KW 20: Timmermans und Weber für engeres Verhältnis zu Afrika, Internationales Drängen auf Sudans Militär, Giraffe wird zur bedrohten Art

– NEWS –

EU-Spitzenkandidaten fordern enges Verhältnis zu Afrika: Bei einer Debatte in Brüssel vor der Wahl des Europaparlaments haben sich die Spitzenkandidaten Frans Timmermans von den Sozialdemokraten und Manfred Weber, Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei EVP, beide für ein engeres Verhältnis zum afrikanischen Kontinent ausgesprochen. Timmermans betonte, es bräuchte einen großen Plan für Afrika, um zu gewährleisten, dass die Menschen ihre Heimat nicht in Richtung Europa verließen. Gleichzeitig nahm er die europäischen Staaten in die Pflicht, sich deutlich solidarischer bei der Verteilung von Asylbewerbern zu verhalten. Auch sein Kontrahent Manfred Weber stimmte diesen Punkten zu, verwies darüberhinaus auf die Notwendigkeit von zusätzlich 10.000 Grenzschützen, die so schnell wie möglich eingesetzt werden sollten. Im Falle seines Wahlsiegs versprach Weber die Ernennung eines EU-Kommissars, der allein für Fragen rund um Afrika zuständig sei.
handelsblatt.com, stern.de

Internationaler Druck auf Sudans Militär: Sudans Militär wird von Vertretern der UNO, der Afrikanischen Union AU, der EU und der USA zur sofortigen Wiederaufnahme von Gesprächen gedrängt. Die Krisen des Landes können nur durch einen Dialog zwischen dem Militärischen Übergangsrat und der Opposition gelöst werden, hieß es aus dem US-Außenministerium. Am Freitag berieten internationale Berater in Washington über die Lage im Sudan. Seit dem Sturz des Staatschefs Omar al-Baschir im April ist die Lage im Sudan angespannt. Demonstranten protestieren gegen den als Übergangsregierung eingesetzten Militärrat, der in ihren Augen nur die Repressionen al-Baschirs fortsetze.
stern.de

Anschlag auf Reisebus in Kairo: In Kairo wurde am Sonntag Nachmittag auf einen Reisebus mit 25 südafrikanischen Touristen ein Anschlag verübt. Sicherheitskräften zufolge befand sich der Bus nahe dem Neuen Ägyptischen Museum, als am Straßenrand eine Bombe detonierte. Bislang ist die Rede von 17 Verletzten die Rede. Demnach seien auch vier Insassen eines vorbeikommenden Autos von der Explosion betroffen.
spiegel.de, tagesspiegel.de

Giraffe wird zur bedrohten Art: Experten schlagen Alarm, dass die Giraffe in rund 30 Jahren so gut wie ausgerottet sein könnte. Das Thema sei in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht allzu präsent. In den vergangenen drei Jahrzehnten sei allerdings die Zahl der Paarhufer um 36 bis 40 Prozent geschrumpft. Schuld daran sei vor allem die Wilderei. Die Tiere werden ihres Fleisches wegen erlegt, aber auch Knochen oder Haut würden für den internationalen Schwarzmarkt weiterverarbeitet.
faz.net

Tauziehen um Semenya geht weiter: Im Fall des Wettbewerbsausschluss der Olympiasiegerin Caster Semenya hat Südafrikas Leichtathletik-Föderation ASA Berufung gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS angekündigt. Zudem werde eine Sanktionierung des Leichtathletik-Wertverbandes IAAF bei der UN-Vollversammlung angestrebt. Auslöser des Streits ist eine neue IAAF-Regel über den Testosterongehalt bei intersexuellen Läufern. Semenya verweigert sich einer Hormontherapie, um diese Werte zu erfüllen.
faz.net

Werkschau des Künstlers El Anatsui im Münchner Haus der Kunst tagesspiegel.de

– BACKGROUND –

17 Soldaten bei Angriff in Niger getötet:17 Soldaten sind bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im Westen Nigers getötet worden. Weitere elf Soldaten gelten als vermisst. Die Attacke fand in der Region Tillabéri statt, nahe der magischen Grenze statt. Dieses Gebiet gilt als Rückzugsort bewaffneter Extremisten. In der Sahelzone im Westen des Landes führt die Regierung einen beschwerlichen Kampf gegen islamistische Terrorgruppen. Abhilfe soll eine von den G5-Ländern Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad gemeinsam aufgestellte Einheit schaffen. Laut unabhängigen Beobachtern verhindert ein fehlender Informationsaustausch untereinander die Erfolge im Kampf gegen Terrorismus und Schleuserbanden. In Brüssel berieten sich europäische Verteidigungsminister mit den betreffenden afrikanischen Staaten eine Verschlechterung der Sicherheitslage. Laut EU haben die 5G-Länder bislang nicht genügend Gelder in ihre gemeinsame Truppe gesteckt. Während die afrikanische Seite wiederum die Nichteinhaltung versprochener Zuwendungen aus Europa monierte.
dw.com

Somalische Justiz soll nicht mehr wegsehen:Im somalischen Teilstaat Puntland hat der Prozess um die Vergewaltigung und Ermordung der Zwölfjährigen Aisha für öffentliche Empörung gesorgt. Demonstranten und eine aufgeheizte mediale Diskussion offenbaren eine stark ausgeprägte Kultur des Wegsehens und ein primär männlich dominiertes Gesellschaftsbild. So gilt Aishas Schicksal vielen als Regel, denn aus Ausnahme in einem Staat, der immer noch verstärkt durch Clan-Älteste und Religionsführer gelenkt wird.
nzz.ch

– ANGEZÄHLT –

Genau 0 Plastiktüten sollen in Tansania ab Juni verwendet werden. Die Regierung hat den Import von Plastiktüten verboten; das gilt auch für Touristen.
africanews.com

– ZITAT –

„We are nomads, we cannot limit ourselves to one place, we want to travel throughout great Morocco, but within the framework of the law.“
Schafhirte Mouloud begründet das Recht von Nomaden, sich frei in Marokkos Süden zu bewegen.
africanews.com

– ZULETZT –

Ramadan: Salafisten wollen züchtige Bekleidung: Eine salafistische Online-Kampagne lässt die Gemüter während des Fastenmonats derzeit überkochen. Der Aufruf richtet sich an alle Frauen, das Haus nicht ohne keusche Bekleidung zu verlassen. Ohne Kopftuch und den Verzicht auf körperbetonende, aufreizende Kleidung würden Frauen als wandelnde Verlockung die Gläubigen vom Fasten abhalten.
nzz.ch

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