KW 05: Trump schreibt Brief an Afrika, War Mnangagwa in Massaker verwickelt?, Sisi tritt wieder an

– NEWS –

Trump schreibt Brief an Afrika: In einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der afrikanischen Länder hat sich US-Präsident Trump von seinen mutmaßlichen „Drecksloch“-Äußerungen distanziert. „Ich möchte unterstreichen, dass die Vereinigten Staaten die Menschen in Afrika zutiefst respektieren“, schrieb Trump darin. Er setze weiterhin auf „starke und respektvolle Beziehungen“. Außerdem kündigte er für März die erste Afrika-Reise seines Außenministers Rex Tillerson an. Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union tagen derzeit im äthiopischen Addis Abeba. Von dem Treffen wird auch eine Protestnote gegen die Trump-Äußerungen erwartet.
n-tv.de, nzz.ch

War Mnangagwa in Massaker verwickelt?: Die Rufe nach der Aufarbeitung der Gräueltaten des Mugabe-Regimes werden in Simbabwe immer lauter. Für den neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa ist das ein Problem, denn damit verbunden häufen sich die Fragen nach seiner Rolle bei den brutalen Massakern in der Matabeleland-Region, bei denen in den 80ern innerhalb von zwei Jahren 20.000 Menschen getötet worden sind. Mnangagwa war zu dieser Zeit Minister für Staatssicherheit und zuständig für die Leitung des Geheimdienstes CIO.
derstandard.at

Sisi tritt wieder an: Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat nun offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit erklärt. Ein Mitarbeiter hat die dafür nötigen Unterlagen bei der Wahlkommission eingereicht. Sisi ist damit der einzige Kandidat. Zwar hatte der frühere Stabschef Sami Annan angekündigt, ebenfalls kandidieren zu wollen, doch wurde er letzten Dienstag von Sicherheitskräften verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. Am heutigen Montag endet die Registrierungsfrist für mögliche Kandidaten.
derstandard.at

Deutschland vor Gericht: in New York wird derzeit eine Klage von Vertretern der Herero und der Nama gegen die Bundesrepublik Deutschland verhandelt. Es geht um mögliche Entschädigungen für die an ihren Vorfahren begangenen Massaker während der deutschen Kolonialzeit. Die Anhörung vor dem Bundesbezirksgericht in New York über dessen Zuständigkeit wurde bereits nach 15 Minuten vertagt und folgt damit einen Antrag Deutschlands, das erstmals seit Einreichung der Klage vor einem Jahr mit einem Vertreter erschienen war. Man benötige mehr Zeit zur Vorbereitung. Neuer Verhandlungstermin ist jetzt der dritte Mai.
taz.de

Horrorvideos aus Libyen: In Libyen sind in sozialen Netzwerken Videos aufgetaucht, die Misshandlungen und Folterungen von Migranten zeigen. Die Videos, die von Milizionären und Menschenhändlern selbst aufgenommen wurden, zeigen, wie Migranten auf dem Boden liegend mit heißem Silicon begossen werden. „Das sind die grausamsten Bilder, die ich in diesem Konflikt gesehen habe. Die Täter scheinen das Gefühl zu haben, sie hätten es nicht mit Menschen zu tun“, sagt ein Chirurg, der sich für eine Verbesserung der Lage von Gefangenen in West­libyen einsetzt.
taz.de

Opel expandiert nach Nordafrika n-tv.de
Beteiligung an 33 Exekutionen: Internationaler Strafgerichtshof fordert Auslieferung von hochrangigem libyschen Offizier derstandard.at

– BACKGROUND –

Afrika braucht gemeinsamen Luftraum: Fliegen ist in Afrika teuer und umständlich. Um von Punkt A nach B zu kommen, muss man nicht selten in Dubai, Istanbul oder einem Flughafen in Europa einen absurden Zwischenstopp einlegen. Der Hintergrund: Es gibt keinen gemeinsamen Luftraum. „Der Kontinent kann nicht abheben, während die Startbahn noch unvollständig ist“, schreibt der Afrika-Vize des internationalen Airline-Verbands IATA, Raphael Kuuchi. Dabei ist das Potential groß, das Wirtschaftswachstum in vielen Ländern ermöglicht und fordert Mobilität. Nach Schätzungen der IATA werden bis 2036 etwa 274 Millionen zusätzliche Menschen in Afrika fliegen.
derwesten.de

HipHop-Star untergetaucht: Sambias preisgekrönter Satiriker und HipHop-Sänger „Pilato“ ist untergetaucht. Er soll von Seiten der Regierungspartei PF Todesdrohungen erhalten haben. Der Vorwurf: Pilatos aktueller Hit, „Koswe Mumpoto“ (Ratte im Topf), soll von Präsident Edgar Lungu handeln. Das Lied denunziere Politiker, die Vorräte plündern und wie Ratten Dinge stehlen würden. „Pilato“ entgegnet: Es sei doch nur ein Lied und jeder Hörer könne selbst entscheiden, von wem oder was es handle.
taz.de

– ANGEZÄHLT –

120 Milliarden Euro gehen den Volkswirtschaften Afrikas jedes Jahr durch Korruption verloren.
faz.net

– ZITAT –

„Ich liebe Trump. Ich liebe Trump, weil er Afrikanern gegenüber ehrlich ist.“
Für Ugandas Staatschef Yoweri Museveni ist Trumps „Drecksloch“-Vergleich nicht weiter schlimm. Trump hätte doch recht, die Afrikaner müssten ihre Probleme selbst lösen.
derstandard.at

„Niemand, den ich in Afrika getroffen habe, will nach Europa kommen.“
Afrika-Experte Roland Brockmann ist das verzerrte europäische Afrika-Bild überdrüssig. In seinem Bildband „Real People of East Africa“ stellt er uns das wahre Leben in Afrika vor.
stern.de

– ZULETZT –

Wintersport in Afrika: Kurz vor den Olympischen Spielen ist in Afrika die Wintersport-Euphorie ausgebrochen. Acht afrikanische Länder schicken Athleten nach Südkorea – ein neuer Rekord. So hat Nigeria, ein Land, in dem es noch nie geschneit hat, ein eigenes Bob-Team. „Die Vielfalt zeigt den Leuten, dass man im Leben alles erreichen kann“, sagt Bobfahrerin Seun Adigun. Ferner im Angebot: Ein Skeletoni aus Ghana und alpine Skiläufer aus Eritrea und Kenia. Außerdem Athleten aus Südafrika, Madagaskar, Marokko und Togo.
sueddeutsche.de

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