KW 33: 170 bewaffnete Sudanesen in Äthiopien getötet, Oppositionskandidat Hakainde Hichilema gewinnt Wahlen in Sambia, Wieder Ebola in der Elfenbeinküste

– NEWS –

170 bewaffnete Sudanesen in Äthiopien getötet: Im Westen Äthiopiens sind Behördenangaben zufolge mindestens 170 Bewaffnete aus dem benachbarten Sudan getötet worden. Ohne weitere Angaben zu den Hintergründen gab die Regionalregierung von Benishangul-Gumuz am Samstag bekannt, es habe sich um „Anti-Friedens-Elemente“ gehandelt. Die Sudanesen hätten demnach durch die Tötung von Zivilisten Terror in der Bevölkerung verbreiten und die Umsetzung des umstrittenen Staudammprojekts stören wollen.
derstandard.at

Oppositionskandidat Hakainde Hichilema gewinnt Wahlen in Sambia: In Sambia hat der Oppositionskandidat Hakainde Hichilema die Präsidentschaftswahl im sechsten Anlauf gewonnen. Bei der vergangenen Wahl 2016 hatte Amtsinhaber Edgar Lungu noch knapp gegen Hichilema gewonnen. Seine Beliebtheitswerte waren aber zuletzt wegen der schwächelnden Wirtschaft und steigender Lebenshaltungskosten gesunken. Vor der Wahl war es in Sambia zu massiven Spannungen gekommen. Anhänger von Lungus Patriotischer Front lieferten sich mehrfach gewaltsame Auseinandersetzungen mit Anhängern von Hichilemas Vereinigter Partei für die nationale Entwicklung. Lungu entsandte daraufhin das Militär – ein Schritt, der von Kritikern als Einschüchterungsversuch gewertet wurde.
tagesschau.de

Wieder Ebola in der Elfenbeinküste: In der Elfenbeinküste ist erstmals seit 1994 wieder eine Ebola-Infektion festgestellt worden. Der Fall wurde aus der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan gemeldet, wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilte. Es handele sich um „einen isolierten und eingeschleppten Fall“, die Patientin sei in einem Zentrum für hochansteckende Krankheiten in Treichville isoliert worden, ihre Kontakte würden zurückverfolgt, so der ivorische Gesundheitsminister Pierre Demba. Die positive Probe stammte von einer 18-Jährigen aus dem Nachbarland Guinea, wo der dortige Ebola-Ausbruch erst im Juni für beendet erklärt worden war, der Ursprung der Infektion soll jetzt genauer untersucht werden.
dw.com

– Anzeige –
Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Sudan liefert Ex-Präsident al-Baschir an Strafgerichtshof aus: Die Regierung des Sudan wird Ex-Präsident Omar al-Baschir und weitere Verdächtige wegen des Vorwurfs des Völkermords an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überstellen. Das sudanesische Kabinett habe die Auslieferung der von Den Haag gesuchten Verdächtigen beschlossen, teilte Außenministerin Mariam al-Mahdi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Suna am Mittwoch mit. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Darfur-Konflikt vorgeworfen.
tagesspiegel.de

Shell muss wegen Umweltschäden 95 Millionen Euro an Nigeria zahlen: Der Ölkonzern Shell muss wegen Umweltverschmutzungen im Nigerdelta eine Millionenentschädigung an Gemeinden im Südosten Nigerias zahlen. Die nigerianische Tochter des britisch-niederländischen Unternehmens, SPDC, akzeptierte am Mittwoch eine Strafzahlung in Höhe von knapp 95 Millionen Euro. In dem jahrelangen Rechtsstreit ging es um Umweltschäden durch Öllecks in den Siebzigerjahren. Shell war bereits 2010 verurteilt worden, seitdem hatte das Unternehmen das Urteil wiederholt ohne Erfolg angefochten. Am Mittwoch einigte sich der Konzern schließlich mit den Klägern auf einen Vergleich. Shell beharrte aber auf seinem Standpunkt, dass die Öllecks durch Sabotageaktionen während des Bürgerkriegs in Nigeria entstanden seien.
spiegel.de

Waldbrände wüten in Algerien: Im Norden Algeriens kämpften Feuerwehr und Armee am Mittwoch gegen 69 Waldbrände, zumeist in der Kabylei, einer stark bewaldeten Bergregion östlich der Hauptstadt Algier. Laut Staatsfernsehen stieg die Zahl der Todesopfer auf 65, darunter 28 Soldaten. Zwölf bei Rettungseinsätzen verletzte Soldaten schwebten demnach in Lebensgefahr. Auch das Nachbarland Tunesien hat mit der Hitzewelle zu kämpfen.
faz.net

Südafrika: Korruptionsverfahren gegen Jacob Zuma erneut verschoben spiegel.de
22 Tote bei Anschlag in Nigeria africanews.com
Erfolg für Ruandas Eingreiftruppe in Mosambik: Hafenstadt Mocímboa da Praia zurückerobert taz.de
UN-Menschenrechtsrat kritisiert neues Anti-LGBTQ Gesetz in Ghana africanews.com

– BACKGROUND –

Amnesty Bericht wirft Licht auf sexuelle Gewalt im Tigray-Konflikt: Äthiopische und eritreische Truppen haben laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Konfliktregion Tigray hunderte Frauen und Mädchen vergewaltigt. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht seien einige der Opfer zu Sex-Sklaven gemacht und verstümmelt worden. Der Bericht stützt sich auf Interviews mit 63 Überlebenden. Zu den mutmaßlichen Vergewaltigern gehören laut Amnesty äthiopische Regierungssoldaten, Truppen aus dem benachbarten Eritrea sowie Sicherheitskräfte und Milizionäre aus der äthiopischen Region Amhara. Amnesty erklärte, dass medizinische Einrichtungen in Tigray von Februar bis April 1.288 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt registriert hätten. Ärzte nehmen allerdings an, dass viele Überlebende sich nicht melden. Die Vereinten Nationen stufen die Lage der Zivilisten in Tigray und den angrenzenden Regionen als verheerend ein. 400.000 Menschen droht demnach Hunger.
taz.de

Staudamm sorgt weiterhin für Spannungen am blauen Nil: Äthiopien füllt nach und nach den Stausee des Grand Renaissance Damms am Blauen Nil. In Ägypten steigt deshalb die Nervosität, eine Kriegsdrohung steht im Raum. In einer Studie aus dem Jahr 2020 für die Fachpublikation „nature communications“ errechneten Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA in der Auffüllphase starke Wasserverluste für Ägypten. Erschwerend kommt hinzu, dass die äthiopische und die ägyptische Regierung bisher zu keiner Vereinbarung gekommen sind, wie zum Beispiel die Befüllungsphase gestaltet wird. Die ägyptische Regierung möchte ein langsames Tempo, die äthiopische Regierung will dagegen den Damm möglichst schnell füllen, damit viele Turbinen Strom produzieren. Ägyptens Präsident Sisi machte im März klar, dass für ihn der Nil eine Frage der nationalen Sicherheit ist – ob damit auch Krieg im Falle einer Wasserknappheit eine Option wäre, ist nicht klar. Um das zu vermeiden, wäre Ägypten gut beraten, mit dem alten Überflutungssystem nicht weiter Unmengen von Wasser zu verschwenden, seit diesem Monat bekommen Farmer einen zinslosen Kredit, um in wassersparende Systeme investieren zu können.
tagesschau.de

– ANGEZÄHLT –

Die tunesische Stadt Kairouan ist mit 50 Grad Celsius die aktuell heißeste Stadt in Afrika.
maghreb-post.de

– Anzeige –
Wie gestalten die mächtigen Frauen die Welt?
Auf female-leader.net gibt es mehr als Klischees.

– ZITAT –

„50 Brandherde zur gleichen Zeit – das ist unmöglich. Wir kennen Waldbrände von jeher, mit einem, zwei Brandherden – aber mehr als ein Dutzend zum exakt gleichen Zeitpunkt. Da sind Kriminelle am Werk“
Der algerische Innenminister Kamel Beldjoud über die wütenden Waldbrände.
tagesschau.de

– ZULETZT –

Waldelefanten als Klimaschützer: Die in den Wäldern von Zentral- und Westafrika heimischen Waldelefanten tragen einen erheblichen Teil im Kampf gegen die Klimakrise bei. Fabio Berzaghi, Forscher am Labor für Klima- und Umweltwissenschaften in Frankreich erklärt, dass Elefanten die Biodiversität stärken und die tropischen Wälder dazu bringen, mehr Kohlenstoff zu speichern und dabei Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden. Der nährstoffreiche Dung der grauen Riesen enthält Baum- und Strauchsamen, die so über große Distanzen verteilt werden. Dieser Dung dient als Nahrungsmittel und Unterschlupf für unzählige Kleintiere und ist zudem ein ergiebiger Dünger für den Waldboden. wienerzeitung.at

Newsletter abonnieren
Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten wöchetlich den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen aus Afrika:
Vorherige Ausgaben

Weitere Politbriefings

Unsere Digibriefings