KW 26: 32. Africa Cup gestartet, Menschenrechtler fordern Aufklärung von Mursis Tod, Tansania setzt Staudamm-Bau fort, Namibia baut größtes Diamantenförderschiff der Welt

– NEWS –

32. Africa Cup gestartet: In Ägypten ist die 32. Ausgabe des Africa-Cup mit der Partie Ägypten gegen Simbabwe eröffnet worden. Der Meisterschaft war eine komplizierte Vorgeschichte vorausgegangen. Der Afrikanische Fußballverband CAF hatte Kamerun als ursprünglichem Gastgeber die Ausrichung entzogen, die Komoren klagten erfolglos auf einen Ausschluss der Kameruner aus dem Turnier. Bis zum Finale am 24. Juli werden nun erstmals mit 24 Teilnehmern so viele Teams wie nie gegeneinander antreten. Ägypten gewann das Auftaktspiel mit 1:0, auch Nigeria und Ugunda siegten gegen ihre jeweiligen Gegner die Demokratische Republik Kongo und Burundi. dw.com, africanews.com

Menschenrechtler fordern Aufklärung von Mursis Tod: Amnesty International und Human Rights Watch HRW führen den plötzlichen Tod des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi auf schlechte Haftbedingungen zurückgeführt. Sie fordern von der Regierung eine lückenlose und unparteiische Aufklärung der Umstände. Der 67-jährige Mursi war am Montag während einer Gerichtsverhandlung kollabiert. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Zur offiziellen Todesursache wurde inzwischen ein Herzinfarkt erklärt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der enge Beziehungen zu Mohammed Mursi pflegte, sprach indessen von einem Aufragsmord. spiegel.de

Tansania setzt Staudamm-Bau fort: Im Selous-Reservat, dem größten Wildschutzgebiets Tansanias, haben die Arbeiten an einem umstrittenen Staudamm begonnen. Am Rufiji-Fluss soll ein neues Wasserkraftwerk zur Energieversorgung des Landes beitragen. Dafür werden mehr als 1000 Quadratkilometer gerodet und Lebensraum der Tiere gefährdet. Umweltschützer und ausländische Politiker schlagen, wegen der undurchsichtigen Finanzierung des bis zu zehn Milliarden Dollar teuren Vorhabens und seines ökonomischer Fehlkalkulation, Alarm. Es heißt, die Regierung spekuliere auf die Aberkennung des Selous als Weltnaturerbe und möchte Investoren wie China ins Land locken. dw.com

Namibia baut größtes Diamantenförderschiff der Welt: Für 375 Millionen Dollar wird mit der AMV3 das weltgrößte Schiff zur Diamantenförderung aus dem Meer gebaut. Finanziert wird das Projekt von fünf afrkanischen Großbanken und der Debmarine, einem Joint Venture Namibias mit dem größten Diamantenhändler und -produzenten De Beers. Das inzwischen siebente Schiff der Debmarine-Flotte soll 2022 fertiggestellt werden und soll jährlich 500.000 Karat fördern. Für die ersten fünf Jahre seines Einsatzes wird mit einem Gewinn von 137.64 Millionen Dollar gerechnet. africanews.com

Südafrikas Arbeitslose lernen Kodierung Zwei Drittel der südafrikanischen Bevölkerug zwischen 15 und 34 sind arbeitslos. Seit einiger Zeit suchen immer mehr von ihnen übers Kodieren den Einstieg in die Arbeitswelt. Das Land klagt über einen erheblichen Fachkräftemangel in der wachsenden IT-Branche. Einrictungen wie die WeThinkCode_ Academy in Johannesburg bietet ohne Hintergrundwissen eine Ausbildung in Programmierung von Websites und Apps. Das Programm wird durch Spenden, auch von Unternehmen, finanziert. In den Schulen erschweren hohe Datenpreise und mangelnde Computerausrichtung eine frühzeitige Spezialisierung auf diesem Gebiet. africanews.com

Äthiopiens Internet nach einer Woche wieder online edition.cnn.com
Kakaohändler gehen auf Bedingungen der Elfenbeinküste ind Ghanas ein africanews.com
Niassa-Reservat meldet null getötete Elefanten seit einem Jahr edition.cnn.com
Wilderer vergiften rund 500 Geier dailymaverick.co.za

– BACKGROUND –

Aufruhr im Kongo: In der kongolesischen Ituri-Provinz ist der Konflikt zwischen Volksgruppen der Hema und der Lendu wieder entflammt. Hunderttausende sollen das Gebiet fluchtartig verlassen haben. Gewaltsame Ausschreitungen, Entführungen und Überfälle haben bereits um die 240 Todesopfer gefordert. Auslöser war Berichten zufolge die Ermordung eines Lendu-Kaufmanns. Seit den 1990er Jahren kommt zwischen den Gruppen immer wieder zu Streitigkeiten, die von sozialen Unterschieden und Eigentumsansprüchen aus der Kolonialzeit befeuert werden. Beobachter beklagen zudem die mangelnde Authorität und Durchsetzungskraft der Regierung in der Provinz. Zur Befriedung wurde die örtliche UN-Friedensmission Monusco verstärkt. Die Angst vor einer Ebola-Epidemie in den Flüchtlingslagern verschärft die Lage zusätzlich. dw.com

Garissa-Angreifer verurteilt: Drei Männer sind für den Angriff auf die Garissa Universität 2015 schuldig gesprochen worden. Rashid Mberesero, Hassan Edin Hassan and Muhamed Abdi Abikar werden für die schlimmste terroristische Attacke Kenias seit 1998 verantwortlich gemacht. Damals stürmten Anhänger der islamistischen Miliz Al Shabaab aufs Gelände und töteten 150 Menschen. Bei den Hinrichtungen hatten sie Studenten und Lehrkräfte teilweise nach Religion sortiert. Al Shabaab bekannte sich zum Anschlag und will seinen Krieg gegen die kenianische Regierung fortführen, bis diese aus Somalia, der Heimat der Organisation, zurückzieht. Die Verkündung des Strafmaßes der Angeklagten soll am 3. Juli erfogen. Ein vierter Beschuldigter wurde freigesprochen. edition.cnn.com

– ANGEZÄHLT –

500 Laib Brot haben bewaffnete Räuber bei einem Überfall auf einen Lieferwagen vor einer Bäckerei in Zimbabwe erbäutet. Die Angestellten und Fahrer versuchten sich zu wehren, wurden aber übermannt. In Zimbabwe ist Brot seit längerem eine knappe Ware und wird zu überhöhten Preisen gehandelt. Eine sieben Millionen Dollar hohes Hilfspaket soll den Weizenimport wurde von der Zentralbank verabschiedet. africanews.com

– ZITAT –

„Let everybody in Africa be free. That’s why I picked up a camera. I didn’t want someone else to tell my story. I wanted to teach the next queer child that it’s OK to be.“
Die Fotografin und visuelle Aktivistin Zanele Muholi über ihr Engagement für Afrikas LGBTQ-Community und warum Gesetze zum Verbot von Homosexualität auf dem Kontinet abgeschafft werden müssen.
edition.cnn.com

– ZULETZT –

22.000 Dollar wurden nicht von Gorilla gefressen: Behörden haben bestätigt, dass 22.000 Dollar nicht von einem Gorilla in einem nigerianischen Zoo aufgefressen wurden. Das Geld war aus dem Fonds des Tierparks verschwunden. Lokalmedien hatten ursprünglich die Geschichte verbreitet, ein Gorilla sei dafür verantwortlich. Jetzt haben die Polizei und Antikorruptionsbehörde Ermittlungen aufgenommen. africanews.com

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