KW 06: Zittern vor Donald Trump, Ost-Afrika droht Hungersnot, Kamerun gewinnt den Afrika-Cup

– NEWS –

Afrika zittert vor Donald Trump: Wegen Donald Trumps nach innen gerichteter Politik erwarten Experten nun einen Rückgang der US-amerikanischen Unterstützung für Entwicklungsländer. Afrika, so die Befürchtung, droht einen seiner wichtigsten Partner zu verlieren. Einen ersten Vorgeschmack auf Trumps künftige Afrikapolitik gab sein Beraterstab vor einigen Tagen in Form eines Fragenkatalogs an das US-Außenministerium. Darin heißt es im Wortlaut: „Weshalb sollten wir Afrika diese Summen an Spenden geben, während wir hier in den USA leiden?“ Die Afrika-Experten der Regierung seien vom Unterton „alarmiert“.
tagesspiegel.de

Ost-Afrika droht Hungersnot: Anfang der Woche schlugen die Vereinten Nationen Alarm. Wieder einmal. Über sechs Millionen Somalier seien vom Hunger bedroht, warnte Peter de Clerq, UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Somalia. Zwei Regenzeiten hätten nicht genug Wasser gebracht. In Somalia droht noch aus einem anderen Grund eine humanitäre Katastrophe: Das weltgrößte Flüchtlingslager im benachbarten Kenia soll von der Regierung geschlossen werden. Tausende Rückkehrer drängen ins Land, teils freiwillig, teils von den kenianischen Behörden zur Rückkehr gedrängt.
heute.de

Kamerun gewinnt den Afrika-Cup: Kamerun hat mit dem 2:1-Finalsieg über Ägypten die wohl größte Überraschung in der Geschichte des Wettbewerbs geschafft. Ägypten mit dem 44 Jahre alten Torhüter Essam El-Hadary war in der 22. Minute durch Mohamed Elneny vom FC Arsenal in Führung gegangen. Nicolas N’Koulou von Olympique Lyon glich nach einer Stunde für Kamerun aus. 8.000 Zuschauer sahen die Partie, darunter drückten die meisten Kamerun die Daumen. Als direkter Nachbar im Norden Gabuns hatten die Kameruner auch die deutlich kürzere Anreise als die Ägypter. Die „unbezähmbaren Löwen“ hatten die Afrika-Meisterschaft zuvor 1984, 1988, 2000 und 2002 gewonnen.
taz.de, dw.com

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Lahme Rente: Mehr sparen und länger arbeiten. Der Abstand zwischen Arbeitseinkommen und Renteneinkommen nimmt weiter zu. Deutsche im Ausland mit Bezügen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden besteuert, oft sogar doppelt. Die Finanzämter langen richtig zu. Auch die Riesterrente lohnt sich kaum noch. Tipps zur Vermeidung der Altersarmut gibt der in Brüssel ansässige deutsche Fachanwalt für Steuerrecht Walter Grupp, bei belgieninfo.net. Jetzt noch rechtzeitig unverbindlichen Direktkontakt aufnehmen unter walter.grupp@grupp-partner.com.

Gipfeltreffen der AU: Marokko ist wieder Mitglied der Afrikanischen Union (AU). 39 der 54 Mitgliedsstaaten stimmten auf dem 28. Gipfel der AU in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba letzte Woche für die Aufnahme des nordafrikanischen Königreiches, das vor knapp 33 Jahren die Vorgängerorganisation, die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) verlassen hatte. Außerdem ist der Außenminister des Tschad, Moussa Faki Mahamat, zum neuen Chef der Kommission der AU gewählt worden.
derstandard.at (Marokko), derstandard.at (Kommission)

Amerikanische Armeewurm befällt Afrika: Ein gefräßiger Schädling, der amerikanischen Armeewurm, breitet sich in afrikanischen Ländern aus. Schon im vergangenen Jahr entdeckten Wissenschaftler die Spodoptera frugiperda erstmals auf dem afrikanischen Kontinent in Ghana – bislang war die Raupe nur aus Nord- und Südamerika bekannt. Das Insekt gelangte vermutlich über Nahrungsmittelimporte auf den Kontinent. Inzwischen werden die Erntebestände auch in anderen südafrikanischen Ländern wie Sambia, Simbabwe, Namibia, Malawi und Mosambik attackiert.
fr-online.de

19. Afrika Energy Forum: Das 19. jährliche Africa Energy Forum (AEF) wurde für den 7. bis 9. Juni in Kopenhagen angekündigt. Die Entscheidung, das Forum in Dänemark zu veranstalten, wurde getroffen, um aus dem Investmentpotenzial der nordischen Länder für Afrika Kapital zu schlagen und die Technologien vorzuführen, die in der ganzen Region genutzt werden, um Städte sauber zu halten und kostengünstig zu betreiben – Technologien, die in afrikanischen Ländern eingesetzt werden könnten.
finanznachrichten.de

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann will Bootsflüchtlinge im Mittelmeer zurück nach Nordafrika bringen n-tv.de
Burkina Faso gewinnt beim Afrika-Cup kleines Finale gegen Gabun sportschau.de
Parlamentswahl im Tschad aus Geldmangel verschoben derstandard.at

– BACKGROUND –

Klerk kritisiert rassische Quotenregelung: Die FW-de-Klerk-Stiftung lädt jedes Jahr zum Jahrestag für das Ende der Apartheid, das durch eine Rede des damaligen südafrikanischen Präsidenten am 2. Februar 1990 markiert wird, zu einer Konferenz nach Kapstadt. Diesmal unter dem Titel „An einer neuen Kreuzung“. Der mittlerweile 80-jährige Frederik Wilhelm de Klerk sprach dabei besorgte Töne an. Er wies darauf hin, dass die versuchte Übernahme des Staates (state capture) durch Präsident Jacob Zuma und die eng mit ihm verbandelte indische Unternehmerfamilie Gupta die Verfassung des Landes unterminiert und fast alle Institutionen am Kap schwer in Misskredit gebracht habe. Dies betreffe insbesondere die Strafverfolgungsbehörden aber auch viele andere wie etwa den Staatssender SABC oder den Strommonopolisten Eskom.
handelsblatt.com

Afrika-Cup im Schatten einer politischen und wirtschaftlichen Krise: Der Afrika-Cup in Gambia war ein weiteres Beispiel dafür, wie der Sport von Mächtigen und Politikern missbraucht wird. Im Fanbus oder auf dem Markt, vor dem Stadion oder im Armenviertel, bei Demonstrationen oder im Präsidentenpalast. Die einen wollten nichts mit dem Afrika-Cup zu tun haben, die anderen einfach nur feiern. Und beide haben dieselben Gründe: Gabun ist in einer wirtschaftlichen und politischen Krise. Der Afrika-Cup ist ein großes Ablenkungsmanöver.Umgerechnet mehr als 700 Millionen Euro hat der abgetretene Staatspräsident Ali-Bongo Ondimba für das Turnier ausgegeben. Zwei neue Stadien mussten gebaut werden, obwohl die in Gabuns Profiliga mit 14 Teams nie voll werden. Dabei liegt die Arbeitslosigkeit zischen 20 und 40 Prozent.
zeit.de

„Schwarze Welten“ auf der Berlinale: Das Programm der Panorama-Sektion auf der diesjährigen Berlinale widmet sich mit dem Motto „Schwarze Welten“ der postkolonialen Vergangenheitsbewältigung. Neben der Geschichte der Schwarzen in Südamerika und den USA liegt der Fokus auch auf Afrika. „The Wound“, der Eröffnungsfilm des diesjährigen Panorama-Hauptprogramms kommt aus Südafrika. Wie Männlichkeit hergestellt wird ist ein durchgängiges Aufmerksamkeitsthema im Panorama. Hier werden wir Zeugen der Initiationsriten einer Gruppe von Xhosa-Männern aus dem Ostkap. Tradition und Moderne prallen aufeinander, wenn ein urbanisierter Geschäftsmann aus Johannesburg beschließt, seinen 17-jährigen Sohn der Beschneidungszeremonie seiner traditionellen Kultur auszusetzen.
berlinale.de

– ANGEZÄHLT –

700 Euro kostet es mittlerweile sich von Schleppern von Agadez (Niger) nach Libyen bringen zu lassen. Bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel im Oktober 2016 bei ihrem Besuch im Niger dem Land Geld geboten hat, damit es den Weg nach Libyen versperrt, waren es noch 230 Euro.
taz.de

– ZITATE –

„Wahnsinn, Champions! Erst der Afrika-Cup, als Nächstes kommt der Confederations-Cup!“
Kameruns ehemalige Top-Torjäger Samuel Eto’o prophezeit für das Nationalteam seines Landes eine große Zukunft.
taz.de

Badetag für Terroristen: Tunesische Sicherheitskräfte haben eigenen Angaben zufolge Terroristen festgenommen, die ihre Treffen in einem öffentlichen Bad abhielten. In der Einrichtung nur wenige Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis hätten die sieben Verdächtigen „dubiose Treffen“ veranstaltet, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Die Gruppe hätte mit dem Besitzer abgemacht, dass sie das Bad an bestimmten Tagen alleine für sich benutzen kann. Die Männer seien zwischen 31 und 48 Jahre alt und sollen nun wegen der Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung angeklagt werden.
derstandard.at

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