KW 34: 37 Menschen bei Angriff im Niger getötet, 80 Menschen bei Anschlag in Burkina Faso ums Leben gekommen, Uganda verbietet 54 NGOs

– NEWS –

37 Menschen bei Angriff im Niger getötet: Bei einem Angriff im Niger sind der Regierung zufolge 37 Menschen ums Leben gekommen. Bewaffnete auf Motorrädern hätten das Dorf Darey Dey in der Region Tillabéri an der Grenze zu Mali angegriffen, teilte das Innenministerium mit. Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar. Erst vor wenigen Wochen wurden an der Grenze zu Mali mindestens 15 Soldaten getötet.
spiegel.de

80 Menschen bei Anschlag in Burkina Faso ums Leben gekommen: Nach einem Anschlag mutmaßlicher Jihadisten auf einen Militärkonvoi in Burkina Faso ist die Zahl der Todesopfer auf 80 gestiegen. 59 Zivilisten, sechs regierungsnahe Milizionäre und 15 Militärpolizisten wurden getötet, wie Regierung und Militär am Donnerstag mitteilten. Der Angriff ereignete sich am Mittwoch, als islamistische Kämpfer in der Nähe der Stadt Arbinda im Norden des Landes einen zivilen Konvoi überfielen, der von Militärpolizisten eskortiert wurde.
derstandard.at

Uganda verbietet 54 NGOs: Die Regierung von Uganda verbietet 54 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus den Bereichen Politik, Religion und Umwelt. Das Nationale Aufsichtsbüro für NGOs begründete dies mit angeblichen Rechtsverstößen, einige Organisationen hätten mit abgelaufenen Zulassungen gearbeitet. Betroffen ist auch die bekannteste Menschenrechtsgruppe des Landes, Chapter Four, deren Direktor Nicholas Opiyo im Dezember vor den Präsidentschaftswahlen festgenommen und eine Woche später wieder freigelassen wurde. Einige der nun verbotenen Organisationen hatten bei der Abstimmung im Januar Wahlbeobachtungen organisiert. In diesem Zusammenhang kamen mehrere ihrer Leiter in Polizeigewahrsam. Der Wahlkampf war von Angriffen auf Medien, der Festnahme mehrerer Oppositioneller, darunter des prominenten Musikers Bobi Wine, sowie dem gewaltsamen Tod zahlreicher Menschen geprägt.
dw.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Mindestens 64 Tote bei Überschwemmungen im Niger: Bei Überschwemmungen im westafrikanischen Niger sind mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Starke Regenfälle hätten 63 Gemeinden im Land überflutet, teilte das Ministerium für Katastrophenmanagement am Montagabend mit, rund 70.000 Menschen seien von der Flutkatastrophe betroffen, mindestens 5000 Häuser eingestürzt. Der Starkregen hatte nach Angaben des Ministeriums am 11. August begonnen und über mehrere Tage angehalten, für die kommenden Tage erwarten Wetterexperten weitere starke Niederschläge mit Überschwemmungsgefahr.
zeit.de

Mehr als 50 Migranten vor den Kanaren ertrunken: Die spanische Küstenwache barg eine Frau und die Leichen zweier Flüchtlinge rund 200 Kilometer vor der Küste aus einem umgekippten Schlauchboot, Anzeichen für weitere Überlebende gebe es nicht. Spanische Hilfsorganisationen berichteten später, 52 Menschen seien ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 16 Frauen und ein zweijähriges Kind. Immer mehr Migranten versuchen über die Wasserroute von Marokko nach Spanien zu gelangen, doch diese Überfahrt ist aufgrund der Strömungen besonders gefährlich. Werden die Kanarischen Inseln verfehlt und die Boote geraten in den offenen Atlantik, haben die Menschen nur geringe Überlebenschancen. Viele der Migranten, die dabei umkommen, werden nie gefunden.
dw.com

Kinder in Afrika laut Unicef besonders stark von Klimawandel betroffen: Der Klimawandel wird sich Unicef zufolge am stärksten auf Kinder in afrikanischen Ländern auswirken. Dies sei der Fall vor allem in der Zentralafrikanischen Republik, dem Tschad, Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen im Rahmen der Veröffentlichung des ersten „Klima-Risiko-Indexes“ mit. Die Erderwärmung und die damit zusammenhängenden Umweltbelastungen bedrohten Gesundheit, Bildung und Schutz der Kinder und setzten sie tödlichen Krankheiten aus.
deutschlandfunk.de

Tote bei Angriff auf Shell-Mitarbeiter im Südosten Nigerias orf.at
Uganda will 2000 Geflüchtete aus Afghanistan aufnehmen taz.de
15 Soldaten bei Angriff in Zentralmali getötet derstandard.at
Malawis Präsident Lazarus Chakwera kritisiert globale Impfstoffverteilung taz.de
Zimbabwe will Opfer aus Mugabe-Ära kompensieren africanews.com

– BACKGROUND –

Impfstoff aus Südafrika wird vor allem nach Europa geliefert: Der in Südafrika produzierte Impfstoff von Johnson & Johnson wird vor allem nach Europa geliefert, nicht aber auf den afrikanischen Kontinent. Nach Recherchen der New York Times blieben nur zwei Millionen Dosen in Südafrika, während mindestens 32 Millionen Dosen exportiert wurden, vor allem nach Europa. Während europäische Staaten ein Exportverbot für Medikamente erlassen haben, musste sich Südafrika verpflichten, keine Exportkontrollen für den im Land hergestellten Impfstoff zu verhängen. Südafrika hat mehr als 30 Millionen Dosen Johnson & Johnson bestellt, davon wurden bisher etwa zwei Millionen Dosen geliefert. Hätte Südafrika mehr Impfstoffe bekommen, hätten Menschenleben gerettet werden können, sagt Matthew Kavanagh, Direktor der Global Health Policy and Governance Initiative an der Georgetown Universität, USA. „Die Impfstoff-Apartheid verlängert unnötigerweise das menschliche Leid, die ökonomische Ungleichheit, und sie sät die Samen für soziale Unruhen“, sagt Tlaleng Mofokeng, der UN-Sonderberichterstatter für ein Recht auf Gesundheit. Südafrikanische Aktivisten kritisieren allerdings auch, dass die südafrikanische Regierung erst sehr spät direkte Verhandlungen mit Impfstoffherstellern aufgenommen habe und so wertvolle Zeit verstreichen ließ.
sueddeutsche.de

Google und Facebook bauen Unterseekabel in Afrika aus: Google und Facebook investieren zusammen mit regionalen Telekommunikationsanbietern in neue und erweiterte Unterseekabelnetze. Das 2Africa-Netz, das ab 2022 verlegt und Ende 2023 in Betrieb genommen werden soll, wird um vier neue Zweige für weitere Länder und Inselregionen erweitert. Dieses Unterseekabelnetz gehört mit 37.000 Kilometern Länge bereits zu den Größten seiner Art, und wächst nun weiter. Die Seychellen, die Komoren und Angola kommen ebenso hinzu wie ein weiterer Landepunkt im Südosten Nigerias. Ägypten ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt, dort hat das Konsortium bereits Verbindungen über das Rote Meer und das Mittelmeer gelegt-schneller als eigentlich geplant.
heise.de

– ANGEZÄHLT –

Ca. 1,5 Millionen Geflüchtete leben in Uganda.
taz.de

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Wie gestalten die mächtigen Frauen die Welt?
Auf female-leader.net gibt es mehr als Klischees.

– ZITAT –

„Es ist so, wie wir es aus den kolonialen Zeiten kennen, als dem afrikanischen Kontinent die Ressourcen genommen wurden.“
Moses Mulumba vom Zentrum für Menschenrechte und Entwicklung in Uganda über die Impfstoffverteilung.
sueddeutsche.de

– ZULETZT –

Ghana testet e-Cedi: Ghana in Westafrika testet ein digitales Zentralbankgeld, den e-Cedi. Das soll die Verwendung von Kryptoassets wie Bitcoin zurückdrängen, die Souveränität über die Geldpolitik und die finanzielle Teilhabe aller Bürger sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Der e-Cedi ist als digitale Form der Landeswährung angelegt und wird eine digitale Alternative zu Bargeld aus Papier und Münzen sein. Ghana will eine sichere digitale Zahlungsinfrastruktur aufbauen. Auch das Bezahlen ohne Bankkonto soll so möglich werden und damit die finanzielle Eingliederung aller Bevölkerungsgruppen vorantreiben. Die Erfahrungen der Nutzer in der Testphase sollen genau analysiert werden gemeinsam mit der Zentralbank Ghana.
br.de

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