KW 16: Uganda stellt Kampf gegen LAR ein, Nigerias Präsident entlässt führende Beamte, Bündnis gegen Mugabe

– NEWS –

Uganda stellt Kampf gegen LAR ein: Uganda wird Rebellenführer Joseph Cony und die „Lord´s Resistance Army“ (LAR) nicht weiter in der Zentralafrikanischen Republik jagen. Mit weniger als 100 Kämpfern stelle die Gruppe keine bedeutende Bedrohung mehr für Uganda dar, teilte Militärsprecher Richard Karemire am Mittwoch mit. Cony selbst befindet sich weiterhin auf der Flucht. Die LAR führte seit den 80er Jahren einen erbitterten Bürgerkrieg gegen die Regierung Ugandas, bei dem Zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben wurden.
derstandard.at

Nigerias Präsident entlässt führende Beamte: Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat wegen massiven Korruptionsvorwürfen Kabinettschef David Babachir Lawal sowie den Chef des Geheimdienstes, Ayo Oke, entlassen. Lawal soll sich um mehr als 800.000 Euro bereichert haben, die eigentlich für humanitäre Hilfe im von einer Hungersnot betroffenen Nordosten des Landes vorgesehen waren. Oke ist in einen Korruptionsfall im Umfang von 44 Millionen Euro verwickelt.
derstandard.at

Bündnis gegen Mugabe: In Simbabwe schließt sich die Opposition gegen den langjährigen Präsidenten Robert Mugabe zusammen. Die beiden prominentesten Oppositionellen, Morgan Tsvangirai und Joice Mujuru, erklärten, bei der Wahl im kommenden Jahr einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Mugabe, mittlerweile 93, ist seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 an der Macht und macht keine Anstalten, seinen Stuhl zu räumen. Oppositionsführer Tsvangirai erklärte, seine Partei MDC-T werde weitere Parteien mit ins Boot holen. „Dies ist ein gemeinsamer Kampf, um unser Land, unsere Freiheit und unsere Würde zurückzubekommen“, sagte er.
taz.de

Hitze in Mali legt Bundeswehrfahrzeuge lahm: Die Bundeswehr leidet beim Mali-Einsatz unter dem extremen Klima in dem afrikanischen Land. Die Einsatzbereitschaft der Gerätschaften sei derzeit nicht zufriedenstellend, räumte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch ein. Gerätschaften wie Heron-Drohne und Tiger-Kampfhubschrauber bräuchten unter anderem aufgrund von Staub und Hitze zusätzliche Kapazitäten für Wartung und Instandsetzung. Weitere Gründe für die Einschränkung der materiellen Einsatzbereitschaft seien die schleppende Ersatzteilversorgung aus Deutschland und die unzureichende Fahrzeuginstandsetzung im Camp.
sueddeutsche.de, tagesschau.de

Bärendienst für den Artenschutz? Südafrika gibt Nashornhandel frei: Das südafrikanische Verfassungsgericht hat entschieden: der Handel mit Rhinozeros-Hörnern ist künftig wieder zulässig. Das Umweltministerium wollte die Tiere schützen und hatte  sich um die Aufrechterhaltung des Verbots bemüht.  Doch vergeblich. Das seit 1977 geltende internationale Handelsverbot ist davon aber nicht betroffen. Tierschützer befürchten, der nun erlaubte begrenzte Handel in Südafrika könnte die Preise auf dem Schwarzmarkt vorantreiben und die Wilderei noch lukrativer machen. Befürworter hingegen argumentieren, durch legalen Handel werde dem Schwarzmarkt und der Wilderei die Grundlage entzogen.
dw.com, stopp-wilerei-weltweit.de

UN-Mitarbeiter von südsudanesischen Ex-Rebellen in einem Flüchtlingslager im Kongo als Geiseln genommen derstandard.at
Für immer mehr Flüchtlinge wird Mali auf dem Weg nach Europa zur Sackgasse taz.de
EU-Abgeordnete kontrollieren Umsetzung der umstrittenen Abkommen zur wirtschaftlichen Partnerschaft mit Westafrika euractiv.de

– BACKGROUND –

Das Volk der BaAka im Kongobecken kämpft ums Überleben: Die einst Pygmäen genannten Waldbewohner in der Dreiländerregion zwischen der Zentralafrikanischen Republik, der Republik Kongo und Kamerun fristen  ein trauriges Dasein. Über Jahrtausende hinweg hatten sie ein halbnomadisches Dschungelleben gelebt. Vierzig Jahre der Entwurzelung und Entwürdigung haben nun mit dem physischen auch ihr psychische Wohlbefinden in Mitleidenschaft gezogen. Als Ursache für ihr Schicksal gilt ausgerechnet der Naturschutz. An westlichen Maßstäben ausgerichteten Schutzbemühungen wurden gegen die Interessen der BaAka durchgesetzt. Die aus ihrer angestammten Umgebung vertriebenen Urbewohner seien wie Unkraut am Wegrand weggeworfen worden, sagen Kritiker.
badische-zeitung.de

Leergefischt: Bestände im Victoriasee brechen ein: 30 Millionen Menschen in Ostafrika leben an den Ufern des Victoriasees in Tansania, Kenia und Uganda. Fisch gehört für alle zum Grundnahrungsmittel und ist ein wichtiges Exportgut. Nur: der größte See Afrikas ist zunehmend leergefischt. 2015 kam aus Uganda nur noch 17.500 Tonnen vom Viktoriabarsch. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es noch 25.000 Tonnen. Jetzt vergiftet der Kampf um den Fisch die Verhältnisse vor Ort. Die ugandische Armee sichert übrige Fischbestände mit Waffengewalt.
n-tv.de

Junge afrikanische Fotografie: Fotografie wurde in Afrika lange als bloßes Handwerk angesehen. Dementsprechend fand sie lange in den Ateliers statt. Doch seitdem es Smartphones und Digitalkameras gibt, hat sich das geändert. Vor allem junge Afrikaner fotografieren einfach drauf los. Zu sehen ist die junge afrikanische Fotografie auf Instagram unter dem Account „Every Day Africa“ oder in dem gleichnamigen Bildband, der jetzt erschienen ist.
zeit.de

– ANGEZÄHLT –

Mit bis zu 30 Millionen Einwanderern aus Afrika rechnet der neue konservative Präsident des EU-Parlaments in den kommenden zehn Jahren. Um die Herausforderung zu meistern, schlägt er den Bau von Flüchtlingsstätten in Nordafrika vor.
epochtimes.de

– ZITATE –

„Man darf Demokratie in Afrika nicht nur auf den Wahlprozess reduzieren.“
Elsie Kanza, Afrika-Chefin des Weltwirtschaftsforums, hat sich als persönliche Assistentin des früheren tansanischen Präsidenten Jakaya Mrisho Kikwete um die Wirtschaft ihre Landes gekümmert und sieht einen Zusammenhang zischen wirtschaftlicher Entwicklung, Demokratie und Nachbarschaftshilfe.
handelsblatt.com

Wegen Damenbinden im Knast: Menstruation ist in Ugandas konservativer Gesellschaft ein Tabuthema. Der Ratschlag an Frauen, die ihre Tage bekommen: Versteck Dich, bis es vorbei ist. Stella Nyanzi, Doktorin für Gender-Studies und Ugandas führende Feministin wurde in der letzten Woche verhaftet. Ihr Verbrechen: Unter dem Hashtag #Pads4GirlsUG sammelte sie über soziale Netzwerke Geld, um Binden in Schulen zu verteilen. Die Anklage: „Cyber-Belästigung“ und Unruhestiftung. Bis zur Anhörung Ende April wird Nyanzi in Haft bleiben müssen.
taz.de

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