KW 25: Entwicklung Afrikas Thema beim G-20-Treffen, UN-Truppe für Sahel-Zone, Theater aus Afrika

– NEWS –

Entwicklung Afrikas Thema beim G-20-Treffen: In knapp zwei Wochen treffen sich die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Wie schon auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015 hat die Bundesregierung die Entwicklung des afrikanischen Kontinents in den Mittelpunkt ihrer Agenda gerückt. War es 2015 vor allem die krisenhafte Entwicklung durch die Ebola-Epidemie, die thematisiert wurde, sind es in diesem Jahr die wirtschaftlichen Aussichten Afrikas. Kein Kontinent ist in der vergangenen Dekade schneller gewachsen, und dies trotz des Einbruchs der Rohstoffpreise. In vielen Ländern kann man Reformbemühungen feststellen. Wer heute über moderne Kommunikation spricht, kommt an den Entwicklungen zur Anwendung der Mobiltelefonie in Ostafrika nicht mehr vorbei – die Silicon Savannah ist mehr als ein Schlagwort.
wiwo.de

UN-Truppe für Sahel-Zone: Frankreich und die USA streben gemeinsam eine UN-Resolution für die Gründung einer Anti-Terror-Truppe in der Sahel-Zone im Westen Afrikas an. Die Regierungen in Washington und Paris seien sich über den Entwurf für die Resolution einig geworden, sagten UN-Diplomaten am Dienstag in New York. Schon am Mittwoch könne über den Entwurf abgestimmt werden. Der Resolutionsentwurf sieht vor, dass die UNO die Stationierung einer Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung befürwortet. Allerdings sollen die Vollmachten der Anti-Terror-Einheit begrenzt sein. Die fünf afrikanischen Länder Mali, Mauretanien, Niger, Tschad und Burkina Faso sollen sich an der Truppe beteiligen.
derstandard.at

Kämpfe nach Waffenstillstand in Zentralafrika: Nur einen Tag nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands sind in der Zentralafrikanischen Republik wieder Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen ausgebrochen. Mindestens 42 Menschen seien am Dienstag in der Stadt Bria getötet worden, sagte Bürgermeister Maurice Belikoussou. Seit 2013 kommt es immer wieder zu Kämpfen in dem Land. Damals hatten muslimische Seleka-Rebellen die Macht übernommen. Gegen sie kämpft die Anti-Balaka-Miliz, die sich aus der christlichen Minderheit rekrutiert. Insgesamt gibt es 14 bewaffnete Gruppen in dem Land; 13 hatten sich dem Waffenstillstand angeschlossen.
derstandard.at, taz.de

Dramatische Lage in Kasai: In der zentralkongolesischen Region Kasai sind seit Oktober 2016 über 3.300 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte am Dienstag die katholische Kirche der Demokratischen Republik Kongo in einem Bericht, der staatlichen Sicherheitskräften die Zerstörung mehrerer Ortschaften vorwarf. Der Bericht wurde zu einer Sitzung der UN-Menschenrechtskommission in Genf veröffentlicht, auf der über die Einleitung einer unabhängigen Untersuchung der Menschenrechtslage im Kongo beraten wurde. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra’ad al-Hussein, sprach von einer dramatischen Verschlechterung der Lage in Kasai innerhalb der letzten drei Monate, mit über 1,3 Millionen Vertriebenen.
taz.de

Prozess gegen korrupten Präsidentensohn: Am Montag hat in Paris der Prozess gegen Teodorin Obiang begonnen. Der älteste Sohn von Teodoro Obiang, Diktator von Äquatorialguinea, wird angeklagt wegen Geldwäscherei, Korruption, Veruntreuung öffentlicher Gelder und widerrechtlichen Erwerbs von Gütern. Auch in den USA und in der Schweiz laufen Verfahren gegen den 48-jährigen Multimillionär.Seit letztem Sommer ist der Angeklagte auch Vizepräsident in seinem ölreichen Heimatland. Offenbar hoffte er, dank seinem Amt diplomatische Immunität zu genießen und einem Prozess zu entkommen. Am Freitag ließ die Regierung des afrikanischen Kleinstaates verkünden, der Prozess stelle eine Einmischung in innere Angelegenheiten dar.
nzz.ch

Basketball: NBA-Auswahl „Team World“ tritt mit Dirk Nowitzki tritt gegen „Team Africa“ in einem Show-Duell an sport1.de
Ausnahmezustand in Ägypten für weitere drei Monate verlängert derstandard.at
Extremisten belagern Lokal in Mogadischu – 17 Tote taz.de

– BACKGROUND –

Ausgerechnet Großwildjagd bringt Afrikas Dörfern das meiste Geld: Der Druck auf die Nationalparks in Afrika steigt, denn das Geld aus dem Tourismus kommt oft nicht bei der Bevölkerung an. Dementsprechend haben die Parks oft ein Image-Problem. Kritische Afrikaner betrachten Tierreservate als letzte Refugien der Kolonialisten. Ausgerechnet Großwildjäger und schwerreiche Luxuslodgekunden haben hier die stärkste Überzeugungskraft. Von der Abschussprämie eines Löwen kann sich ein ganzes Dorf ein Jahr lang ernähren und bei den Luxuslodges ist die Bezahlung der Angestellten meist besser als beim Rucksacktouristen.
fr.de

Theater aus Afrika: Immer wieder greifen Künstler in Afrika in die Politik ein. Im kleinen westafrikanischen Land Burkina Faso waren zwei Musiker, Smokey und Sams’K 2014 maßgeblich am Sturz des korrupten und mörderischen Langzeit-Präsidenten Blaise Compaoré durch eine gewaltlos demonstrierende Zivilgesellschaft beteiligt. Seitdem haben dort demokratische Wahlen stattgefunden, wurde ein Militärputsch zurückgeschlagen, herrschen Meinungs- und Pressefreiheit. Mehr Beispiele kann man derzeit in Köln erleben. Noch bis zum 24. Juni sind 75 Künstlerinnen und Künstler aus 14 Ländern in 12 Produktionen an 13 Spielorten beim vierten africologne Festival vertreten.
taz.de, africologne-festival.de

Wie Technologie Bildung ermöglicht: Die Vodafone-Stiftung verschafft fünf Millionen Kindern in den Ländern südlich der Sahara mit Tablets und anderen Geräten Zugang zu Online-Lernmaterialien.Von Flüchtlingslagern bis hin zu abgelegenen Orten in Afrika mit wenigen Schulen, gibt die Verbindungsfähigkeit Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft. So zum Beispiel die Kakuma Refugee Secondary in School in Kenia. „Diese Schule hat mein Leben gerettet. Wenn ich hier bin, lerne ich nur, ich baue meine eigene Zukunft“, erzählt eine Schülerin.
bigfm.de

– ANGEZÄHLT –

Mit 300 Millionen Euro zusätzlich will Entwicklungshilfeminister Gerd Müller in diesem Jahr Marokko, Tunesien, Äthiopien und andere afrikanische Staaten unterstützen, die gegen Korruption kämpfen und sich für Menschenrechte stark machen.
zeit.de

– ZITATE –

„Wenn wir es nicht schaffen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, werden in Zukunft bis zu 100 Millionen Menschen Richtung Norden wandern. Wenn wir weitermachen wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar keine andere Chance, als sich zu uns auf den Weg zu machen.“
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt vor einer gigantischen Fluchtbewegung aus Afrika, die durch Klimaveränderungen ausgelöst werden könnte.
welt.de

Luanda ist für Expats die teuerste Stadt der Welt: Die Hauptstadt Angolas ist die teuerste Stadt der Welt, zumindest für Expats. Nirgendwo sonst geben ausländische Fachkräfte so viel für Wohnen, Essen und Kleidung aus. Das hat die Unternehmensberatung Mercer herausgefunden, die dafür weltweit die Kosten für einen westlichen Lebensstandard verglich. So veranschlagte Mercer für Expats in der afrikanischen Stadt Luanda 5.600 Euro monatlich für eine möblierte Zweizimmerwohnung „in angemessener Nachbarschaft“ sowie 2,43 Euro für einen Liter Milch und 107 Euro für eine neue Jeans. Auf Platz zwei steht die asiatische Stadt Hongkong, die im vergangenen Jahr das Ranking anführte. Auf Rang drei und vier folgen Tokio und Zürich.
spiegel.de

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