Maximilian Riegel

KW 07: Merkel in Südafrika, Kabinett verlängert zwei Afrika-Einsätze, Konflikt zwischen Türkei und Assad eskaliert

– NEWS –
Merkel wirbt in Südafrika um Partnerschaft im Libyen-Konflikt: Deutschland und Südafrika wollen sich stärker für eine Bewältigung des Konflikts in Libyen einsetzen. Ohne den afrikanischen Sachverstand werde man das nicht lösen können, sagte Kanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa. Eine Beilegung des Konflikts habe eine große Bedeutung sowohl für Europa wie für Afrika, sei aber ein langwieriger Prozess. Merkel bot dem zu knapp 90 Prozent von Kohlekraftwerken abhängigen Kap-Staat zudem Unterstützung bei der Sanierung der maroden Energieversorgung und dem Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen an. Ramaphosa betonte, Kohle bleibe weiter ein Anker der südafrikanischen Energieversorgung, doch sollten erneuerbare Energien nun ebenfalls ausgebaut werden.
sueddeutsche.de, zdf.de, dw.com (Ramaphosa)
Kabinett verlängert zwei Afrika-Einsätze: Das Kabinett hat einer Verlängerung von zwei Bundeswehreinsätzen im Sudan und im Südsudan zugestimmt. Damit können bis zu 70 Soldaten die von den Vereinten Nationen geführten Friedensmissionen unterstützen. Im Südsudan versuchen die UN-Truppen, die Zivilbevölkerung zu schützen und Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen zu schaffen. In Darfur, im Westen des Sudans, gilt die Mission der Überwachung eines Waffenstillstandsabkommens. Die Lage sei hier weiterhin nicht stabil, heißt es von Seiten der Bundeswehr, die hier mit nur vier Soldaten vertreten ist. Der Bundestag muss die Verlängerung der Einsätze noch genehmigen, eine erste Debatte ist für kommende Woche geplant.
tagesschau.de, zeit.de
Konflikt zwischen Türkei und Assad eskaliert: Zwischen der türkischen und der syrischen Armee hat es nahe Idlib schwere Zusammenstöße gegeben. Dabei wurden auf beiden Seiten Soldaten getötet. Idlib im Nordwesten Syriens gilt als eine der letzten Rebellenhochburgen. Bei einem Angriff auf die Stadt tötete die syrische Armee fünf türkische Soldaten. Sieben weitere seien verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es gab, die Syrer hätten die Stadt beschossen, obwohl sie gewarnt wurden, dass sich Türken darin befinden. Die türkische Armee reagierte daraufhin mit einer Gegenoffensive. Nach Angaben des Ministeriums beschoss sie 54 Ziele, wobei 76 Soldaten “neutralisiert” worden seien. Die Nachrichtenagentur Anandolu berichtete, die türkische Führung habe die russische Regierung über den Zwischenfall informiert. Der Kreml ist ein Verbündeter Assads.
dw.com
Frankreich schickt weitere 600 Soldaten in den Sahel: Die französische Regierung hat die Entsendung weiterer 600 Soldaten in die Sahel-Zone angekündigt. Diese sollen den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus unterstützen. Zugleich erklärte Verteidigungsministerin Florence Parly, ihr Land wolle eine Ausweitung der EU-Trainingsmission in Mali erreichen – das hätte auch Auswirkungen auf die Bundeswehr, die an diesem Einsatz beteiligt ist. Frankreich fordert schon seit längerem eine wirksamere Unterstützung Deutschlands, bisher allerdings weitgehend vergeblich. Im Frühjahr steht eine Debatte über eine Verlängerung der Mandate für den Einsatz bei EUTM Mali und der UN-Mission MINUSMA an, dann will sich Deutschland auch mit einem stärkeren Einsatz in der Region befassen.
augengreadeaus.net
Tansania erhält Zuspruch für Forderungen an Berlin tagesspiegel.de
Merkel besucht Angola – die Korruption schreckt Investoren bisher ab handelsblatt.com
AU-Gipfel: Ringen um Frieden für Afrika zdf.de
– BACKGROUND –
Burkina Faso rüstet Zivilisten aus: Burkina Faso hat damit begonnen, Zivilisten militärisch auszurüsten. Das Parlament stimmte mehrheitlich dafür Milizengruppen Waffen auszuhändigen. Mit diesem Schritt will das Land im Kampf gegen den islamistischen Terror weiter an Boden gewinnen. Die Anzahl der Terroranschläge in Burkina Faso haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Bis 2015 war das Land von Attacken weitestgehend verschont geblieben. Das änderte sich dramatisch mit Ausbrechen des Konflikts in Mali. Seitdem treiben Al-Quaida und dem IS nahestehende Terrororganisationen ihr Unwesen. Erst Anfang der Woche starben bei einem Anschlag 18 Zivilisten. Die Armee steht dem eher machtlos gegenüber. Nun veranlasste diese verzweifelte Lage die Regierung zu der verzweifelten Maßnahme – der Bewaffnung ihrer Zivilbevölkerung.
thenational.ae, aljazeera.com
Interesse an Kryptowährungen ist in Afrika am größten: Das Fachportal Kryptoszene hat in einem weltweiten Vergleich der Google-Suchanfragen für den Begriff “Bitcoin” herausgefunden, dass Internetnutzer in Nigeria mit Abstand am häufigsten nach dieser digitalen Währung im Netz suchen. Mit Südafrika auf Rang zwei und Ghana auf dem fünften Platz liegen zwei weitere afrikanische Staaten weit vorne. Insgesamt zeigt die Datenauswertung, dass es vor allem Menschen in krisengefährdeten Gebieten sind, in denen Menschen sich für digitale Währungen interessieren.
springerprofessional.de
Riesensorge in Afrika vor Coronavirus: Noch hat das Coronavirus Afrika nicht erreicht. Doch gerade bei den engen Beziehungen zwischen China und afrikanischen Staaten kann das nur eine Frage der Zeit sein. Der Erreger würde hier auf Länder treffen, deren Gesundheitssysteme so schwach sind wie vielleicht nirgendwo anders auf der Welt. Im schlimmsten Falle könnte das eine Epidemie mit Hunderttausenden Infizierten und vielen Tausenden Toten bedeuten.
zeit.de
– ANGEZÄHLT –
1,3 Millionen Euro hat das Bild “Christine” des nigerianischen Malers Ben Enwonwu bei einer Auktion in London erzielt
diepresse.com
– ZITAT –
“Ich habe kürzlich über den Wind der Hoffnung geredet, aber heute fegt der Wind des Wahnsinns über die Welt.”
UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich verärgert über die geringen Fortschritte nach der Libyen-Konferenz gezeigt.
welt.de
– ZULETZT –
Bild von nigerianischem Künstler für 1,3 Millionen Euro versteigert: Ben Enwonwu gilt als einer der wichtigsten Vertreter des afrikanischen Modernismus. Lange Zeit war sein Name jedoch in Vergessenheit geraten. Nun wurde das Gemälde „Christine“ des nigerianischen Künstlers bei einer Auktion bei bei Sotheby’s in London umgerechnet 1,3 Millionen Euro erzielt. Damit erzielte es mehr als das Siebenfache des Schätzwertes. Dabei war der Familie, die das Bild zuvor besessen hatte, dessen Wert die längste Zeit nicht bewusst.
diepresse.com

KW 06: Wie der Coronavirus Afrika träfe, Libyen-Konflikt: Heiko Maas fordert Sanktionen, Oxfam: EU bekämpft Migration statt Armut

– NEWS –
Wie der Coronavirus Afrika träfe: Bisher wurde auf dem afrikanischen Kontinent noch niemand ermittelt, der mit dem Coronavirus infiziert ist. Damit ist Afrika bisher als einziger Kontinent verschont geblieben. Allerdings gab es schon ein paar Verdachtsfälle, die zeigen wie nervös die Behörden sind. Die Behörden in Addis Abeba stellten vier Studierende unter Quarantäne. Zwei von ihnen waren zuvor mit grippeähnlichen Symptomen aus der chinesischen Millionenmetropole Wuhan eingereist, dem Ort in Zentralostchina mit den bislang meisten Todesopfern. Auch das Gesundheitsministerium der Elfenbeinküste meldete einen ersten Verdachtsfall. Die Gesundheitssysteme der meisten afrikanischen Länder wären für eine Epidemie extrem anfällig. Nur die wenigsten haben entwickelte Frühwarnsysteme in den letzten Jahren installieren können. 2014 kursierte in Westafrika der Ebola-Virus und forderte mehr als 10.000 Todesopfer.
taz.de
Libyen-Konflikt: Heiko Maas fordert Sanktionen: Bei einem Treffen mit dem neuen EU-Außenbeauftragten Josep Borrell forderte Heiko Maas Sanktionen gegen Verstöße des auf der Libyen-Konferenz in Berlin ausgehandelten Waffenembargos. Borrell schlug eine zweites Treffen zum Thema Libyen im Zuge der Münchner Sicherheitskonferenz vor. Gleichzeitig regte er an, die EU-Marinemission “Sophia” wieder aufleben zu lassen, um das Waffenembargo zu überwachen. Die Mission wurde auf die Ausbildung der libyschen Küstenwache beschränkt, da sich die beteiligten EU-Staaten nicht auf die Verteilung von während der Mission geretteten Geflüchteten einigen konnten. Die Seenotrettung gehörte zwar nicht zum Mandat der Mission, wurde aber dennoch geleistet. So wurden im Jahr 2019 über 50.000 Menschen gerettet. Einige Unionspolitiker äußerten sich bereits kritisch gegenüber dem Vorschlag, “Sophia” wiederzubeleben. Fraktionsvizechef Thorsten Frei nannte die Seenotrettung einen der Hauptgründe für die Migration über die Mittelmeerroute.
welt.de, faz.net
Oxfam: EU bekämpft Migration statt Armut: Die Menschenrechtsorganisation Oxfam kritisiert die EU für ihre Entwicklungspolitik. Demnach gäbe Brüssel immer mehr Geld dafür aus, Grenzen zu schließen, Migration zu erschweren und Abschiebungen nach Afrika zu erleichtern. Dadurch würden Armut und Not „verschärft, statt diese zu lindern“, heißt es in dem Bericht „Trapped between Aid Policy and Migration Politics“. Dieser befasst sich vor allem mit dem sogenannten EU-Treuhandfonds für Afrika (EUTF). Nach Zählung von Oxfam hat der EUTF für Projekte, deren Ziel es sei, „Migration zu verhindern“, über eine Milliarde ausgegeben. Das ist mehr als ein Viertel des bislang ausgegebenen Gesamtvolumens. Lediglich 1,5 Prozent (56 Millionen Euro) seien für sichere und legale Zugangswege für Flüchtende und Migranten vorgesehen. Innerhalb der EU werde der Erfolg von Entwicklungsprojekten zunehmend danach bemessen, ob sie Migrationsbewegungen reduzieren − und nicht mehr an dem Entwicklungsnutzen, den das Projekt für die Menschen vor Ort hat, kritisiert Oxfam.
taz.de
Mehr Aufmerksamkeit für Klimakrise in Afrika: Greta Thunberg hat gefordert, den Ländern Afrikas mehr Aufmerksamkeit bei der Bewältigung der Klimakrise zukommen zu lassen. Afrika ist bereits heute am stärksten durch den Klimawandel betroffen. In der medialen Aufmerksamkeit in der westlichen Welt kommt das aber oft zu kurz. Besonders für Empörung sorgte ein Bild auf dem vier weiße Klimaaktivisten zu sehen waren, darunter Luisa Neubauer und Greta Thunberg. Aufgenommen wurde das Bild in Davos. Ursprünglich auch darauf zu sehen, war Vanessa Nakate aus Uganda. Die Nachrichtenagentur AP schnitt sie jedoch einfach aus dem Bild. Später musste sich die Agentur dafür entschuldigen.
rnd.de, welt.de
Unicef fordert mehr Hilfe für Kinder im Sahel: Fast fünf Millionen Kinder brauchen nach Angaben von Unicef humanitäre Hilfe. Grund dafür seien Anschläge, Entführungen und Zwangsrekrutierungen durch bewaffnete Gruppen, erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Jungen und Mädchen in den Ländern Mali, Burkina Faso und Niger litten besonders unter der Gewalt. Im vergangenen Jahr seinen hunderttausende gezwungen gewesen, ihre Heimat zu verlassen. Unicef ruft die Staaten auf, dringend umgerechnet rund 190 Millionen Euro für Hilfe in der Region bereitzustellen.
deutschlandfunk.de
Deutschland will in großem Stil Wasserstoff aus Afrika importieren industriemagazin.at
Mbodj: “In Afrika gibt es mehr Smartphones als in den USA und in Europa zusammen” wienerzeitung.at
Europas koloniales Erbe in Afrika deutschlandfunk.de
Infantino schlägt Änderungen beim Afrika-Cup vor weltfussball.de
– BACKGROUND –
Äthiopien auf dem Weg ins All: Äthiopien hat vor einem Monat seinen ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen. Entworfen wurde der Satellit von äthiopischen und chinesischen Ingenieuren. Den Großteil der Kosten übernahmen dabei die Chinesen. Damit ist Äthiopien das elfte Land aus Subsahara-Afrika, das einen eigenen Satelliten im All hat. Auch Nigeria kooperiert in Sachen Weltraumabenteuer mit den Chinesen. Bis 2030 soll ein Astronaut ins All geschossen werden. China nutzen diese Kooperationen auch politisch und wirtschaftlich. Die ohnehin schon stark ausgeprägten Partnerschaften können durch derartige Prestigeprojekt noch verstärkt werden.
dw.com
Die Unentschlossenheit Europas in Libyen: Die Libyen-Konferenz in Berlin nutzt vor allen Dingen den Akteuren, die bereits militärisch involviert waren. Europa habe es nicht geschafft, eine gemeinsame Politik zu entwickeln und es so den Vereinigten Arabischen Emiraten, vor allen Dingen jedoch Russland und der Türkei ermöglicht, jeweils eine Seite des Konflikts zu unterstützen. Die Unentschlossenheit der EU führte dann dazu, dass die international anerkannte Regierung Libyens um türkische militärische Unterstützung bat und Europa zunehmend vom Friedensprozess ausschloss. So weigerte sich Ministerpräsident Sarradsch, sich mit dem italienischen Ministerpräsidenten zu treffen. Die EU habe sich unwillig gezeigt, General Haftar Einhalt zu gebieten, auch weil Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate zu wichtigen Unterstützern Haftars zählen. Diese wiederum will Europa nicht verärgern. In letzter Konsequenz könnte die Berliner Konferenz die Eskalation des Libyen-Konflikts sogar verstärken, da Europa zu wenig Druck auf Haftar, die Türkei und Russland ausübt.
ipg-journal.de
Immer mehr islamisitsche Anschläge: In Afrika sind 2019 mehr als doppelt so viele Anschläge durch islamistische Gruppierungen verzeichnet worden wie vor acht Jahren. Das ist das Ergebnis einer Erhebung von Acled, einer amerikanischen NGO. Demnach gab es im vergangenen Jahr insgesamt 3471 gewaltsame Angriffe auf dem Kontinent, die auf Islamisten zurückzuführen waren – 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei kamen über 10 000 Personen ums Leben. Grund für den deutlichen Anstieg sind die jüngsten Entwicklungen im Sahel sowie in der Region um den Tschadsee. In Somalia dagegen, lange der wichtigste Hotspot der religiös motivierten Gewalt auf dem Kontinent, hat sich die Lage leicht verbessert: Die Zahl der Angriffe ging hier in den letzten zwei Jahren um 40 Prozent zurück. Weiterhin werden aber rund 38 Prozent aller Anschläge in Afrika hier verzeichnet.
nzz.ch
– ANGEZÄHLT –
20 Menschen sind in Tansania bei einem Freiluftgottesdienst eines evangelikalen Predigers in dem Gedränge getötet worden. Darunter fünf Kinder.
derstandard.at
– ZITAT –
“Ich habe geweint, weil es so traurig war, nicht nur, weil es rassistisch war, sondern auch wegen der Menschen aus Afrika. Es zeigte, wie wir wertgeschätzt werden. Das hat mir sehr wehgetan. Es ist das Schlimmste, was ich je in meinem Leben erlebt habe.”
Klimaaktivistin Vanessa Nakate darüber, dass sie aus einem Bild einfach herausgeschnitten wurde, so dass nur noch vier weiße Köpfe zu sehen waren.
welt.de
– ZULETZT –
Neandertalergene im südlichen Afrika entdeckt: Ein Team der Princeton University (New Jersey, USA) hat erstmals genetische Belege für Neandertalergene bei modernen Afrikanern entdeckt. Die Studie widerspricht damit bisherige Annahmen über die Verbreitung der unterschiedlichen menschlichen Spezies in großen Teilen. Erbgut des Neandertalers ist bei heutigen Europäern, Amerikanern, Asiaten und Australiern in Bereichen zwischen 1,8 und vier Prozent zu messen. In Ländern des südlichen Afrikas war man bisher davon ausgegangen, dass es ob der Distanzen nicht zu einer Vermischung zwischen europäischen Neandertaler und afrikanischem Homo Sapiens kam. Die nun erstellen Analysen ergaben jedoch, dass das Erbgut der untersuchten Afrikaner im Schnitt 0,3 Prozent Neandertaler-DNA enthielt.
derstandard.at

KW 04: Libyen-Konferenz fasst Beschluss, Reichste Frau Afrikas profitierte von deutschen Geldern, Macron will Kampf gegen Islamisten ausweiten

– NEWS –
Libyen-Konferenz fasst Beschluss: Die Libyen-Konferenz in Berlin hat sich auf eine Friedensplan geeinigt. Die Teilnehmer des Berliner Libyen-Gipfels verpflichteten sich am Sonntag zur Einhaltung eines UN-Waffenembargos und zum Ende der militärischen Unterstützung für die Konfliktparteien. Zudem sollen internationale Anstrengungen zur Überwachung des Embargos verstärkt werden, heißt es in einer Erklärung von 16 Staaten und Organisationen. Gefordert wird darin eine umfassende Demobilisierung und Entwaffnung der Milizen, Verletzungen des Waffenstillstandes sollen sanktioniert werden. Dem Beschluss vorausgegangen waren viele Gespräche. Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas trafen schon vor dem offiziellen Beginn des Gipfels mit dem libyschen Premierminister Fayez Sarraj und dessen Gegenspieler General Khalifa Haftar zusammen. Die Gespräche wurden Berichten zufolge getrennt mit den beiden libyschen Vertretern geführt. Zu der Konferenz waren unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Außenminister Mike Pompeo eingeladen. Putin und Erdogan trafen sich vor der Konferenz zu einem bilateralen Gespräch. Dabei betonten beide die Bedeutung einer Waffenruhe in Libyen. Erdogan forderte Haftar auf, die Kämpfe einzustellen. Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte bekräftigte die Forderung nach einer Mission zur Überwachung eines Waffenstillstandes. Italien sei bereit, dabei eine Rolle zu übernehmen, sagte er nach Gesprächen mit Uno-Generalsekretär António Guterres.
spiegel.de
Reichste Frau Afrikas profitierte von deutschen Geldern: Neue, bislang unveröffentlichte Dokumente zeigen, wie die reichste Frau Afrikas, Isabel dos Santos, ihr Vermögen auf dubiose Weise gemehrt hat. Dos Santos ist die Tochter des früheren Staatspräsidenten von Angola, José Eduardo dos Santos, der das Land fast vier Jahrzehnte lang autokratisch regierte. Die neuen Erkenntnisse stammen aus einem Aktenkonvolut, das der afrikanischen Whistleblower-Plattform PPLAAF zugespielt wurde. Das Vermögen von Isabel dos Santos wird auf mehr als zwei Milliarden Dollar geschätzt. Die mehr als 715 000 Dokumente erhärten den Verdacht, dass sie erheblich von der Hilfe ihres Vaters während dessen Präsidentschaft in einem der ärmsten und korruptesten Länder der Welt profitiert hat. Hinzu kam Unterstützung aus dem Ausland, unter anderem ein Darlehen in Höhe von rund 50 Millionen Euro, das eine Tochterfirma der staatlichen deutschen Förderbank KfW im Jahr 2015 vergeben hat. Dos Santos bestreitet jedes Fehlverhalten.
sueddeutsche.de
Macron will Kampf gegen Islamisten ausweiten: Frankreichs Präsident Emanuel Macron hat angekündigt den Kampf gegen Islamisten in der Sahel-Zone auszuweiten. Der Kampf werde auf das besonders gefährdete Grenzgebiet zwischen Mali, Burkina Faso und Niger konzentriert, sagte er nach einem Gipfel mit mehreren Amtskollegen aus der Sahelregion im südwestfranzösischen Pau. Der Hauptfeind sei dort die Terrorgruppe Islamischer Staat Große Sahara, ein Ableger der Terrormiliz IS. Der Gipfel verständigte sich auf eine „Koalition für das Sahelgebiet“. Dieser würden auch andere Partner angehören. Die fünf beteiligten Länder der Region billigten ausdrücklich, dass Frankreich militärisch dort weiter engagiert bleibt. Mancherorts hatte es zuvor antifranzösische Ressentiments gegeben. „Wir haben keine Wahl: Wir brauchen jetzt Ergebnisse“, sagte Macron. Er kündigte an, dass er 220 zusätzliche Soldaten in die Region schicken werde.
tagesspiegel.de
Drohende Hungerskatastrophe im südlichen Afrika: Den Ländern des südlichen Afrikas droht eine schwere Hungerkrise. “Diese Hungerkrise hat ein Ausmaß, das wir noch nie zuvor gesehen haben – und der Augenschein zeigt, dass es noch schlimmer wird”, warnte Lola Castro, die Regionaldirektorin des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen. Rund 45 Millionen Menschen dürften im südlichen Afrika auf Nahrungshilfe angewiesen sein. Im Vorjahr haben Dürre, Wirbelsturmschäden, Fluten, Schädlinge, Missmanagement und auch Krisen nach Angaben der Vereinten Nationen eine der schlimmsten Hungerkatastrophen seit 35 Jahren heraufbeschworen. Und sie droht, sich noch zu verschärfen. Allein im Krisenstaat Simbabwe ist etwa die Hälfte der Bevölkerung von einer Hungersnot bedroht. In dem Land mit der weltweit zweithöchsten Inflationsrate fällt bis zu 19 Stunden am Tag der Strom aus, Wasser ist ebenso knapp wie das Hauptnahrungsmittel Mais.
zdf.de
Müller gegen Ausweitung von Mali-Einsatz: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich für eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali ausgesprochen. Entwicklungsminister Gerd Müller sieht das skeptisch. Hinter der Krise in Mali und in der gesamten Tschad-Region stünden Konflikte zwischen Bauern und der Volksgruppe der Tuareg um immer weniger Wasser und immer weniger Weideland fürs Vieh. “Die Radikalisierung ist die Folge der Ressourcenknappheit”, sagte Müller. Wenn nichts mehr bleibe, schlössen sich die Menschen Terrorgruppen wie Boko Haram und der Dschihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) an. “Nur wenn die Menschen eine Lebensperspektive haben, können wir Radikalisierung, Terror, Flucht und Schleppertum wirksam begegnen.”
dw.com
Africa-Cup 2021 in Winter verschoben: Wie die Organisatoren des kommenden Gastgebers Kamerun am Mittwoch mitteilten, wird die Kontinentalmeisterschaft der afrikanischen Fußball-Nationalmannschaften aufgrund der “ungünstigen Wetterbedingungen im ursprünglich vorgesehenen Zeitraum” nun vom 9. Januar bis 6. Februar 2021 ausgespielt. Im europäischen Hochsommer herrscht in Kamerun die Regenzeit. Erst für die vergangene Ausgabe in Ägypten hatte der afrikanische Kontinentalverband CAF auf den Slot im Sommer umgestellt. Damit wollte die CAF Konflikten mit den europäischen Ligen aus dem Weg gehen.
sport.sky.de
Herero-Aufstand: Als der Holocaust in Afrika geprobt wurde welt.de
Dieses Werk ist aus Afrika und weiblich zeit.de
Reichtum und Elend in Afrika faz.net
Geschäftsmodell für Afrika: Biogas aus dem Rucksack deutschlandfunk.de
– BACKGROUND –
Afrikanische Vorreiter bei Open Source: Github ist die größte Plattform für Open-Source-Software. Rund um die Welt arbeiten Entwickler zusammen, um Ideen auszutauschen. Ganz vorne dabei sind IT-Spezialisten aus Afrika. In Ländern wie Kenia, Ägypten, Südafrika oder Nigeria, stieg die Zahl derjenigen, die sich an Github-Projekten beteiligen, im vergangenen Jahr um hohe zweistellige Prozentsätze. „Es ist eine riesige Chance“, sagt die Managerin der Open-Source-Plattform Omoju Miller am Rand der Digitalkonferenz DLD der “FAZ” – und hat auch ein spannendes Beispiel parat. Ein Programm, das in Afrika entwickelt worden sei, um körperliche Übergriffe auf Wähler zu dokumentieren, sei später in Japan eingesetzt worden, um nach der Tsunami-Katastrophe Gebiete mit erhöhter radioaktiver Strahlung festzuhalten. Das sei an sich schon bemerkenswert, spannend sei aber auch gewesen, wie schnell die Gemeinschaft der gutwilligen Entwickler die Anleitung von Englisch in Japanisch übersetzt habe: „Das hat damals keine 24 Stunden gedauert“, sagt Miller.
faz.net
Fehlgeleitete Entwicklungshilfe: Etwa zwei Billionen Dollar Entwicklungshilfe hat Afrika in den letzten Jahrzehnten erhalten. Gebracht hat sie nichts, meinen afrikanische Ökonomen. Sie machen Entwicklungshilfe sogar dafür verantwortlich, dass Afrika immer ärmer wird. Die internationale Hilfe nehme der Regierung die Arbeit ab und verhindere so effektive Vorsorge. Und das gilt nicht nur für die Nahrungsmittelversorgung. Hilfsorganisationen betreiben Hospitäler und Schulen und übernehmen sogar die Wasser- und Stromversorgung. Statt vermeintlich zu helfen, sollten die Geberländer lieber anfangen Handel auf Augenhöhe mit afrikanischen Ländern betreiben. Für viele beispielhaft ist China. „Die Chinesen leisten einen großartigen Dienst. Ihre Haltung gegenüber Afrika ist nicht geprägt von Mitleid oder Schuldbewusstsein, die dem Hilfemodell zugrunde liegen. Die Chinesen wollen in Afrika Geschäfte machen. Und das hilft Afrikanern, weil sie Jobs finden“, erklärt die Ökonomin Dambisa Moyo. Allerdings hat auch das Geschäft mit den Chinesen Schattenseiten, wie eine hohe Verschuldung.
deutschlandfunk.de
Intelligente Wasserpumpen: Das Unternehmen Futurepump hat eine datengetriebene Solarpumpe entwickelt. Eingesetzt werden soll sie vor allem in afrikanischen Ländern. Sie soll Diesel- und Benzinmotoren ersetzen und obendrein günstiger sein. Die Besonderheit ist aber, dass die intelligenten Pumpen die unterirdischen Süßwasserspeicher in ganz Afrika kartografieren und mit den Daten dazu beitragen, dass diese nicht versiegen. Möglich wird das durch Sensoren, die in den Pumpen verbaut sind und Daten wie Energieverbrauch und Drehzahl messen. Diese Daten werden anschließend an das International Water Management Institute (IWMI) in Sri Lanka übermittelt. Dieses berechnet anschließend Grundwasserentnahme und -pegel. Das IWMI plant, die Daten der 4.000 Pumpen zu verwenden, um zu berechnen, wie viel Wasser zu einem bestimmten Zeitpunkt gefördert wird. Die Daten sollen Regierungen helfen, eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten, etwa indem sie die Wasserförderung limitieren oder den Anbau weniger wasserintensiver Pflanzen fördern.
derstandard.at
– ANGEZÄHLT –
Millionen von Heuschrecken plagen derzeit den Osten Afrikas. Die Plage bedroht nach Angaben der Behörden die Nahrungsmittelversorgung in vielen Ländern, die ohnehin schon große Schwierigkeiten haben.
faz.net
– ZITAT –
“Ich muss gestehen, als ich das am Anfang gehört habe mit dem ECO , habe ich das begrüßt, weil ich mir gesagt habe, dass wir damit unsere finanzielle Unabhängigkeit bekommen. Aber in Wirklichkeit wechseln wir doch einfach nur den Namen. Wir sind immer noch an den Euro gekoppelt, also sind wir auch von ihm abhängig. Also ändert sich für mich nichts wirklich.”
Ismael Derry, Buchhalter in Dakar, hält nichts von der neuen Währung, die im Laufe des Jahres eingeführt werden soll.
deutschlandfunk.de
– ZULETZT –
RB-Leipzig Fanclub in Mosambik: 2017 gründete der Exil-Leipziger Roland Hohberg den ersten Fanclub des Bundesligisten RB Leipzig. Im Interview mit “Sportbuzzer” spricht er über die Begeisterung seiner Mitglieder für die Bundesliga und den derzeitigen Tabellenführer. Durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in dem Land, aber auch klimatischen Herausforderungen wie schwere Regenfälle steht der Sport aber oft im Hintergrund. Neben dem Fanclub engagiert er sich auch für Mädchen-Fußball. “Wir wollen in diesem Projekt generell zur Sportförderung und Aufklärung beitragen. Vor allem fokussieren wir auf die Förderung junger Mädchen, die Stärkung ihres Selbstbewusstseins, die Organisation von Workshops zu Themen wie Zwangsheirat, Frühschwangerschaft und Aids. Sport ist vor allem in Ländern wie Mosambik eine wichtige Kompenente der Entwicklungszusammenarbeit.”
sportbuzzer.de

KW 02: Müller fordert EU-Klimapartnerschaft mit Afrika, Regierungskritiker in Algerien freigelassen, US-Botschafter verlässt Sambia wegen Streit um LGBTI-Rechte

– NEWS –
Müller fordert EU-Klimapartnerschaft mit Afrika: Entwicklungsminister Gerd Müller hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen aufgefordert, Afrika stärker in ihren Green Deal mit einzubeziehen. „Von der neuen EU-Kommission erwarte ich im Rahmen des Green Deal ein ambitioniertes Investitions- und Innovationsprogramm für den Ausbau erneuerbarer Energie in Afrika“, sagte er. Als erster Schritt sollten im neuen Jahr gemeinsame Forschungsplattformen aufgebaut werden, vor allem in Nordafrika.
handelsblatt.com
Regierungskritiker in Algerien freigelassen: In Algerien sind 76 Regierungskritiker aus der Haft entlassen worden. Wie das Staatsfernsehen berichtet, handelt es sich um 75 Mitglieder der Protestbewegung “Hirak” sowie um den Kriegsveteranen Lakhdar Bouregaa, der sechs Monate im Gefängnis saß. Dessen Prozess wurde jedoch nur aufgeschoben. Ihm wird die Beleidigung staatlicher Institutionen vorgeworfen. Bouregaas Anhänger führten die Inhaftierung dagegen auf dessen Kritik an Armeechef Ahmed Gaid Salah zurück, der nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika im April zum starken Mann des Staates geworden war und vor kurzem starb.
dw.com
US-Botschafter verlässt Sambia wegen Streit um LGBTI-Rechte: US-Botschafter Daniel Foote hat Sambia wegen des Streits um LGBTI-Rechte verlassen. Grund dafür war die Kritik Footes an der homophoben Gesetzgebung Sambias. Die sambische Regierung hatte explizit um die Absetzung Footes gebeten. Unmittelbar vor seinem Abflug hatte Foote in einer Erklärung den sambischen Präsidenten Edgar Lungu aufgefordert, den Ruf des Landes als starke Demokratie wiederherzustellen und eine Verschlechterung bei den Menschenrechten zu vermeiden.
tagesspiegel.de
Anschlag auf Schulbus in Burkina Faso: Dschihadisten haben einen Anschlag auf einen Schulbus verübt. 14 Menschen starben, die meisten davon Schüler und Schülerinnen, die aus den Weihnachtsferien kamen. Der Bus war in einem Konvoi mit zwei anderen Bussen unterwegs. Der Anschlag erfolgte in der Provinz Sourou nahe der Grenze zu Mali, wo islamistische Gruppen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und zum “Islamischen Staat” (IS) ihre Überfälle und Attentate in der Vergangenheit deutlich steigerten.
dw.com
Al-Shabaab greift kenianische Militärbasis an: Die islamistische Al-Shabaab-Miliz hat nach eigenen Angaben einen Militärstützpunkt in Kenia angegriffen, der auch von US-Soldaten genutzt wird. Kenia unterstütz Somalia im Kampf gegen die Islamisten. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) bestätigte den Angriff ebenfalls.
zeit.de
Militärschlag gegen Terrormiliz in Somalia: Der somalischen Armee ist ein Schlag gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz gelungen. Somalische Elite-Soldaten haben im Süden des ostafrikanischen Landes nach eigenen Angaben 30 Milizionäre getötet und mehrere mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge zerstört. Unter den Toten sei auch ein ranghoher Offizier der Dschihadisten. Der Militärschlag gegen die Miliz folgte nur Tage nach dem verheerenden Sprengstoffanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu mit mehr als 80 Toten und vielen Verletzten.
dw.com
Werden Afrikas Waffen jemals schweigen? dw.com
Kohle-Boom in Subsahara-Afrika oekonews.at
5 Ideen gegen Wasser- und Nahrungsknappheit in Afrika spektrum.de
Filmemacher Milo Rau: „Illegale Flüchtlinge aus Afrika sind die modernen Sklaven“ deutschlandfunk.de
– BACKGROUND –
Hightech gegen Malaria: Brian Gitta aus Uganda ist Malaria-Patient und Informatiker. Da er an seinem eigenen Leib die Krankheit erfahren musste, widmete er sich deren Bekämpfung. Dafür gründete er ein Start-Up und entwickelte einen Sensor, mit dem die Krankheit schnelle erkannt werden soll. Es reicht einen Finger in den Sensor zu legen und mittels Magnetismus und Lichtstreuung können die Erreger identifiziert werden. Ein aufwendiger Bluttest würde so überflüssig. Noch ist der Sensor jedoch nicht zertifiziert.
derstandard.at
Russische Kirche bricht mit Alexandria: Das Schisma zwischen der ukrainischen und der russischen Kirche erreicht Ägypten. Nachdem die ägyptische orthodoxe Kirche die ukrainische anerkannt hatte, beendete Moskau die Kirchengemeinschaft mit Alexandria. Da kanonische Kirchen der Orthodoxie das Territorialprinzip achten, kann es in jedem Teil der Erde nur eine orthodoxe Kirche geben. Der Bruch mit Alexandria ermöglicht es dem Moskauer Patriarchat in ganz Afrika eigene Pfarreien und Bistümer zu errichten, was auch beschlossen wurde. Entsprechende Ankündigungen hatte Metropolit Hilarion, der „Außenminister“ des Moskauer Patriarchats, bereits im Vorfeld gemacht.
katholisch.info
Wie Botswana zum Erfolgsmodell wurde: Botswana gilt als eins der Vorzeigender des afrikanischen Kontinents. In Korruptionsindizes schneidet das Land besser ab als Spanien oder Polen und auch die Gesundheitsversorgung ist gut. Der letzte Krieg fand 1852 statt. Grund dafür ist, dass das Land seit der Unabhängigkeit 1966 strategisch gut mit seinen Ressourcen umgegangen ist. Anderswo mag Ressourcenreichtum die Quelle von Misswirtschaft sein. Botswana schaffte es, alle in die Einnahmen mit einzubeziehen und sie sinnvoll zu investieren. Nicht zu Letzt in Bildung und Infrastruktur, wovon alle in dem Land profitieren.
spiegel.de
– ANGEZÄHLT –
Auf 2,2 Milliarden Dollar wird das Vermögen der reichsten Frau Afrikas, Isabel dos Santos, geschätzt. Nun hat es die angolanische Regierung eingefroren. Sie fordert nach Korruptionsvorwürfen eine Milliarde von dos Santos zurück.
sueddeutsche.de
– ZITAT –
“Es gibt auch sehr erfolgreiche Länder in Afrika.”
Axel van Trotsenburg von der Weltbank ist überzeugt davon, dass sich afrikanische Staaten nicht langsamer entwickelten als europäische. Sie hätten nur später damit begonnen.
diepresse.com
– ZULETZT –
Voodoo-Ausstellung in Hildesheim: Das Roemer- und Pelizäus-Museum in Hildesheim widmet der afrikanisch-karibischen Voodoo-Religion eine eigene Ausstellung. Darin zeigt sie über 1.200 Exponate rund um den Glauben. Dabei will sie auf die Vielseitigkeit der Religion aufmerksam machen und gegen das Klischee ankämpfen, Voodoo sei nur auf den Schaden anderer ausgerichtet. Nicht die Schwarze Magie steht im Vordergrund, sondern die Offenheit und Freundlichkeit der Religion und ihrer Anhänger.
deutschlandfunkkultur.de

KW 50: von der Leyen will Partnerschaft mit Afrika vertiefen, Baldige Einnahme von Tripolis befürchtet, Mehr Einsatz im Kampf gegen Korruption

– NEWS –
von der Leyen will Partnerschaft mit Afrika vertiefen: Ursula von der ist erstmals als EU-Kommissionspräsidentin nach Afrika gereist. Anstatt Peking, Washington, Tokio oder Delhi zum Ziel der ersten Reise ins außereuropäische Ausland zu machen, hat sich die Christdemokratin bewusst für Afrika entschieden. In Addis Abeba traf sie sich mit dem Präsidenten der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat. von der Leyen sagte, sie strebe eine neue “Partnerschaft auf Augenhöhe” mit Afrika an. Der Kampf gegen den Klimawandel steht dabei ganz oben auf der Liste.
sueddeutsche.de
Baldige Einnahme von Tripolis befürchtet: Die Lage in Libyen spitzt sich zu. Laut Informationen der Vereinten Nationen sind die Rebellen kurz davor die Hauptstadt Tripolis einzunehmen. Dort sitzt die von den Vereinten Nationen anerkannte libysche Regierung. Die libysche Brega Petroleum Marketing Company (BPMC) teilte mit, dass der Betrieb eingestellt und Angestellte in Tripolis in Sicherheit gebracht worden seien.
dw.com
Mehr Einsatz im Kampf gegen Korruption: Entwicklungshilfeminister Gerd Müller hat von den Afrikanischen Staaten mehr Einsatz im Kampf gegen die Korruption gefordert. Die einzelnen Länder müssten hier mehr tun. „Korruption wird nicht toleriert“, betonte Müller. „Meine Botschaft ist klar: Wer sich gegen Korruption und für gute Regierungsführung, Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte engagiert, der kann auf uns zählen.“
epochtimes.de
Chinesische Investoren beteiligen sich an Fintechs: Die Tech-Industrie in Afrika ist zum Zielobjekt ausländischer Investoren geworden. So haben ihm November Fintechs mit Fokus auf den nigerianischen Markt satte 360 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Fast die Hälfte der im November verzeichneten Investitionen stammte dabei aus China – nämlich genau 170 Millionen Dollar. Im Fokus der chinesischen Investitionen standen die beiden Payment-Startups Palmpay und O-Pay.
t3n.de
Reisebericht: Wir sind Kolonialisten taz.de
Bundesheer-Seelsorger in Afrika oe.at
Ex-Daimler-Chef Zetsche engagiert sich für Natur in Afrika t-online.de
– BACKGROUND –
Vorreiter im Kampf gegen Klimakrise: Die Klimakrise ist in vielen Teilen Afrikas bereits deutlich spürbar. Die Menschen dort nehmen das zum Anlass innovativ zu werden, um die Folgen in den Griff zu bekommen. Im Bereich der erneuerbaren Energien haben viele afrikanische Länder große Schritte getan, weit mehr als wirtschaftlich vergleichbare in Asien oder Südamerika. Laut der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) ist Afrika derzeit auf dem Weg, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 um 290 Prozent zu steigern. Ein Projekt, das dazu beiträgt kommt aus Sambia. Dort gehen gerade sogenannte Off-The-Grids durch die Decke. Das sind kleine Systeme, die ihre Energie meist aus integrierten Solarzellen beziehen. Diese Off-Grids arbeiten autonom. Es gibt sie in den verschiedensten Bereichen, zum Beispiel als kleine Kocher oder um Wasser zu reinigen.
wetter.de
Wichtige Wahlen 2020: In vier Ländern stehen im nächsten Jahr richtungsweisende Wahlen an. In Angola, Äthiopien, Südafrika und Simbabwe können die Wähler ihre Stimme abgeben. Die derzeitigen Amtsinhaber João Lourenço (Angola), Abiy Ahmed (Äthiopien), Jacob Zuma (Südafrika) und Emmerson Mnangagwas waren allesamt einst als Hoffnungsträger gestartet. Doch in allen Ländern stauen sich wichtige Reformen. Die Menschen sehnen sich nach wirtschaftlicher Stabilität. Nun wird sich zeigen, ob die einsingen Hoffnungsträger sich weiterhin das Vertrauen ihrer Bürger sichern können.
dw.com
Angeblicher Wunderheiler gestorben: Der deutsche Peter Bonnke hat es in Afrika zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht. Bonnke war als evangelikaler Missionar mehrmals in Afrika. Nach seiner Vorstellung sollte der Kontinent durch das “Blut Jesu Christi reingewaschen” werden. Mit seinen Behauptungen, Tote wieder auferstehen lassen sowie Taube, Blinde und behinderte Menschen heilen zu können, zog er Menschen in Scharen an. Laut seiner Gemeinde hat er angeblich 79 Millionen Menschen bekehrt. 1991 brach im muslimischen Norden Nigerias ein Aufstand aus, als der evangelistische Prediger einen möglichen Besuch ankündigte. Hunderte Menschen kamen bei den Unruhen ums Leben. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
t-online.de
– ANGEZÄHLT –
Bei einem Anschlag sind in Kenia acht Menschen getötet worden. Verantwortlich gemacht wurde die Al-Shaabab-Miliz.
az.com
– ZITAT –
“Denn auch hier in Afrika, in Addis Abeba, erleben die Menschen bitter die Folgen des Klimawandels.”
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will im Kampf gegen die Klimakrise die Partnerschaft zwischen Europa und Afrika vertiefen.
sueddeutsche.de
– ZULETZT –
Die Demografie-Lüge: Dominic Johnson hat in der “TAZ” einen Kommentar zur Bevölkerungs-Debatte geschrieben. Die Zahl der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent wächst jährlich. In der allgemeinen Diskussion über Afrika wird dies als eines der drängendsten Probleme betrachtet. Johnson hält das für fatal. Er stellt diese Debatte in eine Linie mit rassistischen Vorurteilen gegenüber angeblich sexuell hyperaktiven Schwarzen. Für ihn ist weniger die Frage über die Zahl der Geburten, als die der sexuellen Selbstbestimmtheit der Frauen entscheidend. Wichtiger wäre zu fragen, ob die afrikanischen Frauen die Kinder bewusst und gerne auf die Welt bringen sind, als zu fragen, wie die Geburten verhindert werden.
taz.de

KW 48: Namibias Präsident im Amt bestätigt, Sudan löst Al-Baschir-Partei auf, Dubai will den Handel mit Afrika stärken

– NEWS –
Namibias Präsident im Amt bestätigt: Hage Geingob ist als namibischer Präsident im Amt bestätigt worden. Insgesamt stimmten knapp 57 Prozent der Bevölkerung für ihn. Freuen konnte er sich darüber nur bedingt. Im Vergleich zu letzten Wahl verlor er knapp 30 Prozent. Seine Partei die SWAPO gewann auch die gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahlen. Doch auch sie verlor Stimmen. Es sei ein “harter Wettbewerb” gewesen, sagte Geingob nach seinem Wahlsieg, doch die “Demokratie war der größte Gewinner”.
dw.com
Sudan löst Al-Baschir-Partei auf: Sudans Übergangsregierung hat die Partei des abgesetzten Ex-Präsidenten Omar al-Baschir aufgelöst. Die National Congress Party (NCP) habe geplündert und die Entwicklung des Landes behindert, begründete Premierminister Abdullah Hamduk auf Twitter die Entscheidung. Die Menschen seien das Unrecht leid, das unter der Partei geschehen sei. Man wolle mit der Auflösung der NCP “die Würde unserer Menschen wiederherstellen”. Die Regierung kann nun das Vermögen der Partei beschlagnahmen.
dw.com
Dubai will den Handel mit Afrika stärken: Dubai will den afrikanischen Kontinent noch stärker als lohnendes Investitionsfeld nutzen. Die Emirate sehen sich als Tor zwischen Afrika und der chinesischen Seidenstraße. Insgesamt hat Dubai schon starke Verbindungen zu Afrika. Dubais Fachwissen in Bereichen wie Infrastruktur und Bauwesen zieht viele afrikanische Unternehmen an: Rund 21.000 haben sich im Emirat angesiedelt, die Zahl stieg in den vergangenen zwei Jahren um 25 Prozent. Wichtigste Anreize sind Steuererleichterungen sowie ein Visazugang und islamische Finanzierung:
euronews.com
Angriff auf Ebolahelfer: Im Kongo sind mehrere Ebla-Helfer angegriffen worden und getötet worden. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Unter den Opfern sind zwei Fahrer, ein Mitglied eines Impfteams und ein Polizist. Fünf weitere Personen – Mitarbeiter der WHO und des kongolesischen Gesundheitsministeriums – wurden verletzt. Der lokale WHO-Vertreter, Salambongo Selemani, teilte mit, die Angriffe seien von den Mai-Mai-Milizen ausgeführt worden.
dw.com
Mehr Waffenlieferungen nach Afrika: Kanzlerin Angela Merkel sprach sich dafür aus, mehr Waffenlieferungen an afrikanische Staaten zu ermöglichen. Wenn die Bundeswehr wie in Mali sich an der Ausbildung beteiligt, sollte auch die Ausrüstung aus Deutschland kommen. “Ich glaube, das kann nicht richtig sein. Wenn wir zur Sicherheit und für den Frieden in Afrika ertüchtigen, ich glaube dann können wir uns der Ausrüstung nicht völlig verweigern.”
heise.de
NGOs fordern nachhaltige Entwicklungspolitik oekonews.at
Gianni Infantino will Afrikas Fußball an die Weltspitze verhelfen ran.de
Kein gemeinsames Konzept gegen den Terror in der Sahel-Zone dw.com
Benin wirft deutschen EU-Botschafter raus dw.com
– BACKGROUND –
“Im Durchschnitt sind Demokratien deutlich erfolgreicher als Autokratien”: Der Politkwissenschaftler Nic Cheeseman spricht im Interview mit der “Neuen Zürcher Zeitung” über die politische und gesellschaftlichen Zustand einiger afrikanischer Länder. Dabei spricht er auch über die Möglichkeiten wirtschaftlichen Aufstiegs und demokratischer oder autoritärer Herrschaft.
nzz.ch
Wie viel Raubkunst lagert in deutschen Museen?: In den deutschen Museen lagern einige wertvolle Stücke aus ehemaligen Kolonien. Wie viele und was genau, weiß niemand so recht. Erst langsam kommt Bewegung in die Debatte. In Niedersachsen haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Afrika und Ozeanien im Rahmen des Projekts Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie (PAESE) zusammengetan, um Licht ins Dunkle zu bringe.
ndr.de
Ärztemangel in Ghana: Ghana erlebt einen massiven Verlust an ausgebildeten Ärzten. Inzwischen verlässt jeder zweite Arzt nach der Ausbildung das Land. Die meisten zieht es nach Europa oder in die USA. Um dem entgegenzuwirken hat das Land die finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen aufgestockt. Mehr Ärzte wurden ausgebildet, die Gehälter von Ärzten, Krankenschwestern und Professoren angehoben. Ob das hilft, ist jedoch fraglich.
spiegel.de
Das Problem der Datensicherheit: Auf dem Internet Governance Forum in Berlin beklagte Ebrima Sillah, Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie von Gambia, das Datensicherheit für ausländischen Unternehmen in Afrika oft keine Rolle spiele. Die Bürger würden “oft von opportunistischen Datenschürfern ausgenommen werden”. Zugleich erinnerte der Regierungsvertreter an Prognosen, wonach Afrika in den nächsten 30 Jahren mehr Internetnutzer haben werde als die USA und Europa zusammen.
heise.de
– ANGEZÄHLT –
Mindestens drei Menschen sind beim Untergang eines Bootes mit Geflüchteten vor Melilla gestorben. Zehn Menschen werden vermisst.
jungewelt.de
– ZITAT –
“Es ist fast unmöglich, Migration zu stoppen.”
Maureen Achieng, Leiterin Leiterin des Büros für internationale Migration (IOM) in Äthiopien, über die Flucht aus Afrika.
welt.de
– ZULETZT –
Förderung für ökologische Landwirtschaft: Der fränkische Tee-Riese Martin-Bauer-Group will in mehreren afrikanischen Ländern Demonstrationsfarmen für ökologische und nachhaltige Landwirtschaft aufzubauen. Insgesamt sollen 1.600 Arbeitsplätze geschaffen werden. Auf diesen Farmen entstehen auch Trainingszentren, so dass insgesamt bis zu 10 000 Farmarbeiter, Kleinbauern und Wildpflanzensammler in den Grundlagen der Öko-Landwirtschaft und der nachhaltigen Wildpflanzensammlung geschult werden. Unterstützt wird das Projekt durch das Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit.
infranken.de

KW 46: Neue Hilfen für Entwicklungszusammenarbeit, Was bleibt vom “Merkel-Plan”?, Namibia benennt Straßen um

– NEWS –
Neue Hilfen für Entwicklungszusammenarbeit: Deutschland will seine Zusammenarbeit mit Afrika weiter ausbauen. Dafür sollen Kooperationen mit der Afrikanischen Union noch stärker intensiviert werden. Und auch bei der Entwicklungszusammenarbeit tut sich was. Das Entwicklungsministerium bekommt seinen Etat um 640 Millionen Euro für das Jahr 2020 aufgestockt. Mit dem zusätzlichen Geld sollen vor allem Klimaschutzmaßnahmen gefördert werden. Der Schwerpunkt soll dabei auf dem afrikanischen Kontinent liegen. Im Vorfeld der Konferenz der Initiative “Compact with Africa” erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, man wolle nicht über die Köpfe der Afrikaner hinweg sprechen, es gehe um Zusammenarbeit.
mdr.de
Was bleibt vom “Merkel-Plan”?: Am Dienstag, 19.11., findet in Berlin zum dritten Mal das Compact with Africa-Treffen statt. Vor drei Jahren wurde das Gremium gegründet. Ziel ist es ein Forum zu schaffen, in dem Privatinvestitionen leichter ermöglicht werden. Im Gegenzug sollten sich die afrikanischen Staaten zu Wirtschaftsreformen verpflichten. Ein “Merkel-Plan”, scherzte damals der ivorische Staatschef Ouattara. Doch von dem Vorhaben ist wenig geblieben. Die afrikanischen Staaten sind weitgehend enttäuscht. Zwar hätten sie Reformen in die Wege geleitet. Doch die Versprochenen Investitionen sind noch nicht geflossen.
dw.com
Namibia benennt Straßen um: In Namibia erinnern immer noch viele Namen an vergangene Kolonialzeiten. Nun wurden Hauptstadt Windhuk Straßennamen ersetzt. Laut dem Radiosender “Hitradio Namibia” tragen 15 Straßen nun Namen namibischer Freiheitskämpfer sowie politischer und kirchlicher Aktivisten. Darunter ist auch Mburumba Kerina, das ist der Politiker und Professor, der sich den Namen Namibia – nach der Wüste Namib – ausgedacht hat.
deutschlandfunk.de
Neue Bundeswehreinsätze in Afrika: Nach Informationen des “Spiegel” bereitet sich die Bundeswehr auf zwei neue Auslandsmissionen in Afrika und Asien vor. Frankreich hat Deutschland gebeten sich an der Ausbildungsmission in Mali zu beteiligen. Die französischen Pläne sehen vor, dass die Ausbilder die von ihnen trainierten Einheiten auch bei militärischen Operationen begleiten. Dieses sogenannte Mentoring gilt als weitaus gefährlicher als die bisherigen Trainingsmissionen der Bundeswehr.
spiegel.de
Kredite für korrupte Clique: Seit 40 Jahren regiert die Familie Obiang Äquatorialguinea. In dieser Zeit hat es die Herrscherfamilie geschafft, das Land reich und bitterarm zugleich zu machen. Rein nominell liegt das Bruttoinlandsprodukt des Landes bei 20.000 Dollar pro Kopf. Das meiste Geld wandert jedoch in die Taschen Obiangs. Dem Ölreichtum des Landes sei Dank. Da die Ölpreise jedoch sinken, sinken auch die Einnahmen. Nun hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Kredit über mehrere Hundert Millionen Euro bereitgestellt. Wozu das Geld eingesetzt wird, wird dabei nicht überprüft. Auch im Kongo soll es vergleichbare Finanzspritzen geben. Auch hier wird der Einsatz der Gelder nicht überprüft. “Der IWF hilft nicht einem armen Land – es rettet ein Land, das seine reichen Ressourcen durch Korruption und Misswirtschaft verschwendet hat”, sagt darum Sarah Saadoun, von der Menschrechtsorganisation Human Rights Watch.
Fintech Interswitch: Noch ein „Einhorn“ aus Afrika faz.net
Warum Afrikas ambitioniertestes Farmprojekt scheiterte manager-magazin.de
Afrika-Verein – Deutsche Investitionen in Afrika auf Rekordhoch investing.de
Fleischhunger in Afrika swr.de
– BACKGROUND –
135. Jahrestag der Berlin-Konferenz: Vor 135 Jahren lud Reichskanzler Otto von Bismarck zur Kongo-Konferenz nach Berlin. Sämtliche europäischen Staaten, die Kolonien besaßen waren mit einer Delegation vertreten. Nur die Afrikaner selbst waren nicht vor Ort. Zwar war der afrikanische Kontinent faktisch schon so gut wie aufgeteilt. Es fehlte jedoch die Gegenseitige Anerkennung der Gebiete. Am Ende der Konferenz war bis auf Äthiopien der gesamte Kontinent in europäischer Hand.
rbb.de
„Die große Herausforderung ist der afrikanische Kontinent“: Anlässlich der UN-Weltbevöllkerungskonferenz sprach Entwicklungsminister Gerd Müller im Interview mit dem “Deutschlandfunk” über Herausforderungen auch auf dem afrikanischen Kontinent. Müller warb dafür, das Problem Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen offen anzugehen. Für ihn ist es dabei aber keine Frage des Zwangs, sondern der Bereitstellung der Mittel. Müllers Strategie ist die Ermöglichung von vielfältigen Bildungsangeboten gerade für Frauen. Werden sie erwerbstätig und autonom, wirke sich das auch auf die Geburtenrate aus.
deutschlandfunk.de
Urbanisierung schreitet voran: Die Städte in Afrika werden immer weiter wachsen. Viele Städte werden erst noch neu entstehen. Auf dem gesamten Kontinent werden in etwa 100 Milliarden Dollar in den Bau neuer Städte investiert. In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land, werden fünf Megacity-Projekte geplant. Die Retortenstädte sollen dem Ansturm auf die Städte entgegenwirken. Allerdings befürchten Kritiker, dass es sich dabei um Elite-Hochburgen handeln wird. Die Armen werden aus diesen modernen Städten ausgeschlossen.
dw.com
– ANGEZÄHLT –
500 deutsche Soldaten sollen sich nach Informationen des “Spiegels” an einer Ausbildungsmission in Mali beteiligen.
spiegel.de
– ZITAT –
“Die zusätzlichen Mittel investieren wir in Maßnahmen für den Klimaschutz, etwa den Aufbau erneuerbarer Energien in Afrika.”
Entwicklungsminister Gerd Müller freut sich, dass sein Etat für nächstes Jahr aufgestockt wurde und hat schon Pläne für das Geld.
handelsblatt.com
– ZULETZT –
„Narrating Africa“-Ausstellung in Marbach: Im Literaturarchiv in Marbach ist eine besondere Ausstellung zu sehen. „Narrating Africa“ widmet sich stereotypen Afrikabildern und Klischees. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf das Bild des afrikanischen Kontinents, wie es in Büchern vermittelt wird. Die Ausstellung wurde zusammen mit Wissenschaftlern und Autoren aus Namibia entwickelt. Gemeinsam möchte man Perspektiven entwickeln und überholten Einstellungen entgegenwirken. Zu sehen ist die Ausstellung bis November 2020.
deutschlandfunkkultur.de

KW 43: Filipe Nyusi im Amt bestätigt, Kein Machtwechsel in Botswana, Erster russischer Afrika-Gipfel

– NEWS –
Filipe Nyusi im Amt bestätigt: Bei den Wahlen in Mosambik wurde Filipe Nyusi in seinem Amt bestätigt. Die Wahlen gelten als Gradmesser für die Stabilität des Friedens in dem Land. Es waren die ersten Wahlen, seit die Regierungspartei FRELIMO und die Oppositionspartei RENAMO im August ein Friedensabkommen unterschrieben hatten. Zuvor litt das Land unter Jahrzehnten voller Bürgerkrieg. Komplett friedlich lief die Wahl jedoch nicht. Der Chef der EU-Wahlbeobachtermission in Maputo, Nacho Sánchez Amor, sprach von einem “unfairem Wettbewerb” und einem Klima der Gewalt und Einschüchterung. Die FRELIMO wies Vorwürfe von Manipulationen zurück.
dw.com
Kein Machtwechsel in Botswana: Die Demokratische Partei Botsuanas (BDP) ist nicht von der Macht zu vertreiben. Seit 1966 regiert sie mittlerweile die sogenannte Vorzeigedemokratie Afrikas. Die Partei von Staatschef Mokgweetsi Masisi erhielt 38 von 57 Sitzen, teilte die Wahlkommission mit. Die Wahlen waren mit Spannung erwartet worden. Interne Streitigkeiten hatten der Partei zugesetzt, wovon die Opposition profitierte.
dw.com
Erster russischer Afrika-Gipfel: Der russische Präsident lud zum Afrika-Gipfel nach Sotschi und 40 Regierungschefs kamen. Im Zentrum des Gipfels standen fast ausschließlich Wirtschaftspolitische Themen. Fragen der Entwicklungszusammenarbeit oder der humanitären Hilfe wurden nur am Rande behandelt. Putin hatte einige militärische und wirtschaftliche Angebote im Gepäck. Dafür konnte er sich den Zugang zu Rohstoffen sichern. Russland hat seine Afrika-Politik seit den Sanktionen rund um die Krim-Annexion intensiviert.
spiegel.de
Eskalation in Guinea-Bissau: In Guinea-Bissau eskaliert der Präsidentschaftswahlkampf. Eigentlich sollte die Wahl am 24. November stattfinden, doch ob der Termin eingehalten werden kann, ist mehr als fraglich. Die zwölf Kandidaten fahren eine gegenseitige Schmutzkampagne. Das Wahlsystem in dem Land ist komplett veraltet und auch die Wählerlisten sind nicht auf dem neuesten Stand.
dw.com
Gewalt in Äthiopien: Gerade erst ist Ministerpräsident Abiy Ahmed der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Die Lage in seinem Land ist dagegen alles andere als friedlich. Bei Protesten gegen ihn sind bereits knapp 70 Menschen gestorben. Auslöser waren Gerüchte über die angebliche Misshandlung des Abiy-Kritikers und Internetaktivisten Jawar Mohammed. Daraus entwickelten sich schließlich ethnische Konflikte.
dw.com
Poliozentrum kooperiert mit Klinik in Nigeria rhein-zeitung.de
Remarque-Preis für Ngugi wa Thiongo sueddeutsche.de
Russland weitet Aktivitäten in Afrika im Atomsektor aus orf.at
– BACKGROUND –
Digitales Afrika: Die Kenianerin Juliana Rotich hat den Deutschen Afrika Preis erhalten. Die Unternehmerin hat ein System entwickelt, mit dem eine Internetverbindung auch in entlegenen Gebiet ermöglicht werden soll. Der IT-Markt entwickelt sich in ganz Afrika rasant. In Kenia hatten 2008 nur acht Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, heute sind es 88 Prozent. Google und Facebook haben nicht zuletzt darum angekündigt, ein eigenes Unterseekabel nach Afrika verlegen zu wollen. Studien belegen, dass Internet-basierte Dienste und Breitband noch mehr als der Mobilfunk wirtschaftliches Wachstum und menschliche Entwicklung vorantreiben. So rechnete die Weltbank aus, dass ein Breitbandausbau um zehn Prozent das Wirtschaftswachstum in China um 2,5 Prozent gesteigert hat.
capital.de
Gespräche über Nilstaudamm: Lange Zeit schien der Streit um den Nilstaudamm zwischen Äthiopien und Ägypten festgefahren zu sein. Äthiopien baut seit 2010 an den Staudamm, der Ägypten um seine Süßwasserzufuhr bangen lässt. Nun trafen sich Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi und Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed zu Gesprächen. Ein Ausschuss aus technischen Experten solle jetzt seine Arbeit umgehend auf “offenere und positivere Weise” als bisher fortsetzen, teilte das ägyptische Präsidialamt mit. Ziel sei eine “abschließende Vision” zur Befüllung und zum Betrieb des Grand Ethiopian Renaissance Dam.
dw.com
Literaturfestival in Lagos: In der nigerianischen Hauptstadt Lagos fand das Literaturfestival Aké statt. In den letzten Jahren ist die literarische Szene dort stark gewachsen. Gerade viele junge Autoren fangen an politische Themen literarisch zu behandeln. Dabei reicht das Spektrum von den Nachwirkungen des historischen Kolonialismus bis zur Sexualität. Dabei werden auch queere Themen behandelt, was nicht ohne Risiko ist. Homosexualität ist Nigeria immer noch illegal und kann mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden.
dw.com
– ANGEZÄHLT –
In 160 Ländern wird die Plattform Ushahidi der kenianischen Unternehmerin Juliana Rotich genutzt. Auf der Plattform können Nutzer Informationen aus und über Krisengebiete hochladen.
dw.com
– ZITAT –
“Ich bin zwar eine afrikanische Schriftstellerin. Aber das ist sehr ermüdend. Das ist meine Perspektive, aus der ich schreibe.”
Die Schriftstellerin Chika Unigwe darüber, dass sie regelmäßig als afrikanische Autorin präsentiert wird, bei Kollegen aus den USA oder Europa die Herkunft aber nicht erwähnt wird.
dw.com
– ZULETZT –
Kamerunische DW-Journalistin darf nicht nach Australien: Der Journalistin Mimi Mefo aus Kamerun, die für die Deutsche Welle arbeitet, wurde das australische Visum verweigert. Mefo sollte auf einer Konferenz über den Konflikt zwischen der englischsprachigen und französischsprachigen Bevölkerung in Kamerun sprechen. Einen objektiven Grund für die Verweigerung des Visums gab es nicht. Offensichtlich hatten die Behörden Angst, Mefo könnte in Australien bleiben und einen Antrag auf Asyl stellen. Dabei lebt die Journalistin seit kurzem in Deutschland als freie Mitarbeiterin der Welle.
dw.com

KW 42: Hunger ein bleibendes Problem, Nachhaltige Binden, Wahlen in Botswana

– NEWS –
Hunger ein bleibendes Problem: Die Welthungerhilfe hat ihren aktuellen Bericht veröffentlicht. Darin bewertet die Organisation die Lage in einzelnen Staaten anhand von vier Indikatoren: Anteil der Unterernährten sowie Auszehrung, Wachstumsverzögerung und die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren. Für den afrikanischen Kontinent fällt der Bericht ambivalent aus. Auf der einen Seite erzielen Länder wie Angola, Laos, Äthiopien und Ruanda beachtliche Erfolge. Geleichzeitig steigt aber die Zahl der Hungernden. Vor allem der Tschad, Madagaskar, der Jemen und Sambia zeigen eine „sehr ernste“ Hungersituation.
focus.de
Nachhaltige Binden: Die Menstruation ist in vielen Ländern Afrikas immer noch ein Tabuthema. Darum ist es für Mädchen und Frauen oftmals schwierig an adäquate Hygieneprodukte zu kommen. Nun hat sich ein 17-Jähriger Schüler aus Tansania dem Problem angenommen. Ziyaan Virji hat wiederverwertbare Binden entworfen. Ursprünglich hatte das Ganze als Schulprojekt angefangen. Als er merkte, dass sein Produkt erfolgreich ist, hat er die Organisation “Affordable and Accessible Sanitation for Women” ins Leben gerufen. Die Sets bestehend aus Tüchern und Seife sollen kostenlos an Mädchen verteilt werden.
rtl.de
Wahlen in Botswana: Am 23. Oktober finden in Botswana Wahlen statt und die könnten richtungsweisend für das Land werden. Seit der Unabhängigkeit 1966 regiert dort die “Botswana Democratic Party”. Bisher gaben sich die Präsidenten immer geräuschlos die Klinke in die Hand. Nun gibt es zum ersten Mal Streit zwischen dem letzten gewählten Präsidenten Ian Khama und seinem designierten Nachfolger Mokgweetsi Masisi. Die beiden haben sich so sehr verkracht, dass Khama eine eigene Partei gegründet hat, um Masisi zu verhindern. Zwischen den beiden streitenden Parteien wittert nun die Opposition erstmals ihre große Chance. Für Botswana steht somit auf dem Spiel, ob die Demokratie auch einen Machtwechsel nicht nur zwischen Parteifreunden, sondern auch zwischen verschiedenen Parteien übersteht.
dw.com
Streit in Mosambik: Die Wahl in Mosambik war mit großen Befürchtungen erwartet worden. Seit fünf Jahren flammt in dem bürgerkriegsgeplagten Land immer wieder die Gewalt auf. Die Wahl an sich verlief dann aber friedlicher als befürchtet. Nun könnte es allerdings im Nachgang noch zu Konflikten kommen. Denn die Oppositionspartei RENAMO nimmt die Ergebnisse nicht an und wirft der Regierungspartei FRELIMO massiven Wahlbetrug vor. Inoffiziellen Ergebnissen zufolge kommt FRELIMO auf 71 Prozent, RENAMO nur auf 21 Prozent. RENAMO-Generalsekretär André Magibire erklärte, dass FRELIMO keinen Frieden wolle.
dw.com
Lukrative Afrika-Geschäfte unter deutscher Aufsicht faz.net
So bringt ein Altöttinger die Photovoltaik-Technik nach Afrika pnp.de
Forderung nach Museumsdaten für Suche nach Kolonialobjekten sueddeutsche.de
Äthiopiens Kampf gegen Al-Shabaab-Terror dw.com
Günter Nooke: Dialog in Kamerun darf nicht scheitern dw.com
– BACKGROUND –
Wirtschaftsnobelpreis für konkrete Forschung in Afrika: Der diesjährige Wirtschaftsnobelpreis geht an die beiden Armutsforscher Michael Kremer und das Ehepaar Banerjee und Esther Duflo. Unter den bisher bepreisten Ökonomen gelten sie als Außenseiter. Denn sie entwickeln keine theoretischen Modelle, sondern beschäftigen sich ganz konkret mit Problemen in Afrika. Dabei versuchen sie Antworten zu finden, wie sich die Lebensgrundlagen vor Ort ganz konkret verbessern lassen. Dafür haben sie unter anderem die Arbeitsverhältnisse, verbeamtet oder vertraglich gebunden, von Lehrern untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die vertraglich angestellten Lehrer Bildung besser und effizienter vermitteln.
tagesspiegel.de
Die Rolle Russlands: In Kürze beginnt der Russland-Afrika-Gipfel in Sotschi. 40 afrikanische Staats- und Regierungschefs sollen ihre Teilnahme zugesagt haben. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt Benno Müchler, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in DR Kongo, das Wirken Russlands in Afrika. Demnach ist spielt Russland wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle als Handelspartner mit Russland. Allerdings besetzt Putin wichtige strategische Positionen für ihn sinnvoll. So ist beispielsweise der oberste Sicherheitsberater in Zentralafrika ein Russe. Russland hat hier zum einen eine militärische Kooperation und zum anderen direkten Zugang zu den Uranvorkommen des Landes.
deutschlandfunk.de
Museen stellen sich ihrer Geschichte: Ab kommendem Jahr wird es in Berlin ein Kontaktbüro für Raubkunst geben. Bisher haben die Museen in Deutschland sich nur zögernd diesem Thema gestellt. Nun tut sich etwas. Das Büro soll als Anlaufstelle für Interessenten aus dem Ausland dienen, die zu Kulturgütern aus ihren Ländern forschen. Das Büro versucht die Gegenstände ausfindig zu machen und zu prüfen, ob es sich dabei um Raubkunst handelt. In Deutschland findet sich vor allem Raubkunst aus den ehemaligen Kolonien Namibia, Kamerun, Ruanda und Tansania.
deutschlandfunkkultur.de
– ANGEZÄHLT –
Seit 53 Jahren regiert in Botswana die “Botswana Democratic Party”. Nun könnte sie bei der nächsten Wahl am 23. Oktober abgewählt werden.
dw.com
– ZITAT –
“Russland versucht durch die Kooperation und die Bindung mit neuen afrikanischen Regierungen seine Position in den Gremien der Vereinten Nationen zu stärken.”
Benno Müchler, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in DR Kongo über die geopolitische Agenda Russlands in Afrika.
deutschlandfunk.de
– ZULETZT –
Royales Auswandern?: Angeblich planen Prinz Harry und Megahn nach Afrika auszuwandern. In der Yellow-Press wird darüber jedenfalls viel und gerne spekuliert. Die Royals hatten angekündigt, sich eine mehrwöchige Auszeit nehmen zu wollen. Allerdings ohne zu benennen, wo genau. Ihnen gehen vor allem der ganze Medienrummel und die öffentlichen Spekulationen über sie auf die Nerven. Insider berichten, dass es sie in ein afrikanisches Land ziehen könnte. Meghan hat in Ruanda mehrere Projekte gefördert und kennengelernt haben sie sich auf einer Safari in Botswana. Vor wenigen Tagen erst haben sie Südafrika besucht.
bild.de

KW40 Schwere Kämpfe in Mali, Mienenunglück im Kongo, Deutschland unterstützt weiter Ebola-Hilfe

– NEWS –
Schwere Kämpfe in Mali: Bei Gefächten zwischen der Armee und Islamisten muss die malische Armee eine schwere Niederlage einstecken. 25 Soldaten wurden getötet, 60 sind noch vermisst. Auf Seite der Islamisten fielen etwa 15. Die Angreifer hatten Camps der Soldaten angegriffen. Auch dank der Untersützung aus der Luft durch Burkina Faso konnten die Angreifer in die Flucht getrieben werden.
derstandard.de
Mienenunglück im Kongo: Im Kongo sind bei einem schweren Mienenunglück 21 Menschen gestorben. Der Vorfall ereignete sich in der Provinz Maniema. Bei der Miene handelte es sich um eine illegal errichtete Goldmiene.
deutschlandfunk.de
Deutschland unterstützt weiter Ebola-Hilfe: Bei einem Treffen mit Vertretern der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba hat Gesundheitsminister Jens Spahn eine Million Euro für die Centers for Disease Control and Prevention bereit gestellt. In diesen Zentren soll das Infektionsgeschehen überwacht werden. Spahn gab zu, dass Deutschland damit nicht rein altruistisch handle, sondern dies als eine Maßnahme sehe, Migrationsbewegungen zu verhindern.
dw.com
Südafrika und Nigeria betonen Gewicht Afrikas dw.com
Kramp-Karrenbauer in Afrika – Besuch bei deutschen Soldaten frankenpost.de
Gespräche über Nilstaudamm stecken in der Sackgasse dw.com
– BACKGROUND –
Big Data in Afrika: Ende letzten Jahres gab es Wahlen in Senegal. Der amtierende Präsident wurde mit über einer Million Stimmen vor seinem Konkurrenten gewählt. So weit, so gut, so unspektakulär. Doch wie Macky Sall die Wahl gewann, war sehr wohl spektakulär. Denn für seinen Wahlkampf zogen 5.000 Freiwillige durch das Land und sammelten Daten über die Bevölkerung. So konnte Sallys Team exakt ausloten in welcher Region, welche Probleme vorherrschen und machte dementsprechend diese und jene Versprechungen. Es war vermutlich der erste Bid-Date Wahlkampf im Subsahara-Afrika. Doch ganz neu ist der datenbasierte nicht. Denn auf dem Kontinent hat man schon eine Menge schlechter Erfahrungen gemacht. Namentlich mit Cambridge Analytica und zwar lange bevor der Name zum Synonym für Datenskandal in Europa wurde. Besonders problematisch in dieser Hinsicht, sind die fehlenden Rahmenbedingungen in den meisten Ländern.
dw.com
Handwerker bauen in Uganda: In Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Hoima, Uganda, ein Ausbildungszentrum errichtet. Dort sollen Auszubildende in den verschiedensten handwerklichen Berufen geschult werden. Ins Leben gerufen wurde die Idee bereits vor einem Jahr. Gebaut wurde das Haus von deutschen Handwerkern, die dafür nach Uganda reisten und hiesigen Azubis.
deutsche-handwerks-zeitung.de
– ANGEZÄHLT –
6.000 Megawatt Leistung soll die Wasserkraftanalage Äthiopiens haben, wenn sie einmal fertig gestellt ist. Bisher behindern jedoch noch Streitigkeiten mit den anderen Nil-Staaten, vor allem Ägypten, das Projekt.
dw.com
– ZITAT –
“Nur wenn wir einen Ebola-Ausbruch früh erkennen, können wir ihn effektiv bekämpfen.”
Jens Spahn
dw.com
– ZULETZT –
Prinz in Kenia: Prinz Ludwig von Wittelsbach ist sicher kein Prototyp der Gattung Adlig. Seit mehreren Jahren schon lebt er einen Großteil seiner Zeit in Kenia. Dort hat er das Projekt “Learning Lions” ins Leben gerufen. Dabei möchte er den Jugendlichen IT-Kenntnisse vermitteln und auf diese Weise versuchen, sie von einer Flucht in die Megacities abzuhalten. Mittlerweile haben sogar einige seiner ehemaligen Schüler eigene Firmen gegründet.
br.de