KW 14: Al-Sisi bei Trump, Opposition holt absolute Mehrheit, Neue Regierung in Marokko

– NEWS –

Al-Sisi bei Trump: In Washington hat US-Präsident Donald Trump den ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah Al-Sisi im Weißen Haus empfangen. Trump habe schon vorher viele Gemeinsamkeiten mit dem ägyptischen Präsidenten festgestellt und ergänzte in Richtung der Kritik aus Menschenrechtsgruppen, dass er hinter Präsident al-Sisi stehe, der „einen fantastischen Job in einer sehr schwierigen Situation“ gemacht habe. Beide Staatschefs vollen eine engere Zusammenarbeit.
tagesschau.de, taz.de

Opposition holt absolute Mehrheit: Die langjährige Opposition hat in Gambia bei den Parlamentswahlen die absolute Mehrheit erreicht. Die Vereinigte Demokratische Partei (UDP) erhielt 31 von 53 Sitzen. Die Partei APRC von Ex-Präsident Yahya Jammeh erhielt fünf Sitze. Zuvor hatte sie stattliche 48 Sitze inne. Nur 42 Prozent der 886.000 Wahlberechtigten nahmen aber an den Wahlen teil.
derstandard.at

Neue Regierung in Marokko: Ein halbes Jahr nach den Wahlen hat König Mohammed VI. eine neue Regierung ernannt. Dem neuen Ministerpräsidenten Saad Eddine El Othmani gelang es nach nur wenigen Wochen eine neue Koalition zu schmieden, nachdem sein Vorgänger Abdelilah Benkirane daran gescheitert war. Die Koalition, die El Othmani geschmiedet hat, besteht aus Konservativen, Sozialisten und wirtschaftsliberalen Parteien und wird 39 Regierungsmitglieder haben. Das Parlament wird die Regierung am 14. April bestätigen.
derstandard.at

Kabila kündigt Wahlen an: Präsident Joseph Kabila, Staatsoberhaupt der Demokratischen Republik Kongo, hat am Mittwochmittag vor den versammelten Parlamentariern in der Hauptstadt Kinshasa eine Rede gehalten, die im ganzen Land übertragen wurde. Die Gewalt in Kasai, im Osten des Landes nennt er „barbarische Akte“, die von „Terroristen“ ausgeführt würden. Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage kündigt er Finanzgesetze, die Änderung des Minengesetzes und mehr Privatinvestitionen an. Der Höhepunkt der Rede: Er kündigte an einen Premierminister der Opposition zu ernennen.
taz.de

EU gibt weitere Hilfen frei: Die EU will die drohende Hungersnot am Horn von Afrika mit weiteren 165 Millionen Euro bekämpfen. Bewaffnete Konflikte und Klimaveränderungen würden die aktuelle humanitäre Krise bedingen und verstärken sagte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Mittwoch in Brüssel. Die Sicherheit der Länder und die Stabilität der ganzen Region seien gefährdet. Betroffen seien vor allem Sudan und Somalia, aber auch Äthiopien und Kenia.
handelsblatt.com

Zwei frühere südafrikanische Minister geben ihre Parlamentsmandate auf derstandard.at
Mehr Flüchtlinge aus Afrika kommen in Italien an tagessspiegel.de
Ehemaliger Chef der britischen Barclays-Bank investiert mit seiner Finanzholding in afrikanische Banken finanztreff.de

– BACKGROUND –

Hermann Mashaba – Johannesburgs neuer Hoffnungsträger: „Black like me“ nannte Herman Mashaba in den 80ern eine Haarpflegeserie, die ausschließlich für eine dunkelhäutige Klientel gedacht war. In Zeiten der Apartheid fast ein Appell zum Widerstand. Jetzt, dreißig Jahre später, ist Mashaba Multimillionär und kandidiert als Bürgermeister für die Wirtschaftsmetropole Johannesburg. Außergewöhnlich: Mashaba ging nicht für den regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) ins Rennen, sondern für die Oppositionspartei Democratic Alliance (DA), die in der Bevölkerung als „weiße Partei“ gilt. Trotz Korruptionskrise des ANC war es kein leichtes Rennen für Mashabe, am Ende konnte er den Rathaussitz in Johannesburg aber erobern.
faz.net

Größter Solarpark der Welt: In Zentralmarokko, nahe der Stadt Ouarzazate, hat der Bau des vierten Kraftwerks für den größten Solarkomplex der Welt begonnen. Anfang 2018 soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist mit einem Darlehen von 60 Millionen Euro beteiligt. Pro Jahr könnten nach Fertigstellung 800.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
wiwo.de

Tausende Esel sterben in Afrika für chinesischen Markt: Tausende Esel werden jährlich in Afrika für den Export nach China geschlachtet. Banden stehlen die Tiere armen Bauern direkt von der Weide oder aus den Ställen heraus. Sie gehen mit den Tieren nicht zimperlich um, diese werden brutal getötet und gehäutet. Früher lag der Preis für einen Esel bei 29 Euro. Jetzt erzielt er das Fünffache. Die Gelatine in Haut und Hufen ist auf dem chinesischen Markt sehr beliebt. Das in China Ejiao genannte Stärkemittel gibt es als Heißgetränk oder als nussigen Snack. Chinas eigene Eselproduktion hat sich seit den 90ern fast halbiert. Der internationale Schmuggel mit den Lasttieren floriert daher und ist ein Millionengeschäft.
welt.de

– ANGEZÄHLT –

Auf 16.215 UN-Blauhelme wird die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (Monusco) reduziert. Zuvor waren es 19.815 Soldaten. Es bleibt aber die größte UN-Mission weltweit. Ende März verabschiedete der UN-Sicherheitsrat einstimmig die Resolution 2348 zur Verlängerung des Einsatzes.
taz.de

– ZITATE –

„Ich will der Bürgermeister der Arbeitsplätze werden.Was ich geschafft habe, kannst auch du schaffen.“
Johannesburgs neuer Bürgermeister Hermann Mashaba will vor allem die Menschen in den Armenvierteln überzeugen.
faz.net

Vom Blood-Diamant zum Volks-Diamant: In Sierra Leones Zentralbank in Freetown war in der vergangenen Woche der größte jemals gefundene Diamant der Besuchermagnet, es bildeten sich lange Schlangen. Der Diamant hat in einem Land, bei dem 50.000 Menschen im Kampf um die Kontrolle der Diamanten-Minen starben eine hohe symbolische Bedeutung. Der 705-Karat-Diamant soll nun versteigert werden. Er könnte dabei bis zu 50 Millionen Dollar erzielen. Es soll eine faire und transparente Versteigerung geben, sagte Präsident Ernest Bai Korona. „Wir verstehen, dass es Zweifel gibt, wer von diesem Diamanten profitieren wird“, sagte ein Regierungssprecher. Auch der Finder, Pastor Emmanuel Momoh, soll seinen Anteil daran erhalten.
sueddeutsche.de

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