präsidentenwahl

– NEWS –

Drei Wochen nach dem Putsch in Mali: Malou Sow, malischer Politiker und seit Februar Präsident von Tabital Pulaaku, einer der wichtigsten kulturelle Vereinigung der Fulani in Mali, ist froh, dass die Präsidentschaft von Ibrahim Boubacar Keïta dessen Regierungszeit nun vorüber ist. In der Vergangenheit habe man viel gelitten, erklärt Sow. Er sei zufrieden und glücklich mit der Entwicklung.
taz.de

Der Streit um den Staudamm geht weiter: Nun sorgt das Staudammprojekt am Oberlauf des Nils nicht nur zwischen den beteiligten Staaten einen Streit, sondern sogar einen internationalen Konflikt. Die USA, die nur selten in Angelegenheiten in Afrika intervenieren, kürzen Äthiopien Finanzhilfen. Zuvor hatte Washington versucht hatte Washington versucht zu vermitteln, was Äthiopien aber ablehnte. Addis Abeba, das geschäftliche und kulturelle Zentrum des Landes, ist der Ansicht ist, dass die USA in dem Konflikt auf der Seite Ägyptens stehen. Es scheint, als wolle die amerikanische Regierung finanziellen Druck auf die Regierung in Addis Abeba ausüben.
taz.de

Guinea: Alpha Condé zur Präsidentenwahl: Alpha Condé, Präsident der Partei Rassemblement du peuple de Guinée, wird von der Regierungspartei in die Präsidentenwahl geschickt. Condé war das erste Staatsoberhaupt seit der Unabhängigkeit in 1958, das durch freie Wahlen an die Macht gekommen war. Allerdings ist seine Präsidentschaftswahl auch umstritten. Es ist fraglich, ob sie verfassungskonform ist. Da diese nur zwei fünfjährige Amtszeiten für den Präsidenten vorsieht.
dw.com

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Simbabwe: weitere Tiere sterben: Nach dem Tod von mindestens 281 Elefanten im afrikanischen Botswana, kommt es nun auch im benachbarten Simbabwe zu mehreren Todesfällen. Die Behörde vermutet, dass sie nach dem Fressen giftiger Pflanzen durch eine bakterielle Infektion ums Leben kamen, so ein Sprecher der Nationalparkbehörde von Simbabwe, Tinashe Farawo. Das Problem sei, dass es zu wenig für die Tiere zu fressen gebe, und vor allem jüngere Elefanten nicht an die weiter oben wachsenden Äste herankämen.
rnd.de

Der nigerianische Robin Hood: Der nigerianische Influencer Ramon Abbas, auch bekannt als “Hushpuppi” und “The Billionaire Gucci Master”, hat sich eine weltweite Fangemeinde aufgebaut, indem er Bilder seiner Ausgaben für Autos, Uhren, Designerkleidung und Privatjets veröffentlichte. Ende Juni wurde der 37-Jährige jedoch in Dubai verhaftet und kam am 3. Juli in die USA, um sich wegen der Anschuldigungen, er habe “Hunderte von Millionen Dollar” durch Kompromissbetrug bei geschäftlichen E-Mails und andere Betrügereien verdient, strafrechtlich zu belangen.
nzz.ch

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– BACKGROUND –

Intellektuelle fordert ein Stopp der Präsidentschaft auf Lebenszeit: Viele afrikanische Verfassungen sollen hinsichtlich der Beschränkung der Anzahl der Amtszeiten gelockert werden. Die Ivorerin Véronique Tadjo warnt zusammen mit dem Guineer Tierno Monénembo und dem Kameruner Eugène Ebodé vor den Gefahren verfassungswidriger Initiativen. Sie fordern die Abschaffung einer Präsidentschaft auf Lebenszeit. Der Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, kündigte an, bei der Wahl im Oktober für eine dritte Amtszeit zu kandidieren, obwohl die Verfassung dies nur zwei Mal vorsieht. Der Aufruf richtet sich daher vor allem gegen ihn, aber auch gegen den guineischen Präsidenten Alpha Condé. Denn nach einem Verfassungsreferendum im März, soll es keine Beschränkung der Amtszeit mehr geben, sodass dessen Zähler auf null gesetzt wird und er so im Oktober für eine weitere Amtszeit antreten kann. Aber auch in anderen afrikanischen Ländern klammern sich Staatsoberhäupter an ihr Amt: Kamerun, Simbabwe, Äquatorialguinea oder Uganda kennen bereits eine “Langzeitherrschschaft”.
dw.com

Femtech will Frauen in Afrika helfen: Femtech ist ein Teilsektor, der Gesundheitstechnologie, der sich der Entwicklung von Lösungen für das Wohlbefinden von Frauen widmet, und immer weiter an Bedeutung gewinnt. Weltweit zieht es viele VC-Finanzierungen an. In Afrika befindet sich dieser Bereich jedoch noch in der Aufbauphase. Das ugandische Femtech-Unternehmen CHIL AI Group will daher eine Technologielösung für alle Bedürfnisse afrikanischer Frauen entwickeln. Es sei zwar eine große Aufgabe, doch für die Präsidentin und Vorstandsvorsitzende, Dr. Shamim Nabuuma Kaliisa, sei das vor drei Jahren gegründete Start-up auf dem besten Weg dorthin. Im vergangenen Jahr gehörte Kaliisa zu einer Gruppe afrikanischer Innovatoren, die im Rahmen des Co-Creation Hub Pitchdrive-Programms durch Asien tourten und nach Partnerschaften und Finanzierungen von Investoren und Herstellern im globalen Technologiezentrum suchten. Zu dieser Zeit hat das Start-up Selbsttestkits für Gebärmutterhals- und Brustkrebs hergestellt, den Frauen Zugang zu einem weniger invasiven Weg der Früherkennung bot. Über die von Künstlicher Intelligenz betriebene mobile App namens Keti können sich Frauen mit Onkologie-Experten beraten, Proben sammeln und an Labors schicken lassen, ihre Testergebnisse interpretieren lassen und Ratschläge für die nächsten Schritte erhalten. Im letzten Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz von 300.000 US-Dollar und die Kits kamen in 25 verschiedenen Ländern zum Einsatz.
techcabal.com

Zwischen Diskriminierung und Corona-Pandemie: Die Lage für Sexarbeiterinnen in Afrika ist gefährlich. Die meisten Sexarbeiter des westafrikanischen Landes suchen Freier am Strand, in Bars und Hotels. Doch seitdem in Gambia als Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 die Schließung von Bars und Nachtclubs anordnetet wurde, hat sich die Situation für viele Arbeiterinnen verschlimmert. Viele Freier würden sie Situation ausnutzen, um weniger zu bezahlen, berichtet Hawa, eine junge alleinerziehende Mutter. Normalerweise verdiente sie vor den Eindämmungsmaßnahmen mindestens 100 Euro pro Nacht. Nun seien es 35 Euro. Sie habe aufgrund der kritischen Lage Schwierigkeiten, ihre Miete zu bezahlen und ihre Kinder zu versorgen. Auch nach Angaben des Globalen Netzwerks für Sexarbeitprojekte (NSWP) erleiden Sexarbeiterinnen als Folge der COVID-19-Einschränkungen “Einkommensverlust und zunehmende Diskriminierung, Belästigung und Gewalt.” Oft werde Sexarbeit in den Hilfspaketen der Regierung nicht berücksichtigt, sodass die Mittel bei den Arbeiterinnen nicht ankämen. Hinzukommt, dass sie aufgrund der Ausgangssperre nicht mehr nachts arbeiten können, Kunden deshalb bei sich zu Hause empfangen oder zu ihnen nach Hause gehen müssten, wo sie ihnen ausgeliefert und daher nicht mehr sicher seien. In den vergangenen Monaten gab vermehrt Vorfälle, in denen die Mädchen von Klienten geschlagen und ermordet wurden, erklärt Alice von der Coast Sex Workers Alliance (COSWA Kenya), die seit 15 Jahren im Geschäft ist.
dw.com

– ANGEZÄHLT –

Die amerikanische Regierung hält 100 Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern für Äthiopien zurück.
taz.de

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– ZITAT –

“Ärzte hören Frauen nicht oft zu, einfache digitale Hilfsmittel können sie aufmerksam machen.”
Journalistin Nana Aisha Salaudeen über e-Health Start-ups, die Gesundheitsprobleme in Nigeria lösen können.
techcabal.com

– ZULETZT –

Back to Local: Gerade die Pandemie hat erneut die Notwendigkeit einer größeren Nahrungsmittelselbstversorgung in Afrika hervorgehoben. Gerade Nigeria als wirtschaftlich reichstes Land könnte eine Vorreiterrolle übernehmen und Maßstäbe dafür setzen, wie afrikanische Länder ihre Wirtschaft umgestalten und ihre Industrie auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie vorbereiten sollten.
africanbusinessmagazine.com

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