KW 27: Zimbabwe will Elefanten verkaufen, Uguanda will gesetzkiche Krankenversicherung, MINUSMA-Mission verlängert, Nach Waldrama: Kapstadt setzt Oktopus-Fischerei aus

– NEWS –

Zimbabwe will Elefanten verkaufen: Präsident Emmersob Mnangagwa hat erklärt, sein Land wolle die Zahl wilder Elefanten reduzieren. Diese sollen entweder an andere Länder gespendet oder verkauft werden. Mnangagwa begründete den Schritt auf dem Tierwelt-Gipfel der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen mit fehlenden Ressourcen Zimbabwes. Es gäbe an die 84.000 Tiere im Land, ernährt werden können jedoch nur knapp 50.000. Angola sei ein solcher Kaufkandiat. Im Mai hatte Zimbabwe schon einmal 90 Elefanten nach China und Abu Dhabi für 2,7 Millionen Dollar verkauft. Zudem rief Mnangagwa dazu auf, das weltweite Handelsverbot für Elfenbein aufzuheben. Sein Land säße auf einem Vorrat im Wert von über 600 Millionen Dollar. Geld, das sspäter für den Tierschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt eingesetztwerden könnte. cnn.com

Uguanda will gesetzkiche Krankenversicherung: Die Regierung hat einen Gesetzesentwurf für eine flächendeckende, gesundheitliche Versorgung verabschiedet. Dies erklärte Sarah Byakika vom Gesundheitsministerium. Ganz Ugunanda habe den Anspruch auf eine angemessene, hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Dafür sieht das Gesetz, wenn es denn verabschiedet wird, eine verpflichtende Abgabe aller Bürger über 18 Jahre vor. Angestellte und Beamte sollen dafür vier Prozent ihres Bruttogehalts einzahlen. africanews.com
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MINUSMA-Mission verlängert: Der UN-Sicherheitsrat hat für die Verlängerung der MINUSMA-Mission gestimmt. Der Einsatz umfasst 10.000 Blauhelme und soll die Stabilität und Sicherheit in der Region nach dem Friedensabkommen 2015 garantieren. Besonders die Elfenbeinküste, Äquatorialguinea und Südafrika betonten bei der Sitzung des Sicherheitrats die besondere Bedeutung für die Stabilität Malis und für die gesamte Sahelzone. Auch vier Jahre nach dem Bürgerkrieg verüben Islamisten im nördlichen Teil Malis Anschläge und Angriffe. Auch in Zentralmali ereigneten sich in den vergangenen Wochen verheerende Gewaltausbrüche. dw.com

Nach Waldrama: Kapstadt setzt Oktopus-Fischerei aus: Nach einem öffentlichen Ausschrei und zwei toten Walen innerhlab weniger Wochen, hat Umwelt-, Fort- und Fischerei-Ministerin Barbara Creecy am Freitag offiziell die Verwendung von Oktopus-Fallen in der False Bay untersagt. Binnen vierzehn Tagen waren zwei Byrdewale angespült worden, die sich in Angelschnuren von Oktopus-Fallenvorrichtungen verheddert hatten. Die Firma Cape Town Octopus legt diese zur wissenschaftlichen Untersuchung vor der Küste aus. Besonders ihr Verweis auf nichtkommerzielle Zwecke, sondern der Forschungszweck, hatten zur Empörung beigetragen. dailymaverick.co.za

Neue Proteste im Sudan angekündigt www.africanews.com
DRC kündigt großflächigen Militäreinsatz in Ituri-Region an africanews.com
Mindestens 15 Tote bei Massenansturm in Madagaskar dw.com
Kenia: Neue High-Tech-Waffen gegen Wilderer africanews.com

– BACKGROUND –

Langer Weg zur Einheitswährung: Die Staatschef der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS peilen 2020 für die Einführung einer gemeinsamen Währung, dem Eco, an. Mahamadou Issoufou, Präsident des Niger und neuer ECOWAS-Vorsitzender, erklärte auf dem Treffen in Nigeria, der Fahrplan dahi würde eingehalten. Es benötige dazu aber noch einiges an Arbeit, um die Konvergenzkriterien in allen Mitgliedsstaaten zu erfüllen. Die Idee des Eco stößt vor allem in Ländern wie dem Senegal und Benin auf ein starkes Echo. Diese wollen sich schon länger vom, als Kolonial-Währung verschrienen, CFA-Franc verabschieden. Allerdings zeigen sich beispielsweise Geldwechsler vom Wegfall etablierter Währungen weniger begeistert, da sie dies als gewaltigen Geschäftseinschnitt empfinden. Auch Ökonmen warnen davor, dass dem Eco zuerst eine Harmonisierung und Vereinheitlichung der Steuer-, Industrie-, Handels- und Arbeitspolitik vorangegehen muss. Kein Land beabsichtige, später die Schulden von anderen zu bezahlen. Yves Ekoué Amaïzo, Direktor der Denkfabrik Afrocentricity, erklärte deshalb, dass das Datum zur Eco-Einführung bereits viermal verschoben wurde. Ein weiteres Mal wäre in Afrika auch keine Katastrophe. dw.com

Seepferdchen vom Aussterben bedroht: Trotz aller Verbote und Proteste bedienen die Fischer im Senegal weiterhhin die immer wachsendere chinesische Nachfrage an Seepferdchen. Die sind bei Chinesen als Heilmittel gegen Schlaflosikgkeit oder Asthma und als Potenzmittel heiß begehrt. Nach Schätzungen der Meeresschutzorganisation Project Seahorse sollen 2018 rund 600.000 Tiere aus dem westafrikanischen Land exportiert worden sein. Wegen der Jagd nach den Meerestierchen befürchten Beobachter deren baldiges Aussterben. Internationale Bemühungen wie ein Handelsverbot haben jedoch kaum etwas an der Situation ändern können. Besonders der Regierung in Senegal wird fehlendes Engagement bei der Überwachung vorgeworfen. Und so sollen auch weiterhin 95 Porzent der in Hongkong gehandelten getrockneten Seepferdchen, aus verbotenen Ländern stammen. Dies ergab jüngst eine Studie der University of British Columbia in Kanada. dw.com

– ANGEZÄHLT –

100 Stunden währte der jüngste Internet-Blackout in Äthiopien. Er wird auf einen fehlgeschlagenen Putschversuch in der nördlichen Region Amhara zurückgeführt. Am letzten Donnerstag verkündeten Medien die Wiederaufnahme der Wi-Fi-Aktivitäten. Während der Mobilfunk-Service teils noch gelähmt war. africanews.com

– ZITAT –

„Wir stärken die Frauen“

Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, über den Gedanken der Freiheit, auch bei Geschlechtern und über die Wichtigkeit der Förderung der regionalen Landwirtschaft.

dw.com

– ZULETZT –

Wirbel um Helikopter-Landung auf nigerianischer Schnellstraße: Das Video eines Helikopters, der mitten auf einer Schnellstraße einen Mann aufnimmt, hat für zahlreiche Spekulationen in sozialen Medien und auf Newsportalen gesorgt. Zahlreiche Zeugen hatten das Spektakel beobachtet. Anschließend war es zu Diskussionen gekommen, die darin eine Marotte eines Reichen sahen, der dem Stau entkommen wollte. Inzwischen nahmen Behörden die Untersuchung auf. Die Firma Tropical Artic Logistics, Eigentümerin des Helikopters, hat inzwischen erklärt, es habe sich um einen medizinischen Notfall gehandelt. africanews.com

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